Geplante Veränderung im Gesundheitsfonds: BKK Mobil Oil unterstützt das Modell eines Hochrisikopoo

Geplante Veränderung im Gesundheitsfonds: BKK Mobil Oil unterstützt das Modell eines Hochrisikopools

ID: 693485
(ots) - Im Bundesversicherungsamt (BVA) wird derzeit über
Korrekturen am Gesundheitsfonds debattiert. Geplant ist die
Einführung einer Sonderregelung, die die hohen Behandlungs- und
Versorgungskosten in den letzten Lebensmonaten eines Menschen in das
Verteilungsprinzip des Fonds integrieren soll. Die methodisch
fragwürdige Sonderlösung für diese spezielle Hochkostensituation
biete hier nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der
Betriebskrankenkasse Mobil Oil keine zufriedenstellende Lösung und
führe zudem zu einem weiteren Ungleichgewicht im Finanzierungsmodells
des GKV-Systems. Konsequenz der Neuregelung wäre zudem eine relevante
West-Ost-Verschiebung von geschätzt 250 Millionen Euro, die
bestehende Probleme in den alten Bundesländern als auch die
einseitige Belastung der Innungs-, Ersatz und Betriebskrankenkassen
verschärfe. Die Einführung eines Hochrisikopools, der die Risiken
aller hohen Leistungen abdeckt, könnte stattdessen die Risiken auf
alle Kassenarten verteilen und für Stabilität im GKV-System sorgen.
Entsprechend sieht Heise die Gesundheitspolitik gefordert, den
gegenwärtigen Alleingang des BVA umgehend zu stoppen und einer
Veränderung am System des Gesundheitsfonds vielmehr eine politische
und breite wissenschaftliche Auseinandersetzung voranzustellen.

"Es kann nicht im Interesse der Gesundheitspolitik sein, dass das
Bundesversicherungsamt als ausführende Behörde die parlamentarische
Sommerpause nutzt, um eine solche folgenreiche Änderung am komplexen
Systems des Gesundheitsfonds ohne vorherige politische Diskussion
umzusetzen", bezieht Mario Heise, Vorstandsvorsitzender der
Betriebskrankenkasse Mobil Oil, Stellung.

Noch dazu sei die Umgestaltung methodisch nicht begründbar und
führe an der Zielsetzung vorbei. Die Unterdeckung der Kosten in den
letzten Lebenswochen würde nur leicht gesenkt, gleichzeitig würde die


geplante Neuregelung aber dazu führen, dass es bei vielen im
Morbi-RSA berücksichtigten, zuschlagsfähigen Krankheiten zu
ungerechtfertigten Zuschlägen kommt. Mit dieser Begründung ist der
als "Annualisierungsmodell" bezeichnete Vorschlag des beratenden
wissenschaftlichen Beirats in der Vergangenheit mehrfach vom BVA
selbst abgelehnt worden. Der umbenannte und geringfügig modifizierte
Ansatz, der jetzt eingeführt werden soll, kommt in Modellrechnungen
jedoch zum exakt gleichen Zuweisungsergebnis wie das zuvor
zurückgewiesene Modell. Das Ziel der geplanten Änderungen, eine den
tatsächlichen Ausgaben besser entsprechende Zuteilung der
Finanzmittel zu erreichen, würde folglich nicht erreicht.

"Eine methodisch sinnvolle Ergänzung des bestehende Systems und
wesentlich zielführender als eine Sonderregelung für Verstorbene ist
eine einheitliche Behandlung aller vom Fonds nicht berücksichtigten,
hohen Leistungsfälle", so Mario Heise weiter. Als solche gelten
beispielsweise auch Frühgeburten oder überdurchschnittlich
behandlungs- und kostenintensiven Krankheitsverläufe wie z. B.
Unfälle. Eine wirkungsvollere und einfachere Lösung für die
Problematik der Unterdeckung von bestimmten Einzelgruppen wie zum
Beispiel bei Verstorbenen sieht Heise in der Ergänzung des
Gesundheitsfonds durch einen sogenannten Hochrisikopool. Aus diesem
"Finanzpool" könnten ab einem festgelegten Betrag die Kosten für alle
teuren Fälle und nicht nur für Verstorbene finanziert werden, erklärt
Heise.

Erstaunlich sei der aktuelle eilige Vorstoß des BVAs auch vor dem
Hintergrund, dass die jüngste Bewertung der bisherigen Regelung
positiv ausgefallen war und einzelne Änderungen am
Finanzierungssystem eigentlich erst nach einer ausreichenden
wissenschaftlichen und politischen Bewertung vorgenommen werden
sollten. "Der Morbi-RSA wirkt, kurzfristige Anpassungen seien nicht
erforderlich" hieß es noch im Januar 2012 aus dem
Gesundheitsministerium.

Detaillierte Informationen zum Thema finden Sie im Faktenpapier:
http://www.bkk-mobil-oil.de/ueber-uns/presse/pressemeldungen.html



Pressekontakt:

Antje Eckert
Telefon: 040 3002-11402
E-Mail: Antje.Eckert@bkk-mobil-oil.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Hyaluronsäure beim Anti-Aging Wespen: Lästige Begleiterscheinung des Sommers
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.08.2012 - 13:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 693485
Anzahl Zeichen: 4559

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hamburg



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 440 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Geplante Veränderung im Gesundheitsfonds: BKK Mobil Oil unterstützt das Modell eines Hochrisikopools"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

BKK MOBIL OIL (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Neuer Markenauftritt: Aus BKK Mobil Oil wird Mobil Krankenkasse (FOTO) ...
Ab dem 01.04.2021 präsentiert sich die BKK Mobil Oil mit neuem Namen und angepasstem Logo - als Mobil Krankenkasse und Mobil Pflegekasse. Die kürzere Version geht dabei noch mehr auf die Motivation der Betriebskrankenkasse mit Sitz in München ein: mobil sein. Für ihre Versicherten und deren Gesu

Cannabis-Report 2020: Wissenschaftlicher Beitrag zu mehr Transparenz: / "Cannabis ist kein Wundermittel!" (FOTO) ...
Zum Einsatz medizinischer Cannabinoide in der Therapie hat die BKK Mobil Oil gemeinsam mit dem Forschungszentrum SOCIUM der Universität Bremen unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Glaeske eine Studie initiiert - den Cannabis-Report 2020. Aufgrund der steigenden Verordnungen von Cannabis-basierten Ar

BKK Mobil Oil: Versicherte erhalten 200 Euro extra (FOTO) ...
Die BKK Mobil Oil lässt ihre Mitglieder und deren mitversicherte Familienangehörige jetzt selber entscheiden: Mit dem neuen Mein Extra Gesundheitsgeld - 200Plus haben sie alle ab sofort je zweihundert Euro pro Jahr zur Verfügung, die Versicherte nach ihren eigenen Vorstellungen für verschiedene


Weitere Mitteilungen von BKK MOBIL OIL


Hyaluronsäure beim Anti-Aging ...
Weitere Fachartikel DERMA EVE Es mag ironisch klingen, aber eigentlich ist eines der führenden Anti-Aging Mittel der Gegenwart schon eine ältere Dame, die knapp 80 Lenze zählt. Oder haben Sie gewußt, dass bereits 1934 Wissenschaftler im Glaskörper des Rinderauges einen gel-bildenden Stoff entd

Gesundheit: Ministerin Steffens: 'Gesundheitswesen braucht Innovationen um hochwertige Versorgung sicherzustellen' ...
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Das Gesundheitssystem demografiefest weiterzuentwickeln und dabei den hohen qualitativen Anforderungen zu entsprechen, ist eine wesentliche Herausforderung für Bund, Länder, Kommunen und

Familienfreundlicher Arbeitgeber Erzbistum Freiburg ...
Erzbistum bringt Broschüre "Beruf und Familie" für seine Beschäftigten heraus Freiburg (pef). Die Bedürfnisse der Familien in der Arbeitswelt müssen nach Ansicht von Generalvikar Dr. Fridolin Keck (Erzbistum Freiburg) stärker berücksichtigt werden. "Die Kirche setzt sich g

Mehr Geld für schwerkranke Menschen ...
(ddp direct) Düsseldorf, 03.08.2012 Aufgrund eines Methodenfehlers im Methodenfehlers für die Morbiditätszuschläge wird den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für alte und schwerkranke Menschen zu wenig Geld zur Verfügung gestellt. Das will das Bundesversicherungsamt jetzt ändern und hat am 27


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z