VKU zum Inkrafttreten des KWK-Gesetzes / KWK-Ausbau hilft Klimaschutz
ID: 683957
Kraft getreten. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bewertet das
Gesetz als wichtigen Baustein, um die klimapolitischen Ziele der
Bundesregierung zu erreichen. Dazu VKU-Hauptgeschäftsführer
Hans-Joachim Reck: "Mit dem Gesetz verbessern sich die Planungs- und
Investitionsbedingungen für die Modernisierung und den Neubau von
KWK-Anlagen." Das gelte auch für die Wärme- und Kältenetzförderung,
die infolge der Novellierung eine noch größere Wirkung entfalten
kann. Die Novelle soll helfen, den KWK-Anteil an der deutschen
Stromerzeugung bis 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen.
Für neue und modernisierte KWK-Anlagen, die nach Inkrafttreten des
Gesetzes in Dauerbetrieb genommen werden, erhöht sich der
KWK-Zuschlag in allen Leistungsklassen um 0,3 Cent pro
Kilowattstunde. Entsprechendes gilt für Kondensationskraftwerke, bei
denen Komponenten zur Strom- oder Wärmeauskopplung nachgerüstet
werden. Diese werden erstmals nach dem KWKG gefördert. Für
KWK-Anlagen, die am Emissionshandel teilnehmen und ab dem 1. Januar
2013 in Dauerbetrieb genommen werden, erhöht sich der Zuschlag um 0,6
Cent pro Kilowattstunde. Auch Wärme- und Kältespeicher, die neu ge-
oder ausgebaut werden, werden künftig nach dem KWKG gefördert. Damit
will der Gesetzgeber erreichen, dass KWK-Anlagen mit Wärme- oder
Kältespeichern verknüpft werden, um durch eine stromgeführte
Fahrweise zum Ausgleich der schwankenden Stromeinspeisung von
erneuerbaren Energien leisten zu können. Die Deckelung der Förderung
auf maximal 750 Millionen Euro pro Jahr bleibt unverändert.
Reck abschließend: "Die KWK ist in Deutschland eine absolute
Domäne der Stadtwerke, dreiviertel der bei den kommunalen
Energieversorgern installierten Kraftwerkskapazität besteht aus
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Deshalb ist der KWK-Ausbau ein
wichtiger Schritt hin zu einer dezentraleren Versorgung."
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 236.000 Beschäftigten
wurden 2009 Umsatzerlöse von rund 94 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 67,7 Prozent in der Erdgas-, 76,3 Prozent in der
Trinkwasser-, 58,2 Prozent in der Wärmeversorgung und 12,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.
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Datum: 19.07.2012 - 14:52 Uhr
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