Das "Geschäft" mit der Pflege ist nicht immer einträglich - Erstes Ranking der größten

Das "Geschäft" mit der Pflege ist nicht immer einträglich - Erstes Ranking der größten Pflege-Konzerne in Deutschland erschienen

ID: 685762
(ots) - Gut ein Drittel der rund 2,4 Millionen
Pflegebedürftigen in Deutschland werden stationär in Heimen versorgt.
Doch über die größten Anbieter auf dem so genannten Pflege-Markt sind
noch wenig Details bekannt. Die "Landschaft" ist erheblich
fragmentierter, unübersichtlicher und verschwiegener als der deutsche
Krankenhausmarkt. Das hat seinen Grund, weil das Geschäft mit der
Pflege nicht immer einträglich ist. In diesen Tagen erschien ein
erstes "Ranking der 33 größten Pflege-Konzerne in Deutschland". Die
Redaktion des Berliner gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes
"A+S aktuell - Ambulant und Stationär aktuell" war bisher bekannt für
ihre Krankenhaus-Rankings. Mit dem Pflege-Ranking versucht sie, die
Pflege-Landschaft transparenter werden zu lassen.

Nur wenige Außenstehende wissen, daß die wichtigsten Anbieter von
stationären Pflege-Leistungen sorgsam ihre Wirtschaftsdaten vor der
Öffentlichkeit zu verbergen versuchen. Denn gemeinnützige
Wohlfahrtsverbände wie die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der
Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) oder das Deutsche Rote Kreuz verfügen
über große Marktanteile. Zusammen mit kirchlichen Organisationen wie
der katholischen Caritas, der evangelischen Diakonie und den beiden
kirchlichen Orden (Johanniter, Malteser) stellen sie sieben der 10
größten Anbieter von stationären Pflegeleistungen. Allein die TOP 3
der Branche (AWO, Diakonie und Caritas) verfügen über knapp 625.000
Betten oder Plätze, die von fast 370.000 Mitarbeitern betreut werden.
In das "A+S-Ranking der 33 größten Pflege-Konzerne in Deutschland"
wurden die Anbieter auf der Basis der Zahlen aus dem Jahre 2010
aufgenommen. Neben den wichtigsten nicht-wirtschaftlichen Kennzahlen
wie Betten/Plätze, Beschäftigten, Auslastungsraten sowie Zahl der
Einrichtungen findet man Daten über Umsatz, Jahresüberschuß, EBIT,


EBIDTA und Margen der Jahre 2009 und 2010. Dabei zeigte sich, daß
einige Anbieter wirtschaftlich blen- dend dastehen, andere jedoch
Jahr für Jahr Defizite erwirtschaften. Das Geschäft mit der Pflege
ist also nicht immer einträglich. Die größten Pflege-Konzerne in
Deutschland erwirtschafteten durchschnittlich 2010 nur einen
Jahresüberschuß von 156.000 EUR, berichtete A+S-Chefredakteur
Wolfgang G. Lange. Und das bei zum Teil dreistelligen
Millionen-EUR-Umsätzen.

Der Hintergrunddienst "A+S aktuell - Ambulant und Stationär
aktuell" erscheint wöchentlich seit 1978 und wird von der Berliner
MC.B Verlag GmbH herausgegeben (www.mcb-verlag.de).



Kontakt für weitere Informationen:

Michael Draheim
Redaktion "A+S aktuell"
Hannoversche Str. 22
10115 Berlin
030 - 275 965 93
0170 - 81 21 561

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Datum: 23.07.2012 - 14:16 Uhr
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