BZgA rät: Kein Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit
ID: 716221
BZgA rät: Kein Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit
Köln, 7. September 2012. Jedes Jahr erinnert der "Tag des alkoholgeschädigten Kindes? am 9. September an die traurige Tatsache, dass in Deutschland jährlich über 10.000 Kinder mit sogenannten Fetalen Alkoholeffekten und rund 2.000 Kinder mit dem Fetalen Alkoholsyndrom auf die Welt kommen. Kinder mit fetalen Alkoholeffekten weisen vielfältige geistige und körperliche Schädigungen auf. Besonders das zentrale Nervensystem kann betroffen sein. Folgen davon sind Verhaltensauffälligkeiten wie Ruhelosigkeit und erhöhte Reizbarkeit sowie
Lern- und Sprachprobleme. Kinder mit der Vollausprägung des Fetalen Alkoholsyndroms können außerdem körperliche Missbildungen wie Fehlbildungen im Gesicht, des Skeletts und der Extremitäten sowie Nierenschäden oder Herzfehler aufweisen. Die meisten dieser Schädigungen sind bleibend, sodass viele Betroffene ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen sind. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät deshalb, während der Schwangerschaft und Stillzeit vollständig auf Alkohol zu verzichten.
"Während der Schwangerschaft wird das Kind über die Nabelschnur mit allen notwendigen Nährstoffen aus der Nahrung der Mutter versorgt. Auch Alkohol gelangt über diesen Weg zum Kind", erklärt BZgA-Direktorin Prof. Dr.
Elisabeth Pott. Doch der kindliche Organismus ist noch nicht voll entwickelt, kann den Alkohol deutlich schlechter abbauen und ist alkoholbedingten Schädigungen schutzlos ausgeliefert, vor allem das Gehirn. "Schwangere sollten daher grundsätzlich auf Alkohol verzichten. Am besten schon, wenn eine Schwangerschaft geplant ist."
Gleiches gilt für die Stillzeit. Trinken stillende Frauen Alkohol, steigt nicht nur ihr Blutalkoholspiegel, sondern auch der Alkoholgehalt der Muttermilch. Darüber hinaus ist es ein Irrglaube, dass ein Gläschen Sekt die Milchproduktion anregt. Untersuchungen zeigen das Gegenteil.
Alkoholkonsum kann den Milchfluss vermindern. Kein Alkohol in der Stillzeit ist daher die sicherste Wahl.
Die Verantwortung für eine alkoholfreie Schwangerschaft und Stillzeit liegt jedoch nicht nur bei den Frauen selbst, sondern auch bei deren Partnern. Sie sollten in der alkoholabstinenten Zeit unterstützend wirken, indem sie beispielsweise selbst verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen und Situationen vermeiden, die die Partnerin zum Konsum alkoholischer Getränke verleiten könnten.
Informations- und Hilfsangebote der BZgA
Um Frauen und ihre Partner darin zu unterstützen, während der Schwangerschaft und Stillzeit konsequent alkoholfrei zu leben, hat die BZgA ein umfassendes Informations- und Hilfsangebot entwickelt:
- Die Broschüre "Andere Umstände - neue Verantwortung" bietet umfassende Informationen zum Alkoholkonsum während der Schwangerschaft und Stillzeit und unterstützt Frauen da-bei, ihren Alkoholkonsum zu hinterfragen und einzustellen.
- Der Flyer "Informationen zum Thema Alkohol für Schwangere und ihrePartner" fasst die wichtigsten Fakten zusammen.
- Ergänzt werden diese Medien durch Informationen auf der Internetseite der BZgA unter http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schwangerschaft-und-stillzeit/.
Allgemeine Informationen der BZgA rund um Schwangerschaft und Geburt finden Sie auf www.familienplanung.de .
Kontakt:
Julia Jakob
Stv. Pressesprecherin
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Tel. 0221-8992378
Fax: 0221-8992201
E-mail: julia.jakob@bzga.de
http://www.bzga.de
RSS-Feed: http://www.bzga.de/rss-presse.php
Twitter: http://www.twitter.com/bzga_de
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.09.2012 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 716221
Anzahl Zeichen: 4394
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 373 mal aufgerufen.
Freiburger Unternehmen verbindet Sonnenenergie und Gold zur krisensicheren Wertanlage ...
Innovative Anlagestrategie kombiniert Sachwerte mit nachhaltigen Erträgen Ein Freiburger Unternehmen präsentiert eine wegweisende Anlagestrategie, die zwei bewährte Säulen der Vermögenssicherung intelligent miteinander verknüpft. Das Konzept basiert auf der Verbindung von Solarenergie-Investm
Strategisches Investitionsmanagement in der bayerischen Landwirtschaft: Effizienz durch Gebrauchtmaschinen ...
Die Herausforderungen der modernen Agrarwirtschaft in Bayern Die moderne Agrarwirtschaft steht heute vor komplexen Herausforderungen. Volatile Erzeugerpreise, steigende Betriebsmittelkosten und strenge regulatorische Auflagen erfordern eine effiziente Betriebsführung. Besonders in Bayern, wo tradi
Die NIS-2-Umsetzung als strategische Chance: Ein Leitfaden für deutsche Unternehmen ...
Die Frist rückt unaufhaltsam näher: Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Network and Information Security Directive, kurz NIS-2, in nationales Recht umsetzen. Diese Richtlinie stellt eine signifikante Verschärfung der Cybersicherheitsanforderungen für eine breite Palette v
hhp und Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) weiterhin Partner ...
Die hhp AG mit Sitz in Karlsruhe und der DOSB blicken auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Grund genug für beide Partner die Kooperationsvereinbarung nun zu verlängern. Dabei unterstützt der Vertreiber medizinischer Produkte den Sportbund im Bereich des Breitensports, welcher einen
Suizid nach Schlaganfall ...
63.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich durch einen Schlaganfall. Etwa 100 Schlaganfall-Betroffene scheiden freiwillig aus dem Leben, schätzt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstages am kommenden Montag. Sie fordert eine engere und längerf
Inkontinenz-Windeln für Erwachsen ...
Inkontinenz bei Erwachsenen ist nach wie vor eins der großen Tabuthemen unserer Gesellschaft, dabei sind viele davon betroffen. Bei Männern ist sie oft Folge einer Prostata-Vergrößerung oder einer Operation an der Vorsteherdrüse, bei Frauen in vielen Fällen Folge einer spontanen Geburt, bei de
FDA, NIH und Genzyme veröffentlichen ihre Strategien zur Bekämpfung von Viruskontaminationen auf dem Pathogen Safety Summit ...
Führende Biotech- und Biopharma-Unternehmen treffen sich im November zum Pathogen Safety Summit, um mehr über die Maximierung ihrer viralen Sicherheitsstrategien und die neuen Technologien von FDA, NIBSC, NIH sowie einer Reihe von Branchenexperten wie Genzyme, Baxter und Amgen zu erfahren.




