45 Jahre AMG: Zum Jahrestag ein Blick in die Zukunft
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45 Jahre AMG: Zum Jahrestag ein Blick in die Zukunft
13. Juni 2012. Die für ein Jubiläum eigentlich zu krumme Zahl von 45 nahm die Daimler-Tochter AMG fern zum Anlass, mehr über die Zukunft als über die Geschichte des Unternehmens zu sprechen. Im Mittelpunkt der Feier des 45-jährigen Bestehens standen eher der erste kompakte AMG, die Performance-Version der A-Klasse und das andere Ende der Skala ? der Supersportler SLS AMG GT sowie der Elektro-Sportler SLS AMG E-Cell.
"AMG Performance 50", die Strategie für den 50. Jahrestag der Gründung des Unternehmen durch Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher in Großaspach (AMG), sieht die Steigerung des Absatzes von heute 20 000 Einheiten pro Jahr auf 30 000 Fahrzeuge vor. Gleichzeitig soll der Kraftstoffverbrauch nach der Senkung um 30 Prozent seit 2008 bis zum Jubiläum noch einmal um 20 Prozent sinken.
Steigen soll aber nicht nur der Absatz, sondern auch das Renditeniveau. Beim Absatz und bei der Verbrauchsminderung sollen viele neue Typen helfen, bei der Rendite die Entwicklung der Märkte. Auf der einen Seite lieben Käufer in den USA, im vorderen Orient und besonders in China die ganz großen und ganz starken Typen, auf der anderen Seite wächst der Markt der kompakten Komfort- und Kraftpakete.
Da kommt die neue A-Klasse als Basis für einen kompakten AMG gerade recht. Er wird einen aufgeladenen Vierzylindermotor erhalten, den AMG entwickelt hat. Die Afalterbacher versprechen die höchste Literleistung und die größte Effizienz in dieser Hubraumklasse. Das maximale Drehmoment soll oberhalb 400 Newtonmeter liegen. Dazu kommen das AMG-Speedshift-DCT-Sieben-Gang-Sportgetriebe (ein Doppelkupplungsgetriebe), das AMG-Sportfahrwerk, der variable Allradantrieb und natürlich die passenden Designelemente.
Der Mercedes-Benz A 45 AMG soll seine Weltpremiere im ersten Quartal 2013 erleben. AMG-Chef Ola Källenius versprach, dass "wir einen attraktiven Preis aufrufen werden". Mit dem A 45 AMG will er verstärkt jüngere ("und jung gebliebene") Kunden erreichen. Über den A 45 AMG hinaus versprach er: "Von den insgesamt fünf neuen Premium-Kompakten mit Mercedes-Stern wird es von AMG mindestens drei Varianten geben."
Heute schon bietet AMG mit seinen rund 1000 Mitarbeitern ein Portfolio von 22 Hochleistungsfahrzeugen. Das Spektrum reicht vom SLK 55 AMG und dem C 64 AMG mit V8-Motoren bis hin zu den Zwölfzylindern in der S-, SL- und G-Klasse: sechs Limousinen und T-Modelle, sieben Coupés, fünf Roadster und vier SUVs oder Offroader.
Für die Zwölf-Zylinder-Motoren des Konzerns zeichnet in Zukunft allein AMG verantwortlich. Sie werden in Afalterbach entwickelt und gebaut. Auch in vielen anderen Bereichen ist die 100-prozentige Daimler-Tochter längst mehr als nur ein Veredler. Källenius zieht wieder die A-Klasse als Beispiel heran, wenn er die Rolle vom AMG im Konzern beschreibt. "Der A 250 Sport", die dynamischte Version der A-Klasse, sei "engineered by AMG", sagt er. Ähnliches gelte auch für den C 250 Sport. AMG werde in Zukunft das spezifische AMG Know-how noch stärker in die Serienentwicklung einbringen.
Beim Einsatz von Carbon im Fahrzeugbau sieht sich AMG als einer der Know-how-Träger im Unternehmen. Im SLR, in den Black-Series-Fahrzeugen und im Motorsport arbeite man seit Jahrzehnten mit Carbonfaser-Werkstoffen, berichtete Källenius und kündigte an, der Mercedes SLS AMG E-Cell werde den ersten kompletten Mischrohbau aus Carbon und Aluminium-Spaceframe erhalten. Kernstück ist der Mitteltunnel aus Carbon, der fest mit der Rohkarosserie aus Aluminium verbunden wird. Das hochfeste und leichte Bauteil dient gleichzeitig als Monocoque-Gehäuse für die Batterie.
Mit dem E-Cell will AMG Maßstäbe setzen, nicht nur bei der Antriebstechnologie, sondern auch bei der Reichweite. Ola Källenius weckte im Gespräch mit unserer Redaktion hohe Erwartungen an die Batterie. Er sieht den E-Cell insgesamt als Beweis dafür, dass "lokal emissionsfrei nicht spassfrei" bedeutet. Im E-Cell sorgt ein intelligenter Allradantrieb mit je einem Antrieb pro Rad für Traktion und Dynamik, wobei der Antrieb nicht in der Radnabe, sondern dicht an der Längsachse des Fahrzeugs sitzt.
Die Afalterbacher sind aber nicht nur mit kompletten Fahrzeugen erfolgreich. 2011 wurden rund 25 Prozent oder 300 000 Mercedes-Benz mit dem AMG-Sportpaket ausgeliefert. Beachtliche Erfolge meldet auch die AMG Driving Academy. In zehn Ländern haben 2011 rund 7000 Teilnehmer die Chance genutzt, auf der Rennstrecke Erfahrungen mit ihren Autos zu sammeln. Die Academy führt in verschiedenen Schritten bis hin zur Sportfahrerlizenz.
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