Start der Konsultation des Netzentwicklungsplans Strom der BnetzA / "Ohne Kreis- und Bundesstra

Start der Konsultation des Netzentwicklungsplans Strom der BnetzA /
"Ohne Kreis- und Bundesstraßen funktionieren Autobahnen nicht!"

ID: 716302
(ots) - Die Bürger sollen sich in den kommenden zwei
Monaten ihre Meinung zum überarbeiteten Entwurf für mehrere große
Stromautobahnen in Deutschland äußern. Das gab gestern die
Bundesnetzagentur zum Start der Konsultation des
Netzentwicklungsplans (NEP) Strom bekannt. Dazu Hans-Joachim Reck,
Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU): "Um
die Akzeptanz für die Energiewende nicht zu gefährden, ist die
Beteiligung der Bürger sehr wichtig. Weil die Wende ein
Gemeinschaftswerk ist, sollen die Bürger mitreden, mitmachen und
mitgestalten können, um die Veränderungen in der Energielandschaft
auch aktiv mitzutragen."

Allerdings dürfe man nicht nur auf die großen Stromautobahnen
schauen und man muss dem Bürger auch deutlich sagen, dass die
Stromautobahnen nur mit funktionierenden Kreis- und Bundesstraßen,
den Verteilnetzen, funktionieren. Reck: "Aufgrund des starken Zubaus
dezentraler Erzeugung gibt es jenseits des NEPs massiven
Handlungsbedarf. Wir brauchen Investitionsbedingungen, die den Um-
und Ausbau der Verteilnetze zu Smart Grids ermöglichen. Nur so können
die zunehmenden Lastflüsse aus dem Wachstum der dezentralen Erzeugung
schon im Verteilnetz integriert werden." Zudem sein der Bau lokaler
und regionaler Smart Grids weitaus kostengünstiger als sich
ausschließlich auf Investitionen in die Stromautobahnen, zu
konzentrieren. "Das fördert auch die Akzeptanz."

Aktuell sieht der VKU die regionalen Anforderungen der
Verteilnetz- an die Übertragungsnetzbetreiber bei einer
bedarfsgerechten Entwicklung der Übertragungsnetze nicht
beziehungsweise nicht hinreichend im NEP berücksichtigt. "Im Sinne
einer integrierten Netzausbauplanung müssen diese aber unbedingt
berücksichtigt werden, ohne weitere Planungsinstrumente zu schaffen.
Besonders problematisch ist, dass es noch keine Lösung für den


Zeitverzug bei der Anerkennung von Investitionen in Verteilnetze
gibt." Entsprechende Vorschläge vom VKU und den Landesregulierern
liegen schon lange auf dem Tisch. Gesetzgeber und Behörden müssen nun
zügig liefern.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 236.000 Beschäftigten
wurden 2009 Umsatzerlöse von rund 94 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 67,7 Prozent in der Erdgas-, 76,3 Prozent in der
Trinkwasser-, 58,2 Prozent in der Wärmeversorgung und 12,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.



Pressekontakt:
Verband kommunaler Unternehmen e.V.
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
www.vku.de

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Datum: 07.09.2012 - 11:06 Uhr
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