Neue OZ: Kommentar zu Norwegen / Massaker / Gedenktag
ID: 685212
Ein gnadenloser Zufall verbindet im Leid zwei Länder, die sich
sehr unterscheiden. Während die USA sich nach dem Batman-Blutbad in
einem Kino nahe Denver noch im Schockzustand befinden, sucht Norwegen
den Weg zurück in die Normalität. Das von Anders Behring Breivik
verübte Massaker in Oslo und auf der Insel Utøya hat sich zwar ins
kollektive Gedächtnis nicht nur der Norweger eingebrannt. Doch
immerhin ist der kleine Staat bei der Aufarbeitung der Wahnsinnstat
ein Stück vorangekommen.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehört: Norwegen ist es gelungen,
sich gegen die fremdenfeindliche Ideologie eines Breivik zu
solidarisieren; es rühmt sich, ein tolerantes Land geblieben zu sein.
Genau an diesem Punkt ist allerdings eine Bruchstelle unübersehbar.
Weil auch in Norwegen Toleranz nicht grenzenlos sein darf, verschärft
es die Anti-Terror-Gesetze. Ob damit jedoch der Horror ohne
Vorwarnung verhindert werden kann, steht auf einem anderen Blatt.
Schon allein deshalb dürfte die nun aufflammende Debatte in den
USA um ein schärferes Waffengesetz schnell wieder erlöschen. Das ist
bedauerlich. Denn ein Land, in dem sich jeder legal bis an die Zähne
bewaffnen kann und ein junger Schwarzer wie vor Kurzem getötet wird,
nur weil er eine Kapuzenjacke trägt, muss über Toleranz neu
nachdenken.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.07.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 685212
Anzahl Zeichen: 1625
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 261 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Norwegen / Massaker / Gedenktag"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Fernsehen / Kinder / Gewalt ...
Schutzzone vergrößern Na endlich, es wurde aber auch höchste Zeit, möchte man Familienministerin Kristina Schröder zurufen. Gewaltdarstellungen sind in Kinofilmen und im Fernsehen in einem Umfang selbstverständlich geworden, dass nur noch Wegschauen oder Ausschalten davor schützt. Elt
Neue OZ: Kommentar zu Parteien / Piraten / Parteitag ...
Chaos-Club Die niedersächsischen Piraten sind auf bestem Wege, sich selbst den Ast abzusägen, auf dem sie sitzen. Auf dem Parteitag in Wolfenbüttel präsentierten sie sich am Wochenende nicht als politikfähiger Verband, sondern als reiner Chaos-Club. Es hat in Niedersachsen wohl selte
Neue OZ: Kommentar zu Organspende ...
Extrem anfällig Vor knapp zwei Monaten hat der Bundestag mit breiter Mehrheit eine Reform der Organtransplantation beschlossen. Alle Krankenversicherten ab 16 Jahren sollen demnach zu ihrer Spendenbereitschaft gefragt werden. Ein gutes Gesetz, dessen Ziel ein krimineller Arzt an der Uniklinik
Neue OZ: Kommentar zu Agrar / Tiermast / Antibiotika ...
Missbrauch stoppen Vertrauen ist gut, Kontrolle besser: Nach diesem Motto soll Tiermästern in Deutschland künftig genauer in den Futtertrog und den Medikamentenschrank geschaut werden. Das ist überfällig. Denn nicht erst seit gestern weiß man, dass Antibiotika in der Tiermast ein große




