Neue Erdgasleitung für Niederbayern - MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA baut Loopleitung parallel zur bestehenden MEGAL
Deggendorf, Juli 2012 – Mehr Erdgas für Bayern: Im Auftrag der Mittel-Europäischen Gasleitungsgesellschaft mbH & Co. KG (MEGAL) baut die MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA das Erdgasinfrastrukturnetz in Süddeutschland aus. Um auch in Zukunft die Erdgasversorgung in Bayern zu sichern, wird zwischen Schwandorf und Windberg parallel zur bestehenden MEGAL eine 72 Kilometer lange Loopleitung DN 1000 verlegt – zwei Baulose, die flexible Lösungen erfordern.
72 Kilometer lang ist die Trasse der SDW Pipeline, einer Loopleitung, die parallel zur bestehenden M(firmenpresse) - Lediglich ein halbes Jahr steht STREICHER zum Bau der SDW Pipeline zur Verfügung. Aus Zeitgründen entschloss sich das Projektteam von einem zentralen Punkt aus gleichzeitig in beide Richtungen zu bauen. In Roßbach wurden Baustellencamp und Baubüro eingerichtet. Ausgehend von Roßbach arbeiten zwei unabhängige Kolonnen parallel in entgegengesetzte Richtungen, westwärts nach Schwandorf (Los 1) und ostwärts nach Windberg (Los 2). „Die Kolonnen sind nahezu unabhängig aufgebaut“, sagt Projektleiter Thomas Garçon. „Lediglich das Projektleitungsteam betreut beide Lose.“
Flora und Fauna immer im Blick – STREICHER setzt trotz engem Zeitplan auf aktiven Schutz des Ökosystems
Das gesamte Projekt wird von einer ökologischen Baubegleitung überwacht. In Teilen führt die Trasse durch sensibles Gebiet. Der Schutz von Flora und Fauna wird bei STREICHER groß geschrieben, gestaltet den ohnehin schon engen Zeitplan aber noch anspruchsvoller. Die Flüsse Naab und Regen sowie der Bogenbach zählen zu den Hauptsonderpunkten. Thomas Garçon bezeichnet sie als „Nadelöhre“ des Projekts.
Die Ufer des Bogenbachs sind das Brutgebiet des Wachtelkönigs. Um diese als stark gefährdet geltende Vogelart während der Brutzeit nicht zu stören, wurde die offene Verlegung der SDW Pipeline durch den Bogenbach auf die Zeit nach dem 31. Juli gelegt. Anfang August wird in offener Bauweise ein Düker in den Regen eingezogen, nachdem die Fische im Fluss ihre Laichzeit beendet haben. „Die Jungfische vertragen die Schwebeteilchen nicht, die durch die Verlegearbeiten aufgewirbelt werden, deshalb warten wir, bis sie ein wenig herangewachsen sind“, erklärt Thomas Garçon. Bei der Querung der Naab greift man gleich auf ein grabenloses Verfahren zurück, das Microtunnelling.
Erfahrungen aus früheren Pipelineprojekten zahlen sich aus
Die Geologie zwischen Schwandorf und Windberg stellt eine eigene Herausforderung dar. Es gibt einige Steilhänge, der Untergrund besteht in weiten Bereichen aus Fels. Bedingungen, die den Mitarbeitern von STREICHER nicht fremd sind. Bereits auf den zwei Doppellosen der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung OPAL, die STREICHER betreute, verlegte das Unternehmen in steilem, felsigem Gelände.
Auf der Trasse der SDW Pipeline werden insgesamt 29 Bohrpressungen durchgeführt, 15 zwischen Roßbach und Schwandorf, 14 zwischen Roßbach und Windberg.
Inbetriebnahme der Leitung schon für Ende des Jahres geplant
Im März 2012 begannen die Arbeiten an der Erdgasleitung, zu einem Zeitpunkt, als STREICHER noch auf den Losen der Nordeuropäischen Erdgasleitung NEL im Einsatz war. Die Tagesleistungen auf beiden Baulosen der SDW Pipeline liegen derzeit bei je 450 Metern. Bis zu 470 Mitarbeiter arbeiten täglich daran, dass der Bau der Pipeline pünktlich abgeschlossen werden kann. Es wurden etwa 600.000 Tonnen Erdreich bewegt, 52 Kilometer Rohrgraben sind bereits ausgehoben und mehr als 50 Kilometer Pipeline fertig gestellt. Bis Ende des Jahres soll Gas durch die neue Leitung strömen.
Die Notwendigkeit zum Ausbau des Erdgasleitungsnetzes ergab sich aus einer Bedarfsanalyse, die im Rahmen eines so genannten "Open Season"-Verfahrens ermittelt wurde. Die SDW-Pipeline soll regionale Abnehmer in Bayern mit Erdgas versorgen. Darüber hinaus spielt sie eine wichtige Rolle für das europäische Erdgasnetz.
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Datum: 19.07.2012 - 18:10 Uhr
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Freigabedatum: 19.07.2012
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