Neue OZ: Kommentar zu Zypern/ EU-Ratspräsidentschaft
ID: 671367
Ausgerechnet Zypern. Die EU-Ratspräsidentschaft der Inselrepublik
ist eine weitere Bürde in ohnehin schweren Zeiten. Denn die Zyprer
mussten, nachdem sie über Jahrzehnte stetig wachsenden Wohlstand
genossen hatten, vor wenigen Tagen selbst Gelder beim Rettungsfonds
und Internationalen Währungsfonds beantragen.
Schuld daran ist vor allem die enge wirtschaftliche Verflechtung
mit dem größten europäischen Sorgenkind Griechenland. Rund 25
Milliarden Euro haben zyprische Banken an griechische Schuldner
verliehen. Wenn sie nicht wenigsten einen Teil dieses Geldes
zurückbekommen, droht auch dem Inselstaat der Untergang.
Vor diesem Hintergrund dürfte sich das Versprechen der Regierung
in Nikosia, die Präsidentschaft nicht als Hebel für die eigenen
Interessen zu nutzen, schon bald als leeres Versprechen erweisen. So
etwa bei den anstehenden Verhandlungen über den mittelfristigen
Budgetrahmen der EU von 2014 bis 2020, bei denen es zu harten
Verteilungskämpfen zwischen Nettozahlern und -empfängern kommen
dürfte. Da es dabei für die Zyprer auch um das eigene Überleben geht,
ist es schon fast naiv zu glauben, sie könnten sich während der
Gespräche vor allem von der Verantwortung für das Ganze leiten
lassen. So fordern der CDU-Wirtschaftsrat und auch andere mit gutem
Grund, der Republik Zypern den EU-Vorsitz zu entziehen, damit der
Hund nicht zum Wurstverwalter werde. Allerdings hat die
EU-Präsidentschaft ohnehin gegenüber früher an Bedeutung verloren.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.07.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 671367
Anzahl Zeichen: 1828
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Zypern/ EU-Ratspräsidentschaft"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der sächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Michael Kretschmer hat die Brandmauer-Debatte in seiner Partei erneut scharf kritisiert. "Der Begriff der Brandmauer nutzt den Rechtsextremen enorm. Sie können die Märtyrer geben. Sie stellen sich als politische Kraft dar
Kretschmer gegen Rasenmäher-Kürzungen und offen für Steuererhöhungen / CDU-Vize: Für Gesamtpaket muss sich auch die Union bewegen ...
Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vize Michael Kretschmer hat Pläne für pauschale Subventionskürzungen kritisiert und für ein Gesamtpaket auch mit Steuererhöhungen als "letzten Baustein" geworben. "Die Rasenmäher-Methode ist keine kluge Politik. Wir müssen den Wählern schon
Ex-Ministerpräsident Torsten Albig rät SPD zum Einreißen der Brandmauer zur AfD ...
Als erster prominenter SPD-Politiker rät Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Torsten Albig seiner Partei, die Brandmauer zur AfD einzureißen. "Wenn 30 Prozent diese Partei wählen, können wir nicht auf Dauer so tun, als wäre das die Ausgeburt der Hölle", sagte Albig der &
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Weser-Kurier:Über Ägyptens neuen Staatschef Mursi schreibt der "Weser-Kurier" in seiner Ausgabe vom 2. Juli 2012: ...
Der Anfang war schon nicht schlecht. Mohamed Mursi scheint es ernst mit dem Vorsatz, ein Bürgerpräsident sein zu wollen. Zähneknirschend gab er zwar dem Diktat der Militärs nach, seinen Amtseid im Verfassungsgericht zu schwören. Aber am Abend zuvor hatte er seine eigene Show am Tahrir. Der P
Weser-Kurier:Über Zyperns EU-Präsidentschaft schreibt der "Weser-Kurier" in seiner Ausgabe vom 2. Juli 2012: ...
Das Prädikat historisch hat Zyperns EU-Vorsitz schon verdient, bevor er richtig beginnt: im negativen Sinne. Denn der Inselstaat soll die Gemeinschaft führen, obwohl er selbst Euro-Rettungshilfen zum Überleben braucht. Das hat es noch nie gegeben. Ausgerechnet ein Ertrinkender muss die Währu
Neues Deutschland: zur Lage in und um Syrien ...
Die gute Nachricht: Die Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrats sind sich in der Beschlusslage zu Syrien erneut einig. Die schlechte Nachricht: Es ist absehbar, dass sich für die Syrer wieder nichts ändern wird. Bereits im April wurden die UN-Beobachtermission in Syrien und der Sechs-Punkte-Plan v
Mexiko ist gegen Auswirkungen der Schuldenkrise gut gewappnet /Öffnung des Ölsektors nach den heutigen Präsidentschaftswahlen? ...
Ein Wirtschaftswachstum von prognostizierten 4% in 2012, hohe und weiter steigende Devisenreserven sowie eine geringe Staatsverschuldung: Die makroökonomischen Zahlen von Mexiko sind beneidenswert. Wenn im Dezember der neu gewählte Präsident sein Amt antritt, wird er vom jetzigen Staatsoberh




