Bio-Bauer erfindet tierfreundliche Methode: Rindfleisch ohne Angst und Stress
ID: 690856
Biolandwirt Ernst Hermann Maier aus Balingen-Ostdorf auf der
Schwäbischen Alb kämpfte 13 Jahre vor lokalen und regionalen Behörden
und Gerichten dafür, seine Rinder nicht nur artgerecht halten,
sondern auch angst- und stressfrei töten zu dürfen. Weitere 10 Jahre
vergingen, bis er die behördliche Erlaubnis erkämpfte, das so
gewonnene Fleisch der Rinder uneingeschränkt verkaufen zu dürfen,
sogar EU-weit.
Weil es ihm zuwider war, seine Tiere in Angst und Panik zum
Schlachthof transportieren zu lassen, entwickelte Ernst Hermann Maier
eine Methode, die eine Tötung möglichst sanft und ohne Stress
ermöglicht. Er betäubt seine Tiere während sie ruhen dort, wo sie im
Herdenverband bereits ihr ganzes Leben verbracht haben, nämlich
direkt auf der Weide. Anschließend verlädt er das jeweilige betäubte
Rind in die eigens von ihm erfundene Mobile Schlachtbox II®, um es
dort zu töten. In der hofeigenen Schlachthalle wird das Tier von
einem Metzger fachgerecht zerlegt. Das Fleisch darf Maier seit 2011
uneingeschränkt auf den Markt bringen.
"Für die Freiheit und Würde meiner Rinder habe ich lange kämpfen
müssen", sagt Ernst Herrmann Meier. "Mein größter Wunsch ist es nun,
dass auch andere Nutztiere mehr Achtung erfahren und ebenfalls in
gewohnter Umgebung ohne Angst und Stress sterben können." Das Team
der Werner Bonhoff Stiftung ist von der Überzeugung und
Beharrlichkeit, mit der der Biolandwirt sein Ziel verfolgt hat, tief
beeindruckt und hofft, dass zahlreiche Bauern seinem Modell einer
schonenden Haltung und Schlachtung der Tiere folgen werden.
Eine ausführliche Darstellung des Falles ist nun in der
Online-Fallsammlung der Stiftung unter www.werner-bonhoff-stiftung.de
abrufbar. In seinem 2009 erschienenen Buch "Der Rinderflüsterer" hat
der Biolandwirt seine bis dahin gemachten Erfahrungen im Kampf mit
den Behörden um die Durchsetzung einer artgerechteren Nutztierhaltung
bereits geschildert. Die Falldarstellung der Stiftung ergänzt den
Verlauf bis zur aktuellen Erlaubnis des uneingeschränkten Verkaufs
des Fleisches.
Die gemeinnützige Werner Bonhoff Stiftung veröffentlicht unter
ihrem Leitmotiv bureaucratic transparency authentische Fälle von
"Unternehmern & bürokratischen Hürden". Sie zeigen, mit welchen
Hürden unternehmerische Menschen konfrontiert werden und wie sie
damit umgehen. Die Falldarstellungen werden in der einzigartigen
Online-Fallsammlung als Lehr- und Anschauungsmaterial für die
Öffentlichkeit frei und kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Projekt
ermutigt und befähigt, bürokratische Hürden nicht einfach
hinzunehmen, sondern Verbesserungen zu bewirken.
Herr Maier war für den diesjährigen "Werner Bonhoff-Preis wider
den §§-Dschungel" nominiert. Vorschläge für den Werner-Bonhoff-Preis
2013 nimmt die Stiftung bis zum 31.12.2012 entgegen.
Weiterführende Links:
Online-Fallsammlung: http://ots.de/3v8Eh
Der Rinderflüsterer: www.uria.de
bureaucratic transparency: http://ots.de/T5GZg
Unternehmer & bürokratische Hürden:
http://www.werner-bonhoff-stiftung.de/das_forschungsprojekt.html
Vorschläge:
http://www.werner-bonhoff-stiftung.de/vorschlag_werner-bonhoff-preis
Pressekontakt:
Andrea Arndt, Judit Lodemann, Till Bartelt
Werner Bonhoff Stiftung
Reinhardtstraße 37
10117 Berlin
T. +49 30 258 00 88 55
F. +49 30 258 00 88 50
info@werner-bonhoff-stiftung.de
www.werner-bonhoff-stiftung.de
www.facebook.com/w.bonhoff.stiftung
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Datum: 31.07.2012 - 12:24 Uhr
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Stadt:
Berlin/Balingen-Ostdorf
Kategorie:
Nahrung- und Genussmittel
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