Das DRK setzt sich für striktere Prüfung bei Waffenexporten ein
ID: 670735
Das DRK setzt sich für striktere Prüfung bei Waffenexporten ein
"Die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass der Waffenhandel überall auf der Welt verboten ist, wenn zu erwarten ist, dass der Empfänger der Waffen vorhat, Kriegsverbrechen damit zu begehen", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
Bei einer diplomatischen Konferenz über ein internationales Waffenhandelsabkommen, die vom 2. bis 27. Juli bei den Vereinten Nationen in New York stattfindet, könnte sich die internationale Rechtslage ändern. Das internationale Waffenhandelsabkommen soll ein flächendeckender globaler Vertrag werden, der bindende Standards für den internationalen Handel mit konventionellen Waffen und Munition festlegt.
"Es ist eine historische Möglichkeit für ein erstes, globales Waffenhandelsabkommen", so DRK-Präsident Seiters.
Als Vertragsstaaten der Genfer Abkommen von 1949 haben alle Staaten die Pflicht, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und durchzusetzen. Waffen und Munition dürfen nicht an Personen gelangen, von denen erwartet werden kann, dass sie damit Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht begehen. Solche Verstöße sind zum Beispiel die Bewaffnung von Kindersoldaten oder direkte Angriffe auf Zivilpersonen.
Das Rote Kreuz setzt sich dafür ein, dass das Waffenhandelsabkommen die Weitergabe von Waffen und Munition verbietet, wenn ein derartiger Verdacht besteht. Das Abkommen soll Staaten dazu verpflichten zu prüfen, ob ein erhebliches Risiko für Völkerrechtsverletzungen im Empfängerland besteht. Ist dies der Fall, soll der Transfer nicht genehmigt werden.
Wichtig ist, dass ein internationales Waffenhandelsabkommen nicht nur die Weitergabe von Waffen, sondern auch den Handel mit Munition umfasst. Wäre Munition vom Vertrag ausgenommen, würde dessen kurz- und mittelfristige Wirkung untergraben. Bereits jetzt sind unzählige konventionelle Waffen im Umlauf; allerdings hängt der Schaden, der damit angerichtet werden kann, entscheidend davon ab, dass fortwährend Munition nachgeliefert wird.
"Wenn der Handel mit Waffen reguliert wird, aber nicht der Handel mit Munition, dann bleiben wir auf halber Strecke stehen", sagt DRK-Präsident Rudolf Seiters.
Ansprechpartner
DRK-Pressestelle
Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de
Fredrik Barkenhammar
Tel. 030-85404 155
barkenhf@drk.de
Stephanie Krone
Tel. 030 85404 161
krones@drk.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 29.06.2012 - 16:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 670735
Anzahl Zeichen: 3111
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 288 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Das DRK setzt sich für striktere Prüfung bei Waffenexporten ein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Rotes Kreuz (DRK) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Sommer ist da - und viele Familien fahren ans Wasser. Ertrinken ist bei Kindern aber die zweithäufigste Todesursache. Deshalb gibt die DRK-Wasserwacht praktische Tipps, wie beim Badeurlaub alle gesund und munter bleiben. Schwimmen lernen Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, wei
DRK und Frauen-Nationalmannschaft rufen zu SMS-Spenden für die Flutopfer auf ...
Zum Spiel der Frauen-Nationalmannschaft gegen Japan am morgigen Samstag, den 29. Juni, in der Münchner Allianz Arena rufen das Deutsche Rote Kreuz und der DFB zu Spenden für die Flutopfer auf. Einfach und schnell können Fans im Stadion per SMS 5 Euro an das DRK versenden. DRK-Präsident Dr.
12,5 Millionen Euro Spenden für die Hochwasser-Hilfe ...
Das Hochwasser ist noch nicht vorbei. Rund 1.500 DRK-Kräfte sind weiterhin im Einsatz, um den vom Hochwasser betroffenen Menschen zu helfen - knapp 2.000 Menschen werden in Sachsen-Anhalt noch in DRK-Notunterkünften versorgt. Unterstützt wird das DRK dabei durch Tausende von Spendern. Privatper
Weitere Mitteilungen von Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Kosten für ?Pflege-Bahr? dürfen nicht an der Rentenversicherung hängen bleiben ...
Zum heutigen Beschluss eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung erklären die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Anette Kramme und der zuständige Berichterstatter Anton Schaaf: Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) will die Bundesregierung die kapitalged
Verbesserungen für Menschen mit Behinderung in der Pflege ...
Häusliche Pflege und familiäre Kontakte gestärkt Mit der Verabschiedung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG) am heutigen Freitag hat die Koalition auch die Situation für Menschen mit Behinderung verbessert. Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Mi
Bundestag beschließt das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz ...
Berlin, 29. Juni 2012 Der Deutsche Bundestag hat heute das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz in 2./3. Lesung beschlossen. Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: "Zum ersten Mal erhalten Menschen mit Demenz, die bisher kaum oder gar nicht berücksichtigt wurden, Leistungen der
GenScript mit CRO Leadership Award 2012 ausgezeichnet ...
GenScript USA Inc., ein führendes Biotech-Unternehmen, meldet voller Stolz, dass GenScript den CRO Leadership Award in zwei verschiedenen Kategorien erhalten hat: Produktivität und Regulierung. Life Science Leader vergibt diese Auszeichnungen auf Grundlage der detaillierten Umfragen von NICE INSIG




