KURTH: Opfern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein Gesicht geben
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KURTH: Opfern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein Gesicht geben
BERLIN. Zur heutigen Vorstellung des Forschungsprojekts zur Aufklärung der Schicksale der Opfer des DDR-Grenzregimes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, erklärt der Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für die Aufarbeitung des DDR-Unrechts Patrick KURTH:
Mit dem von der Bundesregierung unterstützen Forschungsprojekt wird 51 Jahre nach dem Bau der Mauer und fast 23 Jahre nach ihrem Fall endlich ein noch wenig erforschter, aber extrem wichtiger Aspekt der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte aufgeklärt. Dank unermüdlicher Aufarbeitung wissen wir heute sehr genau, wie menschenverachtend das DDR-Regime an der Berliner Mauer gewirkt hat und wie viel Opfer dort zu beklagen sind. Was an der knapp 1400 km langen, nicht minder bewachten, innerdeutschen Grenze geschah, ist dagegen nur bruchstückhaft erforscht. Das ändert sich jetzt. Ziel des Projekts muss es ein, nicht nur nackte Zahlen zu ermitteln, sondern den Zahlen auch konkrete Schicksale und Personen zuzuordnen und somit ein Gesicht zu geben. Damit bekunden wir nicht nur unseren Respekt gegenüber den Betroffenen und ihren Angehörigen und Nachkommen. Wir beugen damit auch einer weiteren Verklärung des DDR-Unrechts vor, wenn nun ein weiterer Baustein des Unwesens des SED-Regimes vollständig beleuchtet wird. Das ganze Ausmaß des Unrechts wird dadurch für uns und v.a. für jüngere und alle nachkommenden Generationen, die keine eigenen Erfahrungen mit der DDR gemacht haben, begreifbarer.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass sich neben dem Bund nur drei Bundesländer an dem Projekt beteiligen. Besonders unverständlich ist, dass darunter nur eines der neuen Bundesländer ist. Alle Bundesländer mit einem Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hätten sich an dem Forschungsprojekt beteiligen müssen. Dies gilt vor allem für die auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Noch ist es aber für eine Unterstützung des Projekts nicht zu spät.
Beatrix Brodkorb
Pressesprecherin und Leiterin der Pressestelle
der FDP-Bundestagsfraktion
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Datum: 10.08.2012 - 14:15 Uhr
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