M&A hoch im Kurs / Deloitte-Studie: Mittelständler suchen nach passenden Target-Unternehmen
ID: 666186
Acquisitions im Mittelstand" bewertet eine deutliche Mehrheit der
befragten Mittelständler das Thema M&A als besonders aktuell und geht
von einem weiteren Anstieg aus. Die Unternehmen sehen M&A als Chance
für externes Unternehmenswachstum, behalten aber auch die Risiken,
wie Sicherheitsabstand im finanziellen Bereich und begrenzte
finanzielle Mittel, im Blick. Große praktische Erfahrungen weisen in
mittelständischen Unternehmen besonders Mitglieder von Leitungs- und
Aufsichtsgremien auf - im Vergleich zu Großunternehmen allerdings mit
Nachholbedarf. Mittelständler binden M&A-Aktivitäten als Instrument
der Unternehmensentwicklung in ihre Strategie ein. Besonders
Wachstums- und Wettbewerbsstrategien spielen hier eine Rolle. Umsatz-
und Komplementärziele stehen im Vordergrund, Kostenargumente hingegen
weniger. Bei der Finanzierung setzt die Mehrheit auf Eigenkapital,
bevorzugt aus dem eigenen Cashflow.
"M&A wird bei mittelständischen Unternehmen immer alltäglicher, es
findet eine Professionalisierung statt. Auch zukünftig werden sich
die Mittelständler mit der wachsenden Komplexität, Dynamik und
Globalisierung in der Unternehmensumwelt auseinandersetzen müssen",
kommentiert Jürgen Reker, Partner und Leiter Mittelstand bei
Deloitte.
M&A-Marktumfeld im Mittelstand
Eine deutliche Mehrheit der Befragten bewertet die Aktualität von
M&A-Transaktionen als hoch bzw. sehr hoch, denn deren Bedeutung
steigt. Sie werden in der Zukunft notwendig, um im globalen
Wettbewerb zu bestehen. Der Mittelstand zieht Akquisitionen
Zusammenschlüssen klar vor: So kann die andere Partei durch den
Käufer leichter gesteuert und einfacher in bestehende Strukturen
integriert werden.
29 Prozent der Befragten sehen das Marktumfeld als wichtigen
externen Einflussfaktor von M&A, daneben den Kapitalmarkt und den
Wettbewerb. Als weniger signifikant schätzen die Manager Konjunktur,
politische und technologische Entwicklungen sowie die Globalisierung
ein. Zu den internen Einflussfaktoren zählen strukturelle und
strategische Veränderungen sowie die Nachfolgethematik.
Das A & O
Neben theoretischem Wissen ist die praktische Erfahrung maßgeblich
bei M&A-Prozessen. M&A-Transaktionen sind für den Mittelstand eine
Situation außerhalb des Alltagsgeschäfts. Besonders erfahren sind
Mitglieder von Leitungs- und Aufsichtsgremien, die aber im Vergleich
zu Großunternehmen noch Nachholbedarf zeigen. Insgesamt behandeln
Mittelständler M&A risikoaverser als Großunternehmen. 87 Prozent
gaben an, bereits eine Transaktion abgebrochen zu haben, teilweise
sehr spät im Verhandlungsprozess.
Ziele sind Umsatz und Ressourcen wie Produkt-Komplementarität,
Kundenzugang, Technologie und Mitarbeiter. Finanzwirtschaftliche
Ziele beinhalten vor allem Rendite oder Steuervorteile, welche
allerdings nicht im Mittelpunkt stehen.
Branche und internationales Umfeld
Die Branche ist für 97 Prozent der Mittelständler entscheidendes
Auswahlkriterium beim Zielunternehmen, gefolgt vom Geschäftsfeld
(84%) und der Region (77%). Ebenfalls relevant sind die
Finanzkennzahlen sowie die Unternehmensgröße. Die Hälfte der
Befragten sucht potenzielle Kandidaten im internationalen Raum, nur
wenige präferieren ein Zielunternehmen im regionalen Umfeld.
Trend zur finanziellen Unabhängigkeit
Bei der Finanzierung zeigt sich: Die überwiegende Anzahl der
Mittelständler (60%) nutzt Eigenkapital - nur 40 Prozent
Fremdkapital. Mit Eigenkapital können M&A-Prozesse schneller
vollzogen werden, ohne die finanzielle Unabhängigkeit aufzugeben.
Bevorzugt nutzen die Unternehmen ihren Cashflow zur Finanzierung
einer Transaktion. Alternative Finanzierungsinstrumente wie
Schuldscheine oder Anleihen benutzen sie nur vereinzelt.
"Auffällig ist, dass die Vorbereitungs- und Integrationsphase in
der Praxis häufig unterschätzt wird. Eine wichtige Bedeutung kommt
auch der Post-Merger-Integration zu. Denn auch nach Abschluss der
Transaktion bleibt der M&A-Prozess spannend und riskant zugleich.
Häufig ist das Misserfolgsrisiko der Unternehmensintegration deutlich
höher als die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss", merkt Reker
an.
Den kompletten Report finden zum Download unter
http://ots.de/nkbYBm
Ende
Über Deloitte
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für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit
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Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen
unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. "To be the Standard of
Excellence" - für rund 195.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies
gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.
Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige
Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und
kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das
herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten
bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu
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Datum: 25.06.2012 - 10:38 Uhr
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