Steuern statt Entlastung für Autofahrer: Politik verteuert KFZ-Versicherung
Wechselkennzeichen ab 1. Juli entpuppen sich als Flop / Regierung will Selbstbehalt bei KFZ-Versicherung versteuern / Neben steuerlicher Mehrbelastung kommt mit derÄnderung des Versicherungssteuergesetzes zusätzliche Bürokratie auf Verbraucher und Versicherungsgesellschaften zu, warnt TARIFCHECK24
Tarifcheck24.de ist mit rund 25 Millionen Nutzern im Jahr eines der führenden unabhängigen Versicher(firmenpresse) - Hamburg / Wentorf, 21. Juni 2012 - "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach", so die einhellige Meinung von Verbraucherschützern und der Versicherungswirtschaft über die zum 1. Juli 2012 eingeführten Wechselkennzeichen. Der Grund: Enge gesetzliche Vorgaben, hohe Gebühren und zusätzliche Bürokratie sorgen dafür, dass kaum ein KFZ-Halter von der Neuregelung profitiert. Im Gesetzgebungsprozess wurde der angekündigte große Wurf vollkommen verwässert.
"Statt wie ursprünglich vorgesehen, dürfen jetzt nur noch zwei statt drei Fahrzeuge mit dem Wechselkennzeichen betrieben werden, die zudem noch einer Klasse angehören müssen. Rechnet man noch die als Gebühr verlangten 105 Euro hinzu, dann fällt die versprochene Entlastung praktisch vollkommen flach", kommentiert Jan Schust, Vorstand von TARIFCHECK24 (www.tarifcheck24.com), seit mehr als zehn Jahren eines der führenden Versicherungs- und Finanzportale mit mehr als 25 Millionen Nutzern im Jahr.
Regierung will Selbstbehalt bei der KFZ-Haftpflichtversicherung besteuern
Auch eine weitere Regelung bringt die Verbraucher wie Versicherungs- und Automobilwirtschaft gegen die Politik auf: Der bereits am 23. Mai vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zur Änderung des Versicherungssteuergesetzes sieht vor, dass der tatsächlich getragene Selbstbehalt bei einem regulierten Schaden unter die Versicherungssteuer fällt.
Erwartet wird, dass Bundestag und Bundesrat trotz starkem Widerstands der Neuregelung spätestens im November zustimmen werden. "Damit ist eine direkte und indirekte Verteuerung vorprogrammiert. Direkt, weil die Steuern gezahlt werden müssen, indirekt, weil die Kosten des großen und unverhältnismäßigen Bürokratieaufwandes letztlich an die KFZ-Halter weitergegeben werden", sagt Versicherungsprofi Jan Schust.
Von der Politik haben KFZ-Halter wenig zu erwarten
Einziger Lichtblick bei der Änderung des Versicherungssteuergesetzes ist die kommende Steuerfreiheit für Elektroautos. "Sicherlich ein gutes Signal, von dem aber mehr als 99 Prozent der Deutschen nicht profitieren werden", gibt Jan Schust zu bedenken. "Der durchschnittliche Auto- oder Motorradfahrer hat in finanzieller Hinsicht von der Politik wenig bis nichts zu erwarten."
Stattdessen bleibt ihm nur das übrig, was für immer mehr Deutsche bereits zur Routine geworden ist: Jährlich die Tarife der verschiedenen KFZ-Versicherungen auf Internetseiten wie etwa www.tarifcheck24.com/kfz-versicherung/vergleich/ zu vergleichen und anschließend zur individuell günstigsten KFZ-Versicherung zu wechseln. Auf diese Weise kann der KFZ-Halter zwar nicht die Politik ändern, aber zumindest im Alleingang seinen eigenen Geldbeutel spürbar entlasten.
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Datum: 21.06.2012 - 10:20 Uhr
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