Bluthochdruck im Sommer
ID: 682848
Große Hitze verstärkt die Wirkung von Blutdruck-Medikamenten.
Verstärkte Wirkung von Blutdrucksenkern
Der Blutdruck unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen: Die Werte sind im Sommer in der Regel niedriger als im Winter. Bei hohen Außentemperaturen erweitern sich die Gefäße, so dass der Blutdruck abfallen kann. Bei Bluthochdruck-Patienten kann somit die Wirkung von Blutdrucksenkern verstärkt werden. Je nach Höhe des Blutdruckabfalls kann es dann auch zu Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit und Schwäche kommen.
Da Hitzeperioden in unseren Breiten jedoch kaum länger als wenige Tage anhalten, muss die Tablettendosis normalerweise nicht reduziert werden. Bei längeren Aufenthalten in wärmeren Regionen kann es jedoch sinnvoll sein, die Medikamente einzuschränken. Bei systolischen Werten unter 110 mmHg können, insbesondere wenn mehrere blutdrucksenkende Medikamente verabreicht werden, möglicherweise einzelne Präparate in der Dosis reduziert werden. Dies sollte aber immer in Absprache mit dem Arzt geschehen.
Diuretika können Wassermangel verursachen
Durch vermehrtes Schwitzen an heißen Tagen verliert der Körper viel Flüssigkeit und Salz. Patienten, die Diuretika als Medikamente zur Blutdrucksenkung einnehmen, sind im Sommer daher besonders gefährdet. Diuretika entwässern den Körper und können somit zu einer weiteren Austrocknung beitragen. Besonders bei älteren Patienten kann das zu Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krampfanfällen, eine Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit führen.
Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® empfiehlt während Hitzeperioden ausreichend zu trinken, unnötige Anstrengungen zu vermeiden und täglich den Blutdruck zu kontrollieren.
In keinem Fall sollte jedoch ohne Rücksprache mit dem Arzt die Dosis verringert oder das Medikament abgesetzt werden.
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Datum: 18.07.2012 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
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Gesundheitswesen - Medizin
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