SOS-Kinderdorf in Damaskus evakuiert / Syrien: Kinder und Mütter auf der Flucht vor Kämpfen
ID: 713423
zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Einheiten in Damaskus
musste das SOS-Kinderdorf evakuiert werden. Auch das zweite syrische
SOS-Kinderdorf in Aleppo befindet sich in einer heftig umkämpften
Zone.
"Die Mütter und Kinder des SOS-Kinderdorfs in Aleppo haben gerade
einen dreitätigen Albtraum mit Bombardierung und ständigem Beschuss
um sie herum erlebt", erklärte der Pressesprecher der
SOS-Kinderdörfer weltweit in München, Louay Yassin. "Die Kollegen vor
Ort denken darüber nach, das Kinderdorf zu evakuieren. Allerdings ist
das unter den gegebenen Umständen zu gefährlich." Es sei derzeit
unmöglich, Kinder und Mütter sicher in eine ruhigere Gegend zu
bringen. Die Kinderdörfer seien zwar nicht Ziel der Kämpfe, erklärte
Yassin, aber auch Querschläger oder verirrte Kugeln und Bomben seien
tödlich, wie die SOS-Kinderdörfer in den vergangenen Jahren in
Mogadischu/Somalia mehrfach erleben mussten.
Das SOS-Kinderdorf in Damaskus konnte dagegen evakuiert werden.
Mütter und Kinder befinden sich nun unter extrem beengten
Verhältnissen im SOS-Regionalbüro, das in einem Stadtviertel liegt,
das bislang als einigermaßen sicher gilt. Allerdings werden die
Kinder vermutlich nicht in der Lage sein, die Schule zu besuchen, die
kommende Woche wieder startet.
Das tägliche Leben wird in beiden Städten immer schwieriger. Vor
allem in Aleppo haben sich die Preise für Lebensmittel verfünffacht.
Benzin ist nur noch selten zu haben und extrem teuer. Die Bewohner
sind immer wieder von langanhaltenden Stromausfällen betroffen.
Selbstmordattentäter verschlimmern die Lage. Kürzlich zündete ein
Selbstmordattentäter seine Bombe bei einem Begräbnis. 28 Menschen,
darunter neun Kinder, kamen ums Leben.
Pressekontakt:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
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Datum: 04.09.2012 - 11:22 Uhr
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Stadt:
Damaskus/München
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