Künast: Schwarz-Grün steht nicht zur Debatte/ Merkel "personelles Symbol einer altmodischen Politik"
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Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast schließt Schwarz-Grün als
Option nach der nächsten Bundestagswahl aus. "Das steht gar nicht zur
Debatte zurzeit, weil wir trotz vieler verbaler Kapriolen, die Merkel
so anbietet, diametral entgegengesetzt stehen", sagte sie im
PHOENIX-Interview. Merkel sei keine Europäerin, da sie nur das
Portemonnaie zuhalte, ohne den Menschen zu erklären, dass unsere
wirtschaftliche Lage in einem direkten Zusammenhang zu der Situation
in anderen Ländern der Europäischen Union stehe. Sie habe auch keine
Vision, die beides mache, nämlich hier im Land soziale Sicherheit zu
schaffen und trotzdem eine europäische Entwicklung weiter zu
betreiben. "Sie ist für mich das personelle Symbol einer altmodischen
Politik", sagte Künast. "Ich will, dass wir eine klare Mehrheit
herstellen können mit Grünen und der SPD gegen Schwarz-Gelb. Das ist
das Ziel."
Bei ihrer Kandidatur als Spitzenkandidatin will Künast auf das
Thema Gerechtigkeit setzen. "In einem Land, in dem die Schere immer
weiter aufgeht, konzentriere ich mich in der Politik darauf, dass wir
die Bildungsinfrastruktur haben." Gerechtigkeit sei, dass man
Teilhabemöglichkeiten habe und aufsteigen könne. Daneben geht es ihr
um die Erhaltung der Lebensgrundlagen, also Positionen gegen den
Klimawandel, gegen den Verlust der Artenvielfalt und gegen den
Verlust von gutem Ackerland.
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Datum: 03.09.2012 - 11:06 Uhr
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