BRÜDERLE-Interview für die ?Rhein-Zeitung?
ID: 693324
BRÜDERLE-Interview für die "Rhein-Zeitung"
Frage: EZB-Chef Mario Draghi will alles tun, um den Euro zu retten. Wie weit darf die EZB dabei gehen?
BRÜDERLE: Die EZB agiert unabhängig. In den europäischen Verträgen ist festgelegt,
dass sie der Geldwertstabilität verpflichtet ist. Wir Deutschen kämpfen aus guten Gründen für diesen Auftrag. Im 20. Jahrhundert hat Inflation in Deutschland zweimal
für Armut und Not gesorgt, die Währungsreformen nach sich zogen. Die Amerikaner haben eher Angst vor der Deflation, also dem unnatürlichen Fallen aller Preise. Diese unterschiedlichen Traditionen müssen Zentralbanken bei ihren Maßnahmen berücksichtigen.
Frage: Ist der Einstieg in die Staatsfinanzierung durch die EZB zu verhindern?
BRÜDERLE: Die EZB hat kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung nicht ausgeschlossen. Sie müssen in der Linie ihrer stabilitätspolitischen Grundausrichtung
liegen. Grundsätzlich ist es nicht die Aufgabe einer Zentralbank, Staatsfinanzierung zu betreiben.
Frage: Gibt es eine Alternative?
BRÜDERLE: Die amerikanische Notenbank betreibt seit Jahren eine laxe Geldpolitik.
Doch die volkswirtschaftliche Wirkung verpufft. Das Wichtigste ist, dass Italien und Spanien knallharte Reformen machen. Die Zinserleichterungen dürfen nicht zu einem Nachlassen des Reformeifers führen. Die Südeuropäer spüren gerade tagtäglich, was es
bedeutet, wenn man Reformschritte unterlässt. Das mag ein paar Jahre gut gehen, aber irgendwann wird die Rechnung präsentiert.
Frage: Wie ist Deutschland betroffen?
BRÜDERLE: Bislang haben wir nur ein paar realwirtschaftliche Schrammen abbekommen.
Das liegt aber auch daran, dass wir unserer Bevölkerung über zehn Jahre harte Maßnahmen zugemutet haben, etwa beim Arbeitsmarkt oder bei der Sozialpolitik.
Auch die Sozialpartner in der Industrie haben ihre Verantwortung wahrgenommen. Das trägt jetzt Früchte und macht uns stabil.
Frage: Wolfgang Kubicki hat die Führungsfrage in der FDP entfacht. Wie viel Rückhalt hat Philipp Rösler?
BRÜDERLE: Der Bundesvorsitzende hat vor zwei Wochen eindeutig erklärt, dass er beim nächsten Bundesparteitag als Vorsitzender wieder kandidieren will. Damit ist zu dieser Debatte alles gesagt. Ich rate allen: Bleibt gelassen und konzentriert euch auf den politischen Gegner.
Frage: Was spricht dagegen, mit Christian Lindner Wahlkampf zu machen?
BRÜDERLE: Wir sind ein Team. Dazu gehören unter anderem Christian Lindner, Wolfgang Kubicki, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ? und Philipp Rösler ist unser Kapitän. Wir brauchen jeden erfolgreichen Wahlkämpfer. Eine alte politische Weisheit ist: besser miteinander reden statt übereinander. Geschlossenheit macht erfolgreich.
Kontakt:
FDP
Thomas-Dehler-Haus, Reinhardtstrasse 14
10117 Berlin
Telefon: 030 - 28 49 58 43
Telefax: 030 - 28 49 58 42
Mail: presse@fdp.de
URL: http://www.fdp.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 03.08.2012 - 10:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 693324
Anzahl Zeichen: 3517
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 407 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BRÜDERLE-Interview für die ?Rhein-Zeitung?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
FDP (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin. Der Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, FDP-Präsidiumsmitglied und Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion RAINER BRÜDERLE gab der "Rhein-Zeitung" (Freitag-Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellte URSULA SAMARY: Frage: Die Übertragungswagen von ARD und ZDF kommen f
WESTERWELLE-Gastbeitrag für die ?Frankfurter Allgemeine Zeitung? ...
Das FDP-Präsidiumsmitglied Bundesaußenminister DR. GUIDO WESTERWELLE schrieb für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe) den folgenden Gastbeitrag: Der Teil und das Ganze Die europäische Schuldenkrise hat uns gelehrt, wie eng unsere Volkswirtschaften und Dem
MEINHARDT: Eine Million Bafög-Empfänger sind ein starkes Zeichen der Bildungsgerechtigkeit ...
Zur heutigen Veröffentlichung der Bafög-Statistik 2012 erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Berichterstatter für Bafög Patrick MEINHARDT: Für die FDP-Bundestagsfraktion ist das Bafög der Anker der Studienfinanzierung. Deswegen ist die Botschaft, dass run
Weitere Mitteilungen von FDP
Der Spion, der keiner war ...
Auf neuen Wegen gibt es keine Wegweiser, weiß der Volksmund zu sagen. Dass sich der Mut trotzdem lohnen kann, beweist derzeit der Internet-Dienst beck-shop.de. Die Online-Fachbuchhandlung feiert gerade ihr zehnjähriges Bestehen - und das, obwohl der Anfang keineswegs ein Kinderspiel war. "F
Kauder: Freundschaft mit Japan wichtiger Eckpfeiler der deutschen Außenpolitik ...
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder wird am Sonntag zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren nach Japan reisen. Er wird begleitet von der CSU-Landesgruppenvorsitzenden Gerda Hasselfeldt und dem außenpolitischen Sprecher der Fraktion, Philipp Mißfelder. Zu der Reise e
Artikelserie Mobbing im Arbeitsrecht - Teil 7 ...
Mobbing ist im Arbeitsrecht ein anerkannter Begriff. Wer gemobbt wird, dem sprechen die Arbeitsgerichte bisweilen fünfstellige Summen als Schadensersatz zu. Obwohl Mobbing arbeitsrechtlich eindeutig verboten ist und Schadensersatzansprüche auslöst, gibt es rund ums Mobbing trotzdem viele Fragen.
Lloyd Fonds AG will Schiffsfonds mit"Ocean 16"retten ...
Rund 100 Schiffsfonds sollen mittlerweile im Rahmen der Schifffahrtskrise Insolvenz angemeldet haben. GRP Rainer Rechtsanwälte und Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart www.grprainer.com führen aus: Um ein Insolvenzverfahren ihrer Schiffsfonds




