Roland Berger-Studie zu Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement ("Diversity&Inclusion"): Deutsche Firmen fördern seltenältere oder ausländische Mitarbeiter
95 Prozent der Unternehmen nehmen Diversity&Inclusion (D&I) ernst und definieren konkrete Maßnahmen In 76 Prozent der Firmen kümmern sich eigens dafür eingestellte Mitarbeiter um D&I-Projekte Allerdings fokussieren 80 Prozent der Befragten ausschließlich auf FrauenförderungÄltere, erfahrene Mitarbeiter sowie ausländische Kollegen werden in den Unternehmen seltener gefördert Nur knapp ein Drittel der Firmen messen den Erfolg ihrer D&I-Maßnahmen
"Die Notwendigkeit von D&I-Programmen ist mittlerweile unbestritten und dies ist ein großer Fortschritt im Vergleich zum D&I-Management noch vor fünf Jahren", sagt Carolin Griese-Michels, Leiterin des Geschäftsbereichs Corporate Responsibility bei Roland Berger Strategy Consultants. "Aber die einzelnen Programme laufen ins Leere, wenn sie nicht auf die verschiedenen Ziele abgestimmt sind und systematisch gemessen werden. Nur so können Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil erzielen."
D&I lohnt sich
Die Investitionen in gezielte D&I-Maßnahmen lohnen sich: Laut Roland Berger-Experten liegt das jährliche Einsparpotenzial für die deutsche Wirtschaft bei rund 21 Milliarden Euro, wenn die Firmen Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeitervielfalt systematisch vorantreiben. Denn gut ausgebildete Mitarbeiter werden so langfristig an das Unternehmen gebunden; dadurch sinken Mitarbeiterfluktuation und die damit verbundenen Kosten.
Die Beweggründe für ein systematisches D&I-Management sind meist wirtschaftlicher Natur. So versprechen sich 75 Prozent der Firmen durch D&I-Maßnahmen einen besseren Zugang zu neuen Märkten. "Mitarbeiter ausländischer Herkunft besitzen das marktspezifische Mentalitätsverständnis und die notwendigen Sprachkenntnisse, die unabdingbar sind, wenn Firmen neue Märkte für sich erschließen wollen", sagt Carolin Griese-Michels. Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftemangels in Europa allen voran in Deutschland versuchen außerdem 65 Prozent der Befragten, mit D&I-Aktivitäten erfahrene Mitarbeiter mit ihrem wertvollen Wissen im Unternehmen zu halten und neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.
Wichtige Mitarbeitergruppen bleiben unbeachtet
Mittlerweile geben deutsche Unternehmen im Durchschnitt 2,3 Millionen Euro pro Jahr für D&I-Programme aus. In 76 Prozent der Firmen kümmern sich eigene D&I-Manager und -Teams um diese Programme. Doch obwohl Unternehmen verschiedene Mitarbeitergruppen entsprechend fördern wollen, unterstützen immer noch 80 Prozent der Firmen ausschließlich Frauen. "Diese einseitige Herangehensweise könnte langfristig den Unternehmenserfolg negativ beeinflussen. Vielmehr sollten Firmen auf eine nachhaltige D&I-Strategie setzen, in der alle relevanten Mitarbeitergruppen einbezogen werden", erklärt Griese-Michels.
Immerhin halten es 70 Prozent der Befragten für notwendig, ältere und ausländische Mitarbeiter zu fördern. 40 Prozent glauben, dass das Zusammenstellen gemischter Teams mit unterschiedlichen Kompetenzen ein wichtiger Bestandteil von D&I-Programmen ist. Allerdings ergreifen weniger als 20 Prozent der Unternehmen überhaupt Maßnahmen in diesen drei Bereichen.
Erfolg der D&I-Maßnahmen wird nicht gemessen
Die mangelnden Investitionen in wichtige Mitarbeitergruppen könnten daran liegen, dass die meisten Firmen die tatsächliche Umsetzung, Erfolg und Return on Investment dieser Programme gar nicht messen. "Das ist ein gewisser Widerspruch", sagt Carolin Griese-Michels. "Denn jedes Unternehmen misst den Erfolg oder den Misserfolg der eigenen Projekte. Warum sollte es bei D&I-Projekten anders laufen? Nur so könnten Firmen tatsächlich erfahren, ob ihre Bemühungen rentabel sind oder nicht."
Doch die Realität sieht anders aus: Nur 30 Prozent der Studienteilnehmer messen den Erfolg, die Durchführung oder Akzeptanz ihrer Maßnahmen, obwohl diese zeitaufwendig und kostspielig sind. Den Status ihrer Mitarbeiterförderung ob eine stärkere Förderung zu mehr internationalen oder weiblichen Führungskräften führt messen immerhin 55 Prozent der Befragten; mehr als ein Drittel konzentriert sich aber auch hier nur auf den Status quo in der Frauenförderung.
Die vollständige Studie können Sie kostenfrei downloaden unter: www.rolandberger.com/pressreleases
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter: www.rolandberger.com/press-newsletter
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190
E-Mail: claudia.russo@rolandberger.com
www.rolandberger.com
Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/isl4h2
Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/wirtschaft/roland-berger-studie-zu-vielfalts-und-einbeziehungsmanagement-diversity-inclusion-deutsche-firmen-foerdern-selten-aeltere-oder-auslaendische-mitarbeiter-47384
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
diversity
unternehmensmanagement
lteremitarbeiter
ausl-ndischemitarbeiter
frauenf-rderung
fachkr-ftemangel
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 Büros in 36 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 240 Partnern.
Roland Berger Strategy Consultants
Claudia Russo
Mies-van-der Rohe-Str. 6
80807 München
claudia.russo(at)rolandberger.com
+49 89 9230-8190
www.rolandberger.com
Datum: 16.07.2012 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 680907
Anzahl Zeichen: 6821
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Claudia Russo
Stadt:
München
Telefon: +49 89 9230-8190
Kategorie:
Finanzwesen
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 515 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Roland Berger-Studie zu Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement ("Diversity&Inclusion"): Deutsche Firmen fördern seltenältere oder ausländische Mitarbeiter"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Roland Berger Strategy Consultants (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(ddp direct) München, April 2013: Produkte unterliegen stetig kürzeren Marktzyklen: Mit ständig neuen Funktionen und Designelementen versuchen Hersteller alltäglich gewordene Produkte wie Waschmaschinen oder Telefone neu zu erfinden. Um aber erfolgreiche und profitable Produkte entwickeln zu kö
Roland Berger Strategy Consultants sucht Ingenieure: "start.ing" Recruiting-Workshop vom 13. bis 16. Juni 2013 in München ...
(ddp direct) München, April 2013: Bei der Veranstaltung "start.ing2013" der internationalen Strategieberatung Roland Berger wartet eine verantwortungsvolle Aufgabe auf die Teilnehmer: Sie beraten einen internationalen Flugzeugbauer. "start.ing2013" richtet sich an Universitätss
Roland Berger-Executive Rail Radar: Europäische Bahnbetreiber setzen auf höhere Profitabilität und finanzielle Stabilität Überregulierung des Bahnmarktes befürchtet ...
(ddp direct) München, April 2013: Die europäischen Bahngesellschaften setzen 2013 vor allem darauf, ihre Profitabilität und ihre finanzielle Lage zu verbessen. Denn die europaweite Bahnwelt erlebt gerade einen wichtigen Wandel: Die zunehmende Komplexität des Bahnmarktes mit neuen Akteuren und ve
Weitere Mitteilungen von Roland Berger Strategy Consultants
DCM-Fonds-Fuggerstadt-Center: PWB Rechtsanwälte sehen Chancen für möglichen Schadensersatzanspruch ...
Jena, 16. Juli 2012. "Wir können allen geschädigten DCM-Fuggerstadt-Anlegern nur raten, ihre Forderungen fristgerecht und vollständig beim Insolvenzverwalter anzumelden", sagt Rechtsanwalt Cain Pöhnert von der Kanzlei PWB Rechtsanwälte aus Jena. Die Kanzlei vertritt zahlreiche DCM-Anl
Kapitalanleger profitieren vom Wachstumsmarkt Gesundheitswirtschaft ...
(ddp direct) Berlin. 16. Juli 2012. Von der stabilen Entwicklung des Gesundheitssystems können Kapitalanleger in Zeiten schwankender Finanzmärkte profitieren. Bereits ab einer Einlage von 5.000 Euro bietet das Europäische Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft EWIV (EUBKZGW) in B
Mit office-4-sale und GRENKE liquiditätsschonend Büros einrichten. Wie? Mit Leasing! ...
(NL/1039691319) Nach intensiver Vorbereitung startet office-4-sale zusammen mit dem europaweit etablierten Leasinganbieter GRENKE die aktive Vermarktung des Büromöbel-Leasings über den firmeneigenen Onlineshop. Die Kern-Bereiche sind neue und gebrauchte Büromöbel, Designmöbel und Stahlmöbel.
Mehr Gestaltungsmöglichkeit bei der Kapitalauszahlung ...
Köln, 16. Juli 2012******Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist in Deutschland endgültig angekommen und hat sich auch bei mittleren bis kleinen Unternehmen inzwischen durchgesetzt und etabliert. Dabei hat die sogenannte Unterstützungskasse auf der Beliebtheitsskala der Versorgungsträger in de




