Bio-Wein jetzt auch offiziell Bio-Wein: Ökologische Weinbereitung gesetzlich geregelt

Bio-Wein jetzt auch offiziell Bio-Wein: Ökologische Weinbereitung gesetzlich geregelt

ID: 695998

Bio-Wein jetzt auch offiziell Bio-Wein: Ökologische Weinbereitung gesetzlich geregelt



(pressrelations) -
(aid) - Bio-Wein darf jetzt offiziell beim Namen genannt werden. Seit 1. August 2012 gelten verbindliche gesetzliche Regelungen, welche Verfahren und Stoffe bei der ökologischen Weinbereitung angewendet werden dürfen. Wein, der nach diesen Vorschriften hergestellt wurde, kann als ökologischer/biologischer Wein - kurz: Bio- oder Öko-Wein - bezeichnet werden. Wie bei allen anderen Bio-Lebensmitteln muss dann auch das EU-Bio-Logo auf das Etikett. Das nationale Bio-Siegel darf zusätzlich verwendet werden. Das, was im Volksmund schon immer als Bio-Wein betitelt wurde, durfte bislang rechtlich betrachtet nur als "Wein aus Trauben aus ökologischen Anbau" gekennzeichnet werden. Denn es gab zwar europaweit verbindliche Regelungen für den Bio-Weinanbau, nicht aber für ökologische Herstellungsmethoden.

Klarheit bringen die EU-Durchführungsbestimmungen für die ökologische Weinerzeugung Nr. 203/2012, die ab der Ernte 2012 praktisch relevant werden. Verboten sind danach beispielsweise die physikalische Entschwefelung oder Sorbinsäure, die in konventionellem Wein mitunter zugesetzt wird, um Nachgärungen von Resthefen zu verhindern. Grundsätzlich erlaubt sind dagegen der Zusatz von Ascorbin- und Zitronensäure zur Stabilisierung oder geschmacksgebender Stoffe wie Tannine und Eichenchips. Auch Stoffe zur Auf- und Entsäuerung, bestimmte Enzyme und Schönungsmittel wie Gelatine, Hausenblase oder Eieralbumin dürfen für Bio-Wein verwendet werden. Allerdings: Grundsätzlich - soweit sich aus den EU-Vorschriften nichts anderes ergibt - müssen die zugelassenen Stoffe aus ökologischen Ausgangsstoffen gewonnen sein.

Für Bio-Wein erlaubt ist auch die Schwefelung: Hier bilden sich in wässriger Lösung Schwefeldioxid beziehungsweise Sulfite, die konservierend auf den Wein wirken. Verglichen mit konventionellen Wein gelten für Bio-Wein allerdings strengere Schwefeldioxid-Grenzwerte: In trockenem Rotwein mit einem Restzuckergehalt von zwei Gramm pro Liter dürfen höchstens 100 Milligramm Schwefeldioxid pro Liter enthalten sein, für Weiß- und Roséwein mit entsprechendem Restzuckergehalt gilt ein Höchstwert von 150 Milligramm pro Liter - das sind jeweils 50 Milligramm weniger als bei vergleichbarem konventionellen Wein. Für alle übrigen Bio-Weine müssen die Schwefeldioxid-Gehalte um 30 Milligramm pro Liter geringer sein als bei konventionellem Wein. Die Einhaltung dieser Grenzwerte könnte für Bio-Weinbauer zur Herausforderung werden. Denn gerade bei trockenen Weinen kann es je nach qualitativem und hygienischem Zustand des Leseguts leicht zu unerwünschten Spontangärungen kommen.



Ob die geringeren Grenzwerte Menschen, die sensibel auf Sulfit regieren, einen unbeschwerteren Weingenuss versprechen, mag dahingestellt bleiben. Denn der Mensch reagiert sehr unterschiedlich auf Sulfite; bei sehr empfindlichen führen schon kleine Mengen in kurzer Zeit zu Übelkeit oder Kopfschmerzen. Der Hinweis "Enthält Sulfit" ist daher schon seit Jahren ab einer Menge von 10 Milligramm Schwefeldioxid pro Liter Pflicht - egal, ob es sich dabei um Bio-Wein oder konventionellen Wein oder andere verpackte Lebensmittel handelt.


Fachbereich Presse und Marketing
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn


Chefredaktion:
Harald Seitz (v. i. S. d. P.)
Telefon (0228) 84 99-123
Telefax (0228) 84 99-2123
h.seitz@aid-mail.de

Redaktion:
Renate Kessen
Telefon (0228) 84 99-162
Telefax (0228) 84 99-2119
r.kessen@aid-mail.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Unterschätzte Fliegen: Übertragung von gefährlichen Erregern möglich Rebhuhn, Feldsperling und Goldammer werden rar: Immer weniger Vögel auf europäischen Feldern
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 08.08.2012 - 11:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 695998
Anzahl Zeichen: 3859

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 280 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bio-Wein jetzt auch offiziell Bio-Wein: Ökologische Weinbereitung gesetzlich geregelt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

aid (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Energydrinks: Jeder zehnte Europäer greift mehrmals in der Woche zu ...
(aid) - Fast jeder dritte Europäer konsumiert Energydrinks - rund 12 Prozent sogar mindestens vier- bis fünfmal in der Woche. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, für die mehr als 52.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 16 EU-Mitg

SchmExperten in der Lernküche in Bild und Ton: aid-Kurz-Video auf YouTube ...
(aid) - Die "SchmExperten in der Lernküche" des aid infodienst erobern bereits seit Januar die Lernküchen der 6. bis 8. Klassen aller Schulformen. Um noch mehr Lehrerinnen und Lehrer für das praxisorientierte Unterrichtsmaterial zu begeistern, hat der aid ein Kurz-Video produziert, da

Freude am Gärtnern - trotz Pollenallergie: Neuer aid-Hörfunkbeitrag ...
(aid) - Der Winter war lang genug, endlich wird es Frühling: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, also ab ins Freie und die Natur genießen. Für viele Menschen mag das allerdings wie Hohn klingen, denn Pollenallergien, umgangssprachlich als Heuschnupfen bezeichnet, machen Betroffenen den Au


Weitere Mitteilungen von aid


Rebhuhn, Feldsperling und Goldammer werden rar: Immer weniger Vögel auf europäischen Feldern ...
(aid) - In der Europäischen Union ist die Zahl der Vögel in der Agrarlandschaft in den vergangenen dreißig Jahren um die Hälfte gesunken. Das hat eine aktuelle Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International ergeben, für die Daten aus 25 EU-Mitgliedstaaten ausgewertet wurden. Die Wi

Unterschätzte Fliegen: Übertragung von gefährlichen Erregern möglich ...
(aid) - Lästig sind sie allemal, Fliegen, die Mensch und Tier gleichermaßen zu plagen wissen. Doch als Überträger von gefährlichen Erregern hatte die Wissenschaft sie bislang eigentlich nicht übermäßig auf der Rechnung. Nun fanden Forscher im Rahmen einer deutsch-niederländischen Studie h

Lebensmittel aus der Kälte: Die neue aid-Broschüre 'Tiefkühlkost von A bis Z' ...
(aid) - Als im Jahr 1955 die ersten Kühltruhen und tiefgefrorenen Lebensmittel auf den deutschen Markt kamen, ahnte noch niemand, welche Erfolgsgeschichte sich daraus entwickeln würde. Heute gibt es beinahe in jedem Haushalt zumindest ein Tiefkühlfach und jeder Bundesbürger isst pro Jahr durch

BUND, Bundesverband Erneuerbare Energie und Energieeffizienz-Initiative DENEFF legen Sofortprogramm vor: Energiewende beschleunigen statt zerreden ...
Berlin: "2050 sollen mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen und bis 2020 soll der Stromverbrauch in Deutschland um ein Zehntel niedriger sein. Diese Ziele der Bundesregierung lassen sich nur erreichen, wenn die Energiewende nicht zerredet, sondern wenn sie beschleuni


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z