Schwäbische Zeitung: Geschlossenheit sieht anders aus - Leitartikel

Schwäbische Zeitung: Geschlossenheit sieht anders aus - Leitartikel

ID: 707242
(ots) - Was mit Griechenland in den kommenden Monaten
geschieht, weiß niemand - weder in groben Zügen noch im Detail. Wie
es mit der Bundesregierung in diesem Zeitraum aussehen wird, kann
aber auch kaum jemand voraussehen. Das Wochenende jedenfalls
zeichnete ein Bild von Verwerfungen und Orientierungslosigkeit.

Die Kanzlerin selber hat in ihrem gestrigen ARD-Sommerinterview
zwar erneut ein stimmiges Bild von sich gegeben. Da ist jemand mit
sich im Reinen und weiß auch, wie durch die kommenden turbulenten
Zeiten geführt werden soll, ist die Botschaft. Doch in der Koalition
brodelt es, Mehrheiten im Parlament und somit die Regierungsfähigkeit
sind gefährdet. In der CDU herrscht hier und dort Unruhe ob des Stils
und der Entscheidungen von Angela Merkel.

Auf den hinteren Bänken des Reichstages, aber auch in der gesamten
Bundesrepublik gibt es Kritiker, die eine vermeintlich zu moderne
Merkel-Politik angreifen, ohne allerdings ihren Unmut oder ihre
Alternativen verständlich darlegen zu können. Für die
Regierungschefin ist das gut, für die Volkspartei CDU nur suboptimal.

Und die Liberalen? Viele FDP-Abgeordnete befürchten ihr
persönliches Aus nach der nächsten Bundestagswahl und werden so zu
einem weiteren Sicherheitsrisiko für die schwarz-gelbe Mehrheit im
Bundestag. Sie mit der Fraktionsknute disziplinieren zu wollen, ist
kaum möglich. Die Eurokritiker sind beileibe nicht so schwach, wie
sie von der Parteiführung hingestellt werden.

Bliebe die CSU. Sie befindet sich bereits im Landtagswahlkampf
2013 und überzieht dabei mit ihrem Generalsekretär Dobrindt und
seinem Falschmünzer-Draghi-Zitat so maßlos, dass es auch
Europapolitiker der CSU gruselt. Bayerns Finanzminister Söder will an
Griechenland "ein Exempel" statuieren. Eine Wortwahl, die
Außenminister Guido Westerwelle zwingt, darauf hinzuweisen, dass


diese markige Rhetorik die Politik von Angela Merkel untergräbt und
dem Ansehen Deutschlands schadet. Geschlossenheit ein Jahr vor der
Bundestagswahl sieht anders aus.



Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Schwäbische Zeitung: Ende der Unschuld - Kommentar Ostsee-Zeitung: Die OSTSEE-ZEITUNG ROSTOCK zum Lichtenhagen-Gedenken:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.08.2012 - 21:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 707242
Anzahl Zeichen: 2406

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Leutkirch



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 295 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Geschlossenheit sieht anders aus - Leitartikel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung


Rheinische Post: Apples Sieg Kommentar Von Reinhard Kowalewsky ...
Es ist gut, dass Samsung nun an Apple eine Milliarde Dollar Schadenersatz dafür zahlen muss, das Konzept und die Einzelheiten des iPhone einfach kopiert zu haben. Dafür hätte das Gericht in Kalifornien noch mehr Schadenersatz verordnen können - immerhin geht es bei Smartphones um Geschäfte v

Rheinische Post: Gaucks Lektion Kommentar Von Matthias Beermann ...
Vor 20 Jahren belagerte ein entfesselter Mob in Rostock-Lichtenhagen ein Asylbewerberheim, wollte nicht nur das Haus brennen sehen, sondern auch die Menschen darin. Tagelang konnten die Angreifer ihrem Hass freien Lauf lassen, kaum behindert von einer passiven Polizei und angefeuert von zahlreich

Rheinische Post: Athen ist nicht Leipzig Kommentar Von Michael Bröcker ...
Wenn es nach den Wirtschaftsliberalen bei Union und FDP geht, könnte die Euro-Krise bei der Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel eine ordnungspolitische Renaissance auslösen. Eine harte finanzpolitische Haltung im Fall Griechenland soll Schwarz-Gelb wieder als bürgerliche Alternative im Parte

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur wiederholten Dortmunder Ratswahl ...
Nicht das Ergebnis, wohl aber die erschreckend geringe Beteiligung an der Wiederholung der Ratswahl in Dortmund ist zum Haare raufen. Der offenbare Wählerbetrug von 2009, als ein riesiges Loch in der Stadtkasse von den Verantwortlichen bis zum Tag nach der Kommunalwahl verschwiegen, ja sogar g


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z