Konjunkturprognosen und der „Dummschwätzer-Boykott“
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Berlin/Düsseldorf, 18. Dezember 2008, www.ne-na.de - Die Kritik an der empirischen Qualität von Konjunkturprognosen wird nach dem Auszeit-Vorstoß von DIW-Chef Klaus Zimmermann lauter.
Nach Ansicht von Günter Ogger http://www.guenterogger.de, Autor des Bestsellers „Nieten in Nadelstreifen“, könnte man eine „Dummschwätzer-Boykott-Initiative“ starten: „Wenn man die Chefredakteure der Leitmedien dazu verpflichtete, ab sofort die Nonsens-Verlautbarungen der Ökonomen und Analysten zu ignorieren, würde das zur Medienhygiene beitragen“, so Ogger gegenüber NeueNachricht. Volkswirtschaft sei nun mal keine Wissenschaft, sondern Religionsersatz.
Ähnlich kritisch sieht es Udo Nadolski, Geschäftsführer des IT-Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.com/de in Düsseldorf: „Makroökonomen, Statistiker, Planungsbürokraten, Analysten und selbst ernannte Wirtschaftsexperten sind überhaupt nicht in der Lage, das Unvorhergesehene zu prognostizieren. Sie schauen zu oft in den Rückspiegel, um Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen. Friktionen, Zufälle, bahnbrechende Entdeckungen, konjunkturelle Bewegungen oder politische Katastrophen kann man nicht mit statistischen Methoden berechnen“, erklärt der IT-Experte Nadolski.
Die meisten Kassandra-Rufer würden in Börsensendungen, Talkshows oder Büchern mit dem Titel „Wie ich den Crash vorgesehen habe“ nach dem Motto verfahren: „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist“. „Sie kommen mir vor, wie moderne Wanderheilige, die Rezepte gegen den drohenden Weltuntergang verkünden“, so Nadolski.
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Datum: 19.12.2008 - 16:53 Uhr
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