Serienproduktion von Brennstoffzellen und Batterien: Kosten reduzieren und die Nachfrage ankurbeln
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Rückblick: Podiumsdiskussion bei einer der vergangenen Konferenzen Bildrecht: Peter Sauber Agentur(firmenpresse) - Für die Elektromobilität der Zukunft und eine neue nachhaltige Energiewirtschaft sind sie unverzichtbar: Brennstoffzellen und Lithium-Ionen-Batterien. Fachleute aus diesen Bereichen treffen sich zu den Konferenzen und Messen f-cell und Battery+Storage vom 8. bis 10. Oktober 2012 auf dem Stuttgarter Messegelände. Eines der Konferenzthemen ist die Senkung der Kosten bei der Herstellung der Systeme.
Stuttgart (eos) - Batterien und Brennstoffzellen sind Schlüsseltechnologien für die nachhaltige Energiewirtschaft der Zukunft. Ihre Praxistauglichkeit haben sie bereits unter Beweis gestellt. Im Rahmen der Konferenzen f-cell und Battery+Storage werden Brennstoffzellensysteme zur Nutzung in Autos, zur Hausenergieversorgung oder als Kraftwerke betrachtet sowie Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge und als stationäre Speicher. Brennstoffzellen und Lithium-Ionen-Batterien sind im Vergleich mit herkömmlichen Technologien in diesen Anwendungsgebieten jedoch noch deutlich teurer. Das bremst die Nachfrage. Wie lassen sich Komponenten und komplette Systeme künftig kostengünstiger produzieren? Unter anderem dieser Frage gehen die Referenten der Konferenzen f-cell und Battery+Storage vom 8. bis 10. Oktober in Stuttgart nach. Parallel zu den internationalen Konferenz-Veranstaltungen mit insgesamt 120 Vorträgen in 19 Themenforen finden gleichnamige Messen im ICS Internationales Congresscenter der Messe Stuttgart statt. Am 10. Oktober rundet der e-mobil BW TECHNOLOGIETAG die Veranstaltung ab. Er beleuchtet Mobilitätslösungen der Zukunft und Schwerpunkte der Politik Baden-Württembergs.
Henne-Ei-Problem durchbrechen
"Brennstoffzellen werden im Moment noch quasi in Handarbeit hergestellt", beschreibt Professor Dr. Angelika Heinzel vom Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) an der Universität Duisburg-Essen den Status bei der Brennstoffzellenfertigung. Das ZBT übernimmt die Moderation eines f-cell-Forums zu Produktions- und Automatisierungstechnologien. "Automatisierung finden wir im Moment vorwiegend bei der Komponenten herstellung." Die Technologie habe jedoch den Reifegrad für die Serienproduktion erreicht, sagt Edgar Lederer von Fix Maschinenbau, der ebenfalls auf der f-cell sprechen wird. Noch sei die Nachfrage nach Brennstoffzellen auch auf Grund der hohen Preise aber so überschaubar, dass sich entsprechende Produktionsanlagen, die zur Kostensenkung beitragen könnten, nicht finanzieren ließen - ein Henne-Ei-Problem, das auch die Batteriehersteller umtreibt. "Durch die Mittel, die hier in Deutschland im Rahmen der Nationalen Plattform Elektromobilität zur Verfügung stehen, soll dieser Kreislauf durchbrochen werden", sagt Dr. Rudolf Simon vom Fabrikplanungs- und -bauunternehmen M+W Germany, der im Rahmen der Battery+Storage spricht. Er ist sich sicher: "Der Markt wird sich entwickeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Break-even erreicht ist und sich die Linien der steigenden Kraftstoffpreise und der fallenden Preise für E-Mobilität kreuzen werden."
Zusammenarbeit gefragt
Die Finanzierbarkeit einer Serienproduktion ist jedoch nicht die einzige Hürde. Auch die Entwickler haben noch alle Hände voll zu tun, um die Langlebigkeit der Techniken zu erhöhen, teure Materialien nach Möglichkeit zu ersetzen und das Design von Komponenten für die Massenproduktion zu optimieren. "Wir müssen uns mit Designern und Zulieferern zusammensetzen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für viele einzelne Problemstellungen finden", sagt Edgar Lederer. Dr. Sarah Michaelis vom VDMA sieht den Maschinen- und Anlagenbau in einer Schlüsselrolle, um die Kosten bei der Herstellung von Batterien zu senken. "Die Unternehmen sollten sich zusammenschließen, um Gesamtsysteme zur Batterieherstellung am Markt anbieten zu können. Auch zwischen Herstellern sowie Maschinenbauern ist jetzt der Dialog gefragt, um Anlagen passgenau weiter zu entwickeln", sagt die Battery+Storage-Referentin.
f-cell und Battery+Storage als Plattformen für den Austausch
Für diesen Informationsaustausch bieten die Konferenzen und Messen f-cell und Battery+Storage eine ideale Plattform. "Durch den Zusammenschluss des seit zwölf Jahren international bekannten Fachforums f-cell mit der Battery+Storage nehmen wir verstärkt Gesamtsysteme der Energiewirtschaft in den Blick und tragen der Tatsache Rechnung, dass viele Unternehmen in beiden Technikfeldern aktiv sind", erläutert Peter Sauber, Geschäftsführer der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH, die die f-cell gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstaltet und mit der Messe Stuttgart GmbH als Veranstalter der Battery+Storage kooperiert. Zum Verbund gehört außerdem die e-mobil BW GmbH, die den e-mobil BW TECHNOLOGIETAG ausrichtet.
Weitere Informationen
Interessierte finden weitere Informationen sowie die f-cell- und Battery+Storage-Konferenzprogramme im Internet unter www.f-cell.de. Zur Messe Battery+Storage gibt es Hinweise unter
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Die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH (www.messe-sauber.de) ist Mit-Veranstalter und Organisator des jährlich in Stuttgart stattfindenden Brennstoffzellen-Fachforums f-cell für Produzenten und Anwender der Brennstoffzelle. Darüber hinaus führt die Agentur aus Stuttgart zahlreiche weitere Messen und Ausstellungen durch: zum Beispiel die lokalen Endverbraucher-Messen "Haus / Holz / Energie" sowie den Kinderbetreuungs- und Bildungskongress "Invest in Future".
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Datum: 09.08.2012 - 10:55 Uhr
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