Neuesüberregionales Netzwerk zur Bekämpfung multiresistenter Erreger (MRE) gewährleistet gleiche Behandlungsqualität in Nord- und Osthessen
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Das vereinbarte Vorgehen umfasst Abstriche bei Risikopatienten, einheitliche Überleitungsbögen und Sanierungsschemata. Die Partner verpflichten sich zur Kommunikation. "Wer unterschreibt, unterschreibt Mindeststandards", erklärte Dr. Schimmelpfennig. Auch wenn keine Einrichtung zu einer Mitgliedschaft gezwungen werden könne, sei die Teilnahme als eine Art Qualitätssiegel zu sehen. "Patienten haben jetzt die Möglichkeit, sich zu informieren, welche Krankenhäuser sich zu den einheitlichen Hygienestandards bekennen", sagte der Experte. Das Gesundheitsamt Region Kassel erhofft sich darüber hinaus nützliche Daten über die MRE-Verbreitung und -Übertragung in den beteiligten Regionen.
Mit diesem Zusammenschluss erfüllt das initiierende Gesundheitsamt Region Kassel die neuen gesetzlichen Vorgaben des Landes Hessen, wenn es um multiresistente Keime geht. Die Hessische Hygieneverordnung verpflichtet medizinische Einrichtungen zur Umsetzung der Maßnahmen. Neben der Zusammenarbeit medizinischer Einrichtungen über die Sektorengrenzen hinaus ist darin auch die Meldepflicht für bestimmte Erreger festgeschrieben. Grundlage ist das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes. Erst dieses Jahr hat die Regierung den Infektionsschutz per Gesetz erweitert, um dem Drehtüreffekt entgegenzuwirken und die MRSA-Infektionen in den Griff zu bekommen. Der Bund hatte darin zum 31. März 2012 alle Länder aufgefordert, Verordnungen zur Infektionshygiene und zur Prävention von resistenten Krankheitserregern in medizinischen Einrichtungen zu erlassen. Seit dem Zeitpunkt erhalten Ärzte eine Vergütung für MRSA-Screenings in ihrer Praxis. Derzeit verhandelt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) darüber, ob der Pflegeaufwand bei MRSA-Patienten im Rahmen der häuslichen Pflege verordnet werden kann. Ebenso im Gespräch ist die Krankenkassenerstattung medizinisch wirksamer Produkte zur MRSA-Sanierung, die der Patient derzeit noch selbst tragen muss.
In Deutschland sind etwa 500.000 Menschen pro Jahr von einer Krankenhausinfektion betroffen. Ca. 40.000 Menschen sterben jährlich daran. Schätzungen zufolge sind etwa 30 Prozent der Infektionen vermeidbar. Viele dieser MRSA-Patienten leiden an Wund- und Harnwegsinfektionen.
Unterstützt hat die Veranstaltung die B. Braun Melsungen AG. Die nordhessische Firma setzt sich weltweit für die Bekämpfung von in medizinischen Einrichtungen erworbenen Infektionen ein und ist an vielen Gesundheitsprojekten der WHO, z. B. der "Aktion Saubere Hände" (ASH), beteiligt. Sie unterstützt intensiv den Aufbau von Versorgungsnetzen. In Bremen ist B. Braun seit April Teil eines Versorgungsnetzwerkes, in dem das MRE-Hygieneset von B. Braun zur Sanierung erstmals von einer Krankenkasse erstattet wird und nicht vom Patienten selbst gezahlt werden muss.
Neben dem Prontoderm-Produktsystem zur Patientensanierung, das sowohl als MRE-Hygieneset als auch einzeln zu beziehen ist, stellt das Unternehmen auch Filme, Hygienepläne sowie einen Ratgeber für Patienten und Betroffene zum Thema MRE (Multiresistente Erreger) zur Verfügung. Seit Mai 2012 kooperieren B. Braun und Glaxo Smith Kline (GSK) im Kampf gegen MRSA.
Weitere Infos unter www.mre.bbraun.de
Rund 45.000 B. Braun-Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern teilen täglich ihr Wissen mit Kollegen und Kunden. Die so entstehenden Innovationen helfen, Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen zu verbessern und die Sicherheit von Patienten, Ärzten und Pflegepersonal zu erhöhen. 2011 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von über 4,6 Mrd. Euro.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Rund 45.000 B. Braun-Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern teilen täglich ihr Wissen mit Kollegen und Kunden. Die so entstehenden Innovationen helfen, Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen zu verbessern und die Sicherheit von Patienten, Ärzten und Pflegepersonal zu erhöhen. 2011 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von über 4,6 Mrd. Euro.
Datum: 13.09.2012 - 10:22 Uhr
Sprache: Deutsch
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Melsungen
Kategorie:
Medizintechnik
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