?Deutsche Luftverkehrsteuer ?Weiterentwickeln statt abschaffen!?

?Deutsche Luftverkehrsteuer ?Weiterentwickeln statt abschaffen!?

ID: 672165

"Deutsche Luftverkehrsteuer ?Weiterentwickeln statt abschaffen!"



(pressrelations) -
Luftverkehrsteuer ist erster Schritt in Richtung Klimaschutz und Subventionsabbau

Berlin - Nach Vorlage des Evaluierungsberichts der Bundesregierung zur
Luftverkehrsteuer fordern Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Evangelische Entwicklungsdienst, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), Germanwatch, Greenpeace und WWF Deutschland den Ausbau der deutschen Luftverkehrsteuer zu einem Instrument des Klimaschutzes. Basierend auf den Ergebnissen des Evaluierungsberichts wird sich nun der Deutsche Bundestag mit der Zukunft der Luftverkehrsteuer befassen müssen. Mit Blick auf das Drängen des Bundesverbandes der Deutschen Luftfahrtwirtschaft (BDL) die Luftverkehrsteuer abzuschaffen, hat das Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungsorganisationen die TU Chemnitz gebeten, die volkswirtschaftlichen Effekte der Luftverkehrsteuer in einem Gutachten zu überprüfen.

Das Gutachten der TU Chemnitz zeichnet ein anderes Bild der Auswirkungen der Luftverkehrsteuer als das des BDL: Weder ein Rückgang der Passagierzahlen noch eine Abwanderung zu Flughäfen im Ausland aufgrund der Luftverkehrsteuer sind nachweisbar. Auch stellt die Steuer keine Bedrohung für Arbeitsplätze dar. Das Gutachten belegt dagegen überzeugend einen längerfristigen Veränderungstrend in der deutschen Flughafenlandschaft: weg von kleinen und subventionierten Flughäfen mit einem hohen Anteil an Billigfliegern und zwar unabhängig davon, ob diese Flughäfen in Grenznähe liegen oder nicht. "Dieser Trend ist einerseits logisch, weil niemand wegen nur acht Euro Mehrkosten vom Ausland abfliegt, und andererseits erfreulich, weil dadurch national die Umsetzung eines klimafreundlicheren Flughafenkonzepts erleichtert wird," kommentiert Dr. Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND, dieses Ergebnis des Gutachtens. Auch nach Einführung der Luftverkehrsteuer und der Einbeziehung des Flugverkehrs in den europäischen Emissionshandel seit Januar 2012 wird der Luftverkehr in Deutschland noch immer mit 11,5 Milliarden Euro massiv subventioniert, insbesondere durch die Befreiung des Kerosins von der Mineralölsteuer und die Befreiung internationaler Flüge von der Mehrwertsteuer. Nach Auffassung der Umwelt- und Entwicklungsorganisationen ist die Luftverkehrsteuer daher nur ein erster Schritt zum Abbau der Subventionen für das mit Abstand klimaschädlichste Transportmittel Flugzeug.



Im Flugsektor bestehe dringender klimapolitischer Handlungsbedarf betont Heinz Fuchs, EED Tourism Watch: "Die CO2-Emissionen im deutschen Luftverkehr haben sich seit 1990 verdoppelt und machen die Einsparungen anderer Verkehrsträger zunichte. Und in der Frage globaler Klimagerechtigkeit gegenüber Entwicklungsländern, die verstärkt die Folgen des Klimawandels tragen müssen, besteht solange eine Lücke bis Flugreisende ihre Umweltkosten selbstverständlich selbst tragen."

Das Bündnis von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordert daher nicht nur die Beibehaltung der Luftverkehrsteuer, sondern auch deren klimawirksame und gerechte Weiterentwicklung. Dazu empfiehlt das Bündnis eine Anhebung der Sätze der Luftverkehrsteuer bei gleichzeitiger Staffelung nach Entfernung und Sitzklassen. Zugleich sollte die deutsche Luftverkehrsteuer genutzt werden, um europäische Lösungen zum Abbau der Subventionen im Luftverkehr voranzutreiben und damit die dringend benötigte ökologische Lenkungswirkung zu erreichen. Die Einnahmen der Luftverkehrsteuer sollten dem Verursacherprinzip entsprechend verstärkt für die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern eingesetzt werden.


Kontakt:
Jörn Ehlers
Leiter der Pressestelle, Berlin
Tel.: 030 311777-422
joern.ehlers@wwf.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Volkswagen bei der Silvretta Classic 2012 Damit das Auto im Urlaub nicht liegenbleibt: So machen Sie Ihre Batterie fit
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 02.07.2012 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 672165
Anzahl Zeichen: 4022

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 325 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"?Deutsche Luftverkehrsteuer ?Weiterentwickeln statt abschaffen!?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

WWF - World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stillstand beim bayerischen Wolfsmanagement ...
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert, endlich dafür Sorge zu tragen, dass der l

Ringen um weltgrößtes Meeresschutzgebiet gescheitert Russland blockiert internationale Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (CCAMLR) konnte sich nicht darauf einigen, die weltw

Urteilsspruch mit Tiefenwirkung: BVerwG lässt Gewässerschutz europäisch überprüfen ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor


Weitere Mitteilungen von WWF - World Wide Fund For Nature


Volkswagen bei der Silvretta Classic 2012 ...
Classic meets Future: In den österreichischen Alpen gehen Volkswagen Klassiker gemeinsam mit vier Golf Blue-e-Motion an den Start Wolfsburg, 02. Juli 2012 - Die Silvretta Classic Rallye Montafon ist die einzigartige Kombination aus klassischer Rallye und einem Wettbewerb für elektrisch angetr

DB Schenker Rail UK wird ab Ende 2013 London Gateway bedienen ...
DB Schenker Rail UK wird mit Leistungen im Schienengüterverkehr ab dem neuen Tiefseehafen mit dem angeschlossenen Logistikpark London Gateway betraut. Das gaben heute DP World London Gateway und DB Schenker in einer gemeinsamen Erklärung in London bekannt. London Gateway, das zum leistungsfähigst

Den Fluggast im Sinn: airberlin mit Komfortoffensive auf der Langstrecke ...
Um ihren Fluggästen ein Maximum an Komfort und Service zu bieten, verbessert Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft kontinuierlich ihr Produkt ? vom Design der Flugkabine über die Bordverpflegung bis hin zum Unterhaltungsprogramm. Im Zuge des erweiterten Flugangebots insbesondere nach N

Erweiterte Lkw-Fahrverbote / Vorfahrt für Autourlauber / ADAC nennt die wichtigsten Bestimmungen ...
Einige Länder Europas verhängen in der Hauptreisezeit ein zusätzliches Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen sowie für Lkw mit Anhänger. Mit dieser Maßnahme werden Straßen entlastet und Reisenden der Vortritt gewährt. Hier können Autofahrer laut ADAC mit Entlastung rechnen: Auf den w


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z