Weltwasserwoche in Stockholm / Biolandbau ist aktiver Wasserschutz
ID: 711522
Anstrengungen für den Schutz von Gewässern. "Unsere Gewässer dürfen
nicht länger durch Dünger, Pestizide und Medikamentenrückstände
verschmutzt werden", sagt Bioland-Präsident Jan Plagge. Ihr Einsatz
in der konventionellen Landwirtschaft müsse drastisch reduziert
werden. "Wer Böden und Gewässer belastet, muss für Folgeschäden
aufkommen. Dies könnte durch eine Einführung von Abgaben auf
Stickstoff-Dünger und Pestizide erreicht werden", so Plagge.
Die Stärkung des ökologischen Landbaus wäre gleichzeitig eine
Stärkung des vorsorgenden Gewässerschutzes. Bio-Bauern sorgen für
saubere Gewässer, indem sie auf Ackergifte verzichten - Boden,
Grundwasser, Binnengewässer und die Meere werden gar nicht erst
belastet. Die Teilnehmer der Weltwasserwoche in Stockholm können die
negativen Auswirkungen der Wasserverschmutzung in der Ostsee direkt
vor ihrer Haustür beobachten: "Überdüngung durch Stickstoff und
Phosphor führt zu starkem Algenwachstum und damit zu einer
verminderten Sauerstoffzufuhr. Pflanzen und Tiere sterben, Fachleute
sprechen von "toten Zonen", sagt Plagge. Zehn bis 20 Prozent der
Ostsee seien bereits jetzt biologisch tot. Hauptverursacher ist die
konventionelle Landwirtschaft, die für 77 Prozent der
Stickstoffeinträge und 63 Prozent der Phosphoreinträge verantwortlich
ist.
Bioland erinnert die Bundesregierung an ihr Ziel, 20 Prozent der
Agrarfläche auf Biolandbau umzustellen. Erreicht sind bislang nur
sechs Prozent. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sieht
zusätzlich vor, die durchschnittlichen Stickstoff-Verluste pro Hektar
auf 80 Kilogramm zu senken. Auch dies kann durch mehr Biolandbau
schneller erreicht werden. "Die anstehende EU-Agrarreform muss den
ökologischen Landbau stärken und dessen Leistungen für Mensch und
Umwelt besser honorieren", fordert der Bioland-Präsident.
Weitere Infos:
http://ots.de/ZDabW
https://www.fibl-shop.org/shop/pdf/1440-argumente.pdf (S. 13 und 14)
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4056.pdf (S. 52-53)
Pressekontakt:
Bioland Bundesverband
Kaiserstr. 18, 55116 Mainz
Pressestelle, Gerald Wehde
Tel.: 0 61 31 / 23 97 9 - 20, Fax: 0 61 31 / 23 97 9 - 27
presse@bioland.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.08.2012 - 14:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 711522
Anzahl Zeichen: 2550
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 225 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weltwasserwoche in Stockholm / Biolandbau ist aktiver Wasserschutz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bioland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Bioland e.V.
Taubenzüchter wegen "Aufruf zu Vogelmord" im Internet verurteilt / Berliner Habicht-Hasser muss 1350 Euro zahlen ...
Der Vorsitzende eines Berliner Taubenzuchtvereins muss wegen des Aufrufs zum Vogelmord im Internet eine Geldstrafe von 1350 Euro (90 Tagessätze á 15 Euro) zahlen. Das Amtgericht Tiergarten sah es heute als erwiesen an, dass der Mann auf der Homepage seines Verbandes Tipplerclub Deutschland e.V.
Auf Safari durchs eigene Land / Für den Bildband "Wilde Tiere in Deutschland" hat sich Dietmar Nill in die Tiefen der heimischen Wälder begeben und eine Vielzahl an ungezähmten Bewohnern ...
Der Wolf ist zurück und geht in dünn besiedelten Gebieten auf die Jagd. An der Küste vor Helgoland dreschen tonnenschwere Kegelrobben-Bullen aufeinander ein. Über den Bayerischen Alpen kreist der Steinadler majestätisch am Himmel. Deutschlands Natur und Tierwelt ist erstaunlich vielfält
HANNOVER MESSE präsentiert sich beim Clean Tech Media Award 2012 / Deutscher Umwelt- und Medienpreis wird am 7. September in Berlin vergeben ...
Die HANNOVER MESSE ist mit der Leitmesse IndustrialGreenTec Partner des Clean Tech Media Awards. Bei der Verleihung Anfang September präsentiert sich das weltweit bedeutendste Technologieereignis als internationale Plattform für grüne Technologien. Der Clean Tech Media Award prämiert Projekt
In Immobilien investieren und an junge Tier-Familien vermieten! /Die Deutsche Wildtier Stiftung rät zu Block- und Reihenhäusern, Hotels, Herbergen und Burgen (BILD) ...
Jetzt in der Finanzkrise heißt die Devise: Sachwerte schaffen und in Immobilien investieren! Doch wer kann sich ein eigenes Haus leisten? "Wenn sich das Traumhaus für die eigene Familie nicht finanzieren lässt, können Sie mit kleineren Immobilien Tier-Familien glücklich machen"




