eco Umfrage: Mobile Geschäftsprozesse sind im Mittelstand angekommen
ID: 671782
verstanden: Entgegen früherer Umfragen sehen sie mobiles Arbeiten
heute nicht mehr nur als Synonym für mobiles Internet und E-Mail. Für
eine große Mehrheit von 70 Prozent bedeutet es den mobilen Zugriff
auf die Unternehmensdaten für den Vertrieb oder aus dem
Rechnungswesen. Das hat eine Umfrage der Kompetenzgruppe Mobile des
eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft ergeben. Unternehmen
lernen hier von den eigenen Mitarbeitern: Mit knapp einem Drittel
Smartphone-Anteil bei den Handys und intensiver Nutzung von
Datendiensten (Apps) im Privatsektor bringen sie die "mobile
Revolution" an den Arbeitsplatz.
"Es kann endlich losgehen mit Mobile Enterprise, da die
Unternehmen die Vorteile erkannt haben und die Kosten im Griff sind",
resümiert Dr. Bettina Horster, Vorstand bei der VIVAI Software AG und
Direktorin Mobile bei eco. Trotzdem bestehen weiterhin Barrieren bei
der Einführung mobiler Geschäftsprozesse. Hier nennen die Befragten
Sicherheit (53 %) und Probleme bei der Konzeption einer mobilen
Lösung (42 %). "Hier bietet sich für die Anbieter noch ein weites
Betätigungsfeld", so Dr. Bettina Horster.
Große Ernüchterung könnte indes bei den Mobilfunkbetreibern
einkehren, die stark auf das Thema Mobile Enterprise setzen, um ihre
Umsatzeinbußen bei den herkömmlichen Diensten zu kompensieren. Der
eco-Umfrage zufolge ist der wichtigste Lieferant für mobile
Businessanwendungen nicht ein Mobilfunkanbieter mit
branchenspezifischen Lösungen (28 %), sondern ein Spezialanbieter
(63%).
Im B2B- und B2C-Bereich mobiler Geschäftsprozesse sehen die
Befragten Anwendungen wie den mobilen Zugriff auf ERP- oder
CRM-Daten, M2M oder automatische Identifikationslösungen in
Logistikprozessen mit Bewertungen zwischen 40 und 54 Prozent als
relativ gleich wichtig an. Abgeschlagen mit nur 34 Prozent der
Antworten liegt jedoch Mobile Marketing - Endkunden über deren Handy
zu erreichen sehen sie nicht als Trend.
In Bezug auf die Außenkommunikation von Unternehmen zeigte die
Umfrage, dass 51 % der Befragten ihre Lösungen, Dienstleistungen und
Informationen eher per App anbieten würden als auf einer eigenen
mobilen Website (37 %). "Trotz der mangelnden Planbarkeit, wann und
ob überhaupt eine App erscheint, geben die Unternehmen hier den
Stores den Vorzug", sagt Dr. Bettina Horster.
Bei der Frage, für welches Stores programmiert werden soll, halten
nur noch 37 % der Teilnehmer das Apple-Betriebssystem plus Appstore
für die maßgebliche mobile Plattform, während 46 % auf Google Android
setzen. Microsoft/Nokia (12 %) und Samsung (5 %) landen mit großem
Abstand auf den hinteren Plätzen.
Die Umfrage "Mobile Geschäftsprozesse 2012" hat die
Kompetenzgruppe Mobile des eco bei der Veranstaltung "Mobile Trends
2012" unter 80 Experten durchgeführt. Die Veranstaltung hat eco
gemeinsam mit der IHK Düsseldorf ausgerichtet.
Weitere Informationen zum Kompetenzgruppe Mobile finden sich unter
http://mobile.eco.de. Die Auswertung der Befragung steht unter
http://mobile.eco.de/dokumente/ zur Verfügung.
eco (www.eco.de) ist seit über 15 Jahren der Verband der
Internetwirtschaft in Deutschland und vertritt deren Interessen
gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. Mit rund 600
Mitgliedsunternehmen gestalten wir das Internet: Wir entwickeln
Märkte, fördern Technologien und formen Rahmenbedingungen. In unserem
Kompetenz-Netzwerk befassen wir uns mit Infrastrukturfragen,
rechtlich-regulativen Aufgabenstellungen, innovativen Anwendungen und
der Nutzung von Inhalten.
Weitere Informationen:
eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., Lichtstr. 43h,
50825 Köln, Katrin Mallener, Tel.: 0221/700048-260, E-Mail:
katrin.mallener@eco.de, Web: www.eco.de
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Datum: 02.07.2012 - 12:27 Uhr
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