Für eine neue Kultur der Mitverantwortung

Für eine neue Kultur der Mitverantwortung

ID: 704832

Für eine neue Kultur der Mitverantwortung



(pressrelations) -
Bundeskabinett beschließt Ersten Engagementbericht

Das Bundeskabinett hat heute (Mittwoch) den Ersten Engagementbericht "Für eine Kultur der Mitverantwortung" beschlossen und dem Deutschen Bundestag vorgelegt.

Der Engagementbericht widmet sich schwerpunktmäßig dem bürgerschaftlichen Engagement von Unternehmen. Er bietet eine ökonomische Analyse, stellt die Situation und Entwicklung des Engagements in Deutschland dar und gibt neue Impulse und wichtige Handlungsempfehlungen für die unterschiedlichen Akteure.

"Der Engagementbericht betont die Bedeutung und den Wert des bürgerschaftlichen Engagements für eine moderne Gesellschaft und ihre Wandlungsprozesse", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, anlässlich der Kabinettsbefassung des Berichts. "Bürgerschaftliches Engagement ist kein 'weiches' Thema sondern gehört zum harten Kern einer zeitgemäßen Gesellschaftspolitik. Eine Kultur der Mitverantwortung kann nur in einem ausgewogenen Miteinander von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gelingen.

Deshalb müssen wir einen breit angelegten Diskurs über Bedeutung, Bedingungen und Herausforderungen der Zivilgesellschaft führen", erklärt Kristina Schröder.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichtes sind: Fast zwei Drittel aller deutschen Unternehmen (64 Prozent) engagieren sich bürgerschaftlich. Das Volumen des Unternehmensengagements entspricht einem finanziellen Gegenwert von jährlich mindestens elf Milliarden Euro. Bevorzugt werden Geldspenden (8,5 Milliarden Euro), doch auch mit Produkt- und Sachspenden (1,5 Milliarden Euro) oder mit unentgeltlicher Überlassung der Infrastruktur (900 Millionen Euro) unterstützen die Unternehmen Vereine, Verbände, soziale Einrichtungen oder Stiftungen. Die Unternehmen konzentrieren sich dabei auf ihr direktes lokales und regionales Umfeld und fördern besonders den Bereich Erziehung, Kindergärten und Schulen (75


Prozent) sowie Freizeitaktivitäten und Sport (68 Prozent).

Bürgerschaftliches Engagement hat in Deutschland insgesamt eine hohe Stabilität (Quote 36 Prozent). Die beliebtesten Engagementfelder bei den über 14-Jährigen sind Sport und Bewegung, Schule, Kindergarten und Kirche oder Religion. Sozial- und Bildungsstatus spielen beim Engagement eine entscheidende Rolle: Insbesondere beruflich und familiär stark eingebundene Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für die Gesellschaft.

"Wir sehen uns durch den Ersten Engagementbericht bestätigt: Neben Staat und Zivilgesellschaft spielen die Unternehmen bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen eine herausragende Rolle. Deshalb werden wir die Empfehlung der Kommission aufgreifen, die Unternehmen durch Anlaufstellen im Rahmen unserer strategischen Partnerschaften mit der Wirtschaft zu unterstützen", erklärt Bundesministerin Kristina Schröder.

Die Bundesregierung legt in ihrer Stellungnahme die zentralen Schwerpunkte der Engagementpolitk im Rahmen der Nationalen Engagementstrategie dar:
  • Strategische Partnerschaften und Kooperation mit der Wirtschaft: Zusammenarbeit mit der Unternehmensgruppe "WIE - Wirtschaft. Initiative. Engagement.", einer Gruppe von neunzehn Wirtschaftsunternehmen, die sich für bürgerschaftliches Engagement einsetzen.
  • Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen mittels eines Güte-Siegels: Gemeinsam mit Arbeitgeberverbänden, Ländern, Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und dem Deutschen Olympischen Sportbund soll so die Vereinbarkeit von Beruf und Engagement verbessert werde.
  • Stärkung von sozialunternehmerischem Engagement und von sozialen Innovationen: Sozialunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Zu diesem Zweck startete die Bundesregierung am 1. Januar 2012 ein KfW-Programm zur Finanzierung von Sozialunternehmen.
  • Bürgerschaftliches Engagement als Teil des Bildungskonzepts: Das Bundesfamilienministerium fördert "Service-Learning - Lernen durch Engagement" an Schulen und Hochschulen, um diese Institutionen stärker für freiwilliges Engagement zu öffnen.
  • Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund: Mit der "Aktion zusammen wachsen" bietet das Bundesfamilienministerium in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration eine bundesweite Vernetzungsstruktur für Projekte an, die mit ehrenamtlichen Bildungs- und Ausbildungspaten insbesondere Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien unterstützen.
  • Anerkennung des Engagements: Um zu zeigen, dass viele Menschen sich auf unterschiedlichste Weise für unsere Gesellschaft einsetzen, wurde der Deutsche Engagementpreis ins Leben gerufen.
Der Erste Engagementbericht der Bundesregierung wurde auf Beschluss des Deutschen Bundestages vom 19. März 2009 von einer eigens dafür berufenen Kommission aus neun Sachverständigen der Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erstellt. Weitere Engagementberichte sollen in jeder Legislaturperiode mit einem jeweils neuen Schwerpunktthema folgen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de.


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Demo für ein tier- und bürgerfreundliches Hundegesetz in Hamburg Zukunft Ost ist Chance für ganz Deutschland
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 22.08.2012 - 12:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 704832
Anzahl Zeichen: 5791

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 307 mal aufgerufen.

Strategisches Investitionsmanagement in der bayerischen Landwirtschaft: Effizienz durch Gebrauchtmaschinen ...
Die Herausforderungen der modernen Agrarwirtschaft in Bayern Die moderne Agrarwirtschaft steht heute vor komplexen Herausforderungen. Volatile Erzeugerpreise, steigende Betriebsmittelkosten und strenge regulatorische Auflagen erfordern eine effiziente Betriebsführung. Besonders in Bayern, wo tradi

Die NIS-2-Umsetzung als strategische Chance: Ein Leitfaden für deutsche Unternehmen ...
Die Frist rückt unaufhaltsam näher: Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Network and Information Security Directive, kurz NIS-2, in nationales Recht umsetzen. Diese Richtlinie stellt eine signifikante Verschärfung der Cybersicherheitsanforderungen für eine breite Palette v

Pressemitteilungen im B2B-Marketing: Wie Unternehmen gleichzeitig Reichweite wie Glaubwürdigkeit aufbauen ...
Manchmal wird über Pressemitteilungen gesagt, sie seien ein Relikt aus der Zeit, als Faxgeräte zum Büroalltag zählten. Falsch, sie leben! Gerade im B2B-Bereich erleben sie eine Renaissance, weil sie etwas leisten, was bezahlte Werbung nur schwer imitieren kann: glaubwürdige Sichtbarkeit. Wenn e

Demo für ein tier- und bürgerfreundliches Hundegesetz in Hamburg ...
Das Hamburger Hundegesetz steht wieder auf dem Prüfstand. Am 28. August 2012 wird die zuständige Gesundheitsbehörde ihren Gesetzentwurf dem Gesundheitsausschuss der Hamburger Bürgerschaft vorlegen, der darüber in seiner Sitzung am 25. September 2012 beraten wird. Das Gesetz soll ? so der Entwur

Rheinische Post: FDP-Generalsekretär lehnt Zugeständnisse an Griechenland ab ...
FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat Zugeständnisse an Griechenland zur Erfüllung der Reformen abgelehnt. "Die von Ministerpräsident Samaras beklagte Wachstumsschwäche Griechenlands ist nicht vom Himmel gefallen. Das ist die Folge, weil notwendige Reformen und Wachstumsimpulse immer

Elterngeld: Lohnsteuerklasse jetzt unbedingt früher wechseln! ...
Erwerbstätige Mütter und Väter, die sich nach der Geburt des Kindes um dessen Betreuung kümmern, erhalten zum Ausgleich für das wegfallende Einkommen das staatliche Elterngeld. Grundlage für das Elterngeld ist bisher das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils,

Fischbach: Bürger-Engagement bedeutet Mitverantwortung ...
Das Bundeskabinett hat sich heute mit dem Bericht der Sachverständigenkommission "Für eine Kultur der Mitverantwortung" befasst und die vom Bundesfamilienministerium vorgelegte Stellungnahme der Bundesregierung beschlossen. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fr


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z