Zum Bilderstreit: "Joachim Löw und der Balljunge" / ZDF-Chefredakteur Peter Frey: "Das entspricht nicht unseren journalistischen Standards"
ID: 660640
Deutschland am Mittwochabend, 13. Juni 2012, eingeblendeten Bildern
von Bundestrainer Joachim Löw und dem Balljungen erklärt
ZDF-Chefredakteur Peter Frey: "Schon im ZDF-Interview unmittelbar
nach dem Spiel hat Jogi Löw deutlich gemacht, dass sich die Szene mit
dem Balljungen vor und nicht während des Spiels zugetragen hat. Auf
die Gestaltung des Weltbildes bei der EM haben wir keinen Einfluss.
Wir haben bei der UEFA moniert, dass tatsächlich der Anschein erweckt
wurde, es handele sich um Live-Bilder. Das entspricht nicht unseren
journalistischen Standards. Wir erwarten von der UEFA, dass sie uns
künftig darauf hinweist, ob sie während einer Live-Übertragung
aufgezeichnetes Material verwendet."
Bei großen Sportereignissen wie einer Europa- oder
Weltmeisterschaft oder auch bei den Olympischen Spielen ist es
üblich, dass der Veranstalter - im aktuellen Fall die UEFA - eine
Produktionsfirma beauftragt, die ein sogenanntes Weltbild anbietet.
Sportchef Dieter Gruschwitz erläutert, dass man das Bildangebot nicht
korrigieren, sondern allenfalls ergänzen kann: "Wir können nur bei
dem einen oder anderen Spiel, bei dem wir mit zusätzlichen eigenen
unilateralen Kameras vertreten sind, und über entsprechende
Positionen und Perspektiven verfügen, das Randgeschehen einschneiden.
Das machen wir auch, wenn wir es für journalistisch notwendig
erachten."
http://twitter.com/zdfsport
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Datum: 15.06.2012 - 15:37 Uhr
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