BMZ und KfW stärken den asiatischen Mikrofinanzsektor mit 100 Mio. USD

BMZ und KfW stärken den asiatischen Mikrofinanzsektor mit 100 Mio. USD

ID: 669275
(ots) -

- Mehr Einkommen, Beschäftigung und Wachstum für kleine und
mittlere Unternehmen und Privathaushalte in Asien
- Finanzdienstleistungen maßgeschneidert für das jeweilige Land

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) und der Geschäftsbereich Entwicklungsbank der KfW
haben heute in Frankfurt am Main den Startschuss für den
Finanzierungsfonds MIFA Debt Fund gegeben. Es ist der erste Fonds,
der sich ausschließlich auf die Refinanzierung asiatischer nachhaltig
operierender Mikrofinanzinstitutionen konzentriert. Für die Vergabe
von Kleinkrediten an kleinste, kleine und mittlere Unternehmen sowie
private Haushalte mit geringem Einkommen stehen in den nächsten
Jahren bis zu 100 Mio. USD zur Verfügung.

"Mikrokredite sind ein bewährtes Instrument, das wir mit dem MIFA
Debt Fund für Asien weiter stärken. Mikrokredite geben Menschen die -
oft bescheidenen - Mittel an die Hand, um sich selbst durch
Eigeninitiative, also durch Unternehmensgründung, durch den Aufbau
einer wirtschaftlichen Existenz aus der Armut zu befreien", sagte
Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung.

"Wir sind der Überzeugung, dass Finanzierungsangebote für kleine
Unternehmen und die Entwicklung des noch schwachen Bankensektors in
den asiatischen Ländern, zum Beispiel in Afghanistan, Kirgistan,
Laos, der Mongolei, Nepal, Pakistan, Tadschikistan und Vietnam
erheblich zur Armutsminderung und zur wirtschaftlichen Stabilität
dort führen werden," sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des
Vorstands der KfW Bankengruppe.

Der Mikrofinanzsektor in Asien ist in vielen Ländern noch stark
unterentwickelt. 80 Prozent der unter der Armutsgrenze in Asien
lebenden Menschen haben keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen.


Durch den Fonds soll der Finanzsektor gestärkt und damit mehr
Menschen erreicht werden. Eine breite Palette an Finanzprodukten soll
die Versorgungslücken je nach Entwicklungsstand des jeweiligen Landes
adäquat schließen. Der Fonds wird einen Schwerpunkt auf
Finanzierungen in Lokalwährung, Nachrangdarlehen und in die
Erreichung von jungen Mikrofinanzinstitutionen legen. Er ist sowohl
öffentlichen als auch privaten Investoren zugänglich.

Private Haushalte und Unternehmen erhalten über ihre Hausbanken
günstige, aber marktgerechte Kredite. Die lokalen Hausbanken und
Mikrofinanzinstitutionen refinanzieren sich hierfür beim MIFA Debt
Fund. Der Fonds wird als sogenannter Strukturierter Fonds mit
verschiedenen Risikotranchen aufgestellt und bietet so auch privaten
und halbstaatlichen Investoren Anlagemöglichkeiten. Durch diese
Dritt- und Marktmittel sowie durch Rückflüsse und Zinserträge werden
die Finanzierungspotenziale vervielfacht.

Der deutsche Beitrag beläuft sich auf bis zu 28 Mio. EUR, darunter
Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 16 Mio. EUR. Als weiterer Investor
werden sich die Europäische Union mit 9 Mio. EUR und der IFC mit
16,25 Mio. USD beteiligen. Weitere potenzielle Investoren sollen in
den nächsten drei Jahren folgen.

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