Rund 95 Prozent der deutschen Waldorfschulen verfügen laut Umfrage des Bundes der Freien Waldorfschulen über eine tägliche Schulverpflegung
Stuttgart, 11. Juli 2012/CMS. Wie eine Umfrage des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) ergab, bieten rund 95 Prozent der deutschen Waldorfschulen ihren Schülerinnen und Schülern täglich ein warmes Mittagessen an. Knapp vier Fünftel der Schulen verarbeiten dabei zu mindestens 50 Prozent biologische beziehungsweise sogar biologisch-dynamische Lebensmittel; knapp ein Drittel setzt Ehrenamtliche in den Schulküchen ein.
Salat für das Mittagessen kommt in den Waldorfschulen oft aus dem eigenen Schulgarten(firmenpresse) - Waldorfschulen fühlen sich dem Ansatz der Salutogenese (Gesunderhaltung) verpflichtet, weshalb ein wichtiger Bestandteil die regelmäßige gesunde Ernährung für die Schülerinnen und Schüler ist. Doch sie umfasst in der Gemeinschaft noch deutlich mehr, wie Spitzenkoch Dietmar Hagen von Essenszeit (www.essenszeit.com) auf den Punkt bringt: „Kochen und Essen erziehen zu Achtsamkeit und stellen einen sozialen Wert an sich dar“. Bei der Umfrage des BdFWS beteiligten sich 203 Schulen (87 Prozent), von denen 191 Schulen über eine tägliche Schulverpflegung verfügen – die anderen Schulen sind zum größten Teil Waldorfschulen im Aufbau und planen für die nahe Zukunft auch ein regelmäßiges Mittagessensangebot.
77,3 Prozent der teilgenommenen Schulen bieten zu mindestens 50 Prozent biologisches Essen an, bei 18, 7 Prozent der Schulen darf sich die Schulgemeinschaft über ein 100-prozentiges Bioessen freuen. 180 Schulen (88,7 Prozent) greifen zumindest in Teilen auf biologische Lebensmittel für ihre tägliche Schulverpflegung zurück.
Rund 43 Prozent der Schulen folgen bei ihrer täglichen Schulverpflegung auch dem Regionalprinzip mit größtmöglicher Konsequenz, in dem sie für die Schulküche Gemüse und Kräuter aus dem eigenen ortsansässigen Schulgarten mit verwenden. Dass dies durchaus Vorbildcharakter hat, beweist der kürzlich der Freien Waldorfschule Minden verliehene Blue Skies Award 2012 für das Projekt „Vom Schulacker auf den Mensatisch“ (http://bit.ly/NCJMVO).
Nicht nur am 4. Juli, dem Tag des Ehrenamts, spielt das ehrenamtliche Engagement in den Waldorfschulküchen eine wichtige Rolle, denn 30 Prozent der Schulen setzen täglich eine oder mehrere Ehrenamtliche für sämtliche anfallenden Tätigkeiten rund um die Schulverpflegung ein. Dabei handelt es sich vorwiegend um Eltern, ohne deren zivilgesellschaftliche Initiative Waldorfschule heute wie damals nicht möglich wäre.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die derzeit 231 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr.
Celia Schönstedt
Pressesprecherin
Bund der Freien Waldorfschulen
Wagenburgstr. 6
70184 Stuttgart
Tel. +49(0)711 210 42 40
pr(at)waldorfschule.de
Datum: 11.07.2012 - 16:14 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Ernährung
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 11.07.2012
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