Finanzmärkte vor der Griechenland-Wahl: Sicherung des Euro hat oberste Priorität / Graf von Wallwitz: "Wenn nicht schnell eine Fiskalunion oder eine EZB nach US-Muster kommt, ist der Euro in Gefahr"
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schauen mit Skepsis auf die am Sonntag statt¬findende Wahl in
Griechenland. Georg Graf von Wallwitz, Chef der Eyb & Wallwitz
Vermögensmanagement, sorgt sich um die Stabilität des Euro: "Wenn
nicht schnell eine Fiskalunion oder eine EZB nach US-Muster kommt,
ist der Euro in Gefahr", erklärte der Finanzexperte gegenüber dem
Anlegermagazin 'Börse Online' (Ausgabe 25/2012, EVT 14. Juni). Wenn
es trotz allem zum Euro-Austritt Griechenlands kommt, rechnet von
Wallwitz mit einer Schockwelle an den Finanzmärkten. Im schlimmsten
Fall, einem ungeordneten Abgang, sieht er den DAX unter 5.000
Punk¬ten fallen. "Dann werden wir ein zweites Lehman sehen - mit Bank
Run und Konjunktureinbruch um bis zu fünf Prozent des BIPs."
Er halte dieses Szenario zwar für wenig wahrscheinlich, fährt aber
zur Sicherheit den Anteil deut¬scher Staatsanleihen runter. Deutsche
Staatsanleihen bieten für ihn längerfristig keine Sicherheit und sind
in keinem möglichen Euro-Szenario seine erste Wahl: "Bricht die
Euro-Zone auseinander, ist das Geld in Fremdwährungen wie der
norwegischen Krone oder dem kanadischen Dollar besser aufgehoben."
Für Christian Kratz von der Rhein Asset Management steht fest,
dass Politik und Wirtschaft alles tun werden, um den Euro über das
Jahr 2012 zu retten. Sollte die Wahl in Griechenland zugunsten der
alten Regierungsparteien ausgehen, wäre das für ihn gleichbedeutend
mit einem Votum für den Euro. "Das spräche dann für die relativ
kurzfristige Einführung von Eurobonds, die schon jetzt alle Welt
außer Frau Merkel will", erläuterte Kratz gegenüber 'Börse Online'.
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Datum: 13.06.2012 - 15:39 Uhr
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