Semantisches Web und die Zukunft der Medien

Semantisches Web und die Zukunft der Medien

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(firmenpresse) - Jeder wird sein eigener Programm-Manager

Zürich/Berlin, 9. Januar 2009, www.ne-na.de - Semantische Webtechnik könnte man auch bei Nachrichtenportalen anwenden. Das berichtet die NZZ http://www.nzz.ch. Der Schlüsselbegriff dazu heiße Web 3.0. Gemeint ist ein Verfahren, das die Bedürfnisse der Nutzer, etwa auf Grund des Klickverhaltens, erfasst. „So bietet etwa der Online-Buchhändler Amazon den Kunden jeweils eine maschinell generierte Liste weiterer Bücher an, die sie interessieren könnten. Die Daten errechnen sich in Sekundenschnelle aus Hunderttausenden von Kundenprofilen und die Trefferquote, das heißt die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein zusätzliches Buch gekauft wird, ist hoch. Der Vorteil eines solchen Verfahrens ist, dass auch Marginalien gefördert oder gefunden werden", so die NZZ. Tobias Trevisan, Geschäftsführer der FAZ http://www.faz.net, übersetzt das für die Medien so: Es sei besser, wenn tausend Artikel je einmal gelesen würden, als wenn ein einziger Artikel tausendmal gelesen werde.

Mit dem Web 3.0 werden intuitive Nutzerschnittstellen auf den Markt kommen, die aus den Suchmaschinen nutzerfreundliche Antwortmaschinen machen. Dabei werde die Spracherkennung eine größere Rolle spielen, so die Einschätzung von Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin: „Die Informationen werden viel besser aufbereitet und verschlagwortet sein, so dass man konkrete Fragen stellen kann. Je nach Bedarf bekommt man Texte zum Lesen oder auch Audiofiles zum Anhören. Fragen wie ‚Wer war der 43. Präsident der Vereinigten Staaten?' werden dann direkt beantwortet. Bei Informationsanfragen wie ‚Ursachen der Wirtschaftskrise 2008' wird man Text, Audio- oder Videofiles zur Auswahl erhalten, die sehr viel genauer das Thema betreffen als die aktuelle Ergebnisliste bei Google." Das Semantische Web mache Text, Audio und Video zu gleichberechtigten Medien. „Die Redaktion einer Zeitung oder einer Zeitschrift wird nicht substituiert. Der Medienkonsum ändert sich allerdings. Jeder wird sein eigener Programmmanager und steuert autonom seinen Informations- und Unterhaltungsbedarf", prognostiziert Sprachdialogexperte Pape.



Auf Multimedia und publizistische Inhalte auf allen Kanälen setzt VÖZ-Präsident Horst Pirker http://www.voez.at für die Zukunft der Medien. Man müsse die Inhalte von der Verbreitungsplattform lösen. „So, wie es aber verschiedene Vertriebsmöglichkeiten gibt, lassen sich andererseits auch die Empfangsgeräte unterschiedlich nutzen. Ein Gadget könne heute GPS, Personal Computer, Musikladen, Telefon, eine Zeitung oder ein MP3-Player sein", führt die NZZ aus. Daneben gebe es auch eine Konvergenz der Industrien: Telefongesellschaften, Suchmaschinen, Fernsehsender kommen im Internet im gleichen Outfit daher wie Nachrichten-Websites. Deshalb müsse man sich von den einzelnen Plattformen lösen und den Fokus auf die Zielgruppen richten. Die Frage sei, welchen Nutzen man anbieten könne und wie man diesen herstelle.
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