Bahr springt zu kurz bei Krebsregister
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Bahr springt zu kurz bei Krebsregister
"Das bundeseinheitliche Krebsregister ist längst überfällig. Hier können wir auf jahrzehntelange Erfahrungen der neuen Bundesländer zurückgreifen. Beim Tempo zieht Bahr die Handbremse an. Das Register muss schneller stehen als 2018," so Martina Bunge, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Entwurf eines Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes. Bunge, die sich in Mecklenburg-Vorpommern als Ministerin für den Erhalt der vorhandenen Register aus DDR-Zeiten stark gemacht hat, weiter:
"Bahr springt mal wieder zu kurz. Nötig ist ein nationaler Präventions- und Gesundheitsvorsorgeplan zur Krebsverhinderung nach dem Vorbild der Schweiz oder anderer Nachbarländer. Statt zu handeln denkt der Minister laut über Strafzahlungen oder Belohnungen nach.
Früherkennung ist wichtig, aber kein Allheilmittel gegen Krebs. Die Ausweitung von Kontroll- und Früherkennungsprogrammen sichert zwar zusätzliche Einnahmequellen für Ärzte, wird aber zur Eindämmung von Krebserkrankungen überschätzt. Viele Untersuchungen zur Krebserkennung erwiesen sich als nutzlos für die Patienten. Dazu zählt z. B. die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke. Andere Untersuchungen können sogar schaden oder verunsichern Patientinnen und Patienten unnötig."
F.d.R. Hanno Harnisch
Hanno Harnisch
Stellv. Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 22.08.2012 - 14:00 Uhr
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