Akute Lymphozytenleukämie: Beeindruckende Ergebnisse mit monoklonalem Antikörper Blinatumomab bei Patienten mit refraktärer Erkrankung
ID: 660275
Während des 17. Kongresses des Europäischen Hämatologieverbandes
in Amsterdam präsentiert Professor Max Topp der Universität Würzburg
(Deutschland) beeindruckende Ergebnisse mit einem bispezifischen
Antikörper für Patienten mit akuter Lymphozytenleukämie.
Die Phase-2-Dosierungsstudie MT103-206 evaluierte die Effizienz,
Sicherheit und Toleranz von Blinatumomab bei erwachsenden Patienten
mit B-Vorläufer akuter Lymphozytenleukämie, die bei vorherigen
Behandlungen mit standardmässiger Chemotherapie oder allogener
Stammzelltransplantation einen Rückfall hatten. Die Patienten
erhielten für 28 Tage Blinatumomab, gefolgt von zwei Wochen
Behandlungspause bei einem Behandlungszyklus von insgesamt sechs
Wochen für bis zu fünf Behandlungszyklen. Die Patienten erhielten
eine kontinuierliche intravenöse Infusion mit Blinatumomab mit einer
anfänglichen Dosis von fünf oder 15 Mikrogramm/m2 pro Tag. Die Dosis
wurde im Verlauf der Behandlung auf 30 Mikrogramm gesteigert. Der
primäre Endpunkt der Studie war die Rate der vollständigen Remission
(Complete Remission, CR) und vollständige Remission mit teilweiser
hämatologischer Erholung (Complete Remission with partial hematologic
Recovery, CRh*). Zu den sekundären Endpunkten gehören die molekulare
Ansprechrate, Reaktionsdauer und allgemeine Überlebensquote. Alle 36
Patienten konnten nach Effizienz und Sicherheit ausgewertet werden.
26 der 36 mit Blinatumomab behandelten Patienten (72 %)
erreichten durch alle getesteten Dosen und Pläne hindurch CR/CRh*.
Alle bis auf zwei Patienten erreichten eine molekulare Reaktion. Das
heisst, es gab keinen Nachweis auf Leukämiezellen bei der
Polymerasen-Kettenreaktion. Zu den häufigsten Nebeneffekten gehörten
Pyrexie, Kopfschmerzen und Tremor. Medizinisch wichtige
Sicherheitsereignisse waren das reversible Zytokinfreisetzungssyndrom
und unerwünschte ZNS-Ereignisse.
Zurzeit der Analyse lag die mittlere Überlebensrate bei 9,0 (8,2;
15,8) Monaten mit einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 10,7
Monaten. Die mittlere Reaktionszeit der 26 Patienten, die auf die
Behandlung ansprachen, lag bei 8,9 Monaten.
Informationen über den jährlichen EHA-Kongress
Nach 16 Kongressen mit steigenden Teilnehmerzahlen findet der 17.
Kongress der EHA in Amsterdam statt. Die Hämatologie ist ein
Spezialgebiet der Medizin, in dem sich mit allem rund um das Thema
Blut auseinandergesetzt wird: Der Ursprung vom Blut im Knochenmark,
Blutkrankheiten (bei der Herstellung) und deren Behandlung. Auf dem
Kongress werden die neuesten Forschungs- und Entwicklungsdaten aus
dem breiten Gebiet der Hämatologie präsentiert.
Pressekontakt:
Ansprechpartner: EHA Executive Office, Ineke van der Beek, Jon
Tarifa, E-Mail: press@ehaweb.org, Mobil: +31(0)6-2011-1055.
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Datum: 15.06.2012 - 11:13 Uhr
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