Schwäbische Zeitung: Kretschmann muss Farbe bekennen - Kommentar
ID: 715012
grün-roten Landesregierung bezeichnet insbesondere Ministerpräsident
Winfried Kretschmann eine "Politik des Gehörtwerdens" als den
Maßstab, an dem er sich messen lassen will. Er will die Bürgerschaft
mehr in politische Prozesse einbinden und das Vertrauen zwischen
Regierenden und Regierten erhöhen. Da stimmen erst einmal alle mit
ein. Und wer eine Volksabstimmung wie jene zum Ausstieg aus dem
Stuttgart-21-Projekt verliert, büßt noch lange nicht an Autorität
ein. Im Gegenteil. Kretschmanns Ansehen hat nicht darunter gelitten,
weil ihm die Mehrheit im Land nicht gefolgt ist.
Doch vom Versprechen, die Hürden für mehr Bürgerbeteiligung
spürbar zu senken, ist Grün-Rot noch weit entfernt. Für Landesgesetze
muss die CDU mit ins Boot, weil nur so eine Mehrheit für eine
Verfassungsänderung zu erreichen ist. Leichter fallen Änderungen auf
kommunaler Ebene.
Das Beispiel Bayern zeigt, dass deutlich mehr Bürgerentscheide ein
Land nicht lahmlegen müssen. Zu lange darf Grün-Rot das notwendige
Gesetzgebungsverfahren nicht mehr vor sich herschieben. Andernfalls
muss Kretschmann fürchten, dass in Zukunft mehr weghören, als ihm
lieb sein kann.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.09.2012 - 21:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 715012
Anzahl Zeichen: 1507
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leutkirch
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 268 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Kretschmann muss Farbe bekennen - Kommentar"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Schwäbische Zeitung: Hinterher sind viele klüger - Leitartikel ...
Vierzig Jahre nach dem Münchner Geiseldrama gibt es reichlich Kritik an den Menschen, die damals Verantwortung für die Sicherheit der Olympischen Spiele 1972 trugen. Viele Besserwisser übersehen, dass der Terror damals wie aus heiterem Himmel kam und in solcher Dimension schlicht unvorstellbar
Neues Funkrelais RAEPoint Fixed Head von RAE Systems bietet mehr Sicherheit für Arbeiter in industriellen Gefahrenbereichen ...
COPENHAGEN, DENMARK -- (Marketwire) -- 09/05/12 -- Arbeiter in Industrieanlagen sowie in der Öl- und Gasexploration sind ständig der Bedrohung durch saure und entflammbare Gase in potenziell toxischen Konzentrationen ausgesetzt. Fernalarmmeldungen sind von ausschlaggebender Bedeutung, damit sie Ã
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Schulstudie Wunsch nach Entschleunigung BERNHARD HÄNEL ...
Gut, dass man dem Bielefelder Meinungsforschungsinstitut Emnid, gar seinem Chef Klaus-Peter Schöppner eine Linkstendenz nicht vorwerfen kann. Denn die Ergebnisse der repräsentativen Elternbefragung zu Schul- und Lernkonzepten bringt man eher mit linken Parteien in Verbindung. Das heißt aber w
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Ramsauers Radverkehrsplan Hoffnungswerte WOLFGANG MULKE, BERLIN ...
Die Bundesregierung hat endlich den Radfahrer entdeckt. Der nationale Radverkehrsplan stößt deshalb auch bei den sonst so kritischen Zweirad-Lobbyisten auf Zustimmung. Denn was das Verkehrsministerium auf 88 Seiten zusammengefasst hat, ist eine detailreiche Analyse der Schwachpunkte und Lösun




