Konsequenter Nichtraucherschutz gefordert

Konsequenter Nichtraucherschutz gefordert

ID: 727948

Konsequenter Nichtraucherschutz gefordert



(pressrelations) -
Ärzte und Gesundheitsorganisationen wollen neues Gesetz in NRW

Düsseldorf (jti) - Nordrhein-Westfalen ist derzeit im bundesweiten Vergleich zusammen mit Bremen das Schlusslicht beim Nichtraucherschutz in Deutschland. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass Rauchen und Passivrauchen schwere chronische Krankheiten wie Krebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen können. Gesundheitsverbände und Ärzte in Nordrhein-Westfalen fordern daher einen strikten Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens. Die Landesregierung hat im Sommer einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der nun im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Düsseldorfer Landtags beraten wird. Angesichts dieser Beratungen forderten die Deutsche Krebshilfe, die beiden nordrhein-westfälischen Ärztekammern, das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (ABNR) und die Deutsche Herzstiftung im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. September 2012 die Abgeordneten dazu auf, dem Gesetzentwurf der Landesregierung ohne Änderungen zuzustimmen.

Das geltende Nichtraucherschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen ist unzureichend und lässt bundesweit die meisten Ausnahmen zu. In diesem Bundesland gibt es auch die meisten Raucherkneipen. Dies steht im eklatanten Gegensatz zu den bekannten Gesundheitsgefahren des Rauchens und des Passivrauchens.

"Die Neufassung des Nichtraucherschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen ist zwingend notwendig", forderte daher Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. In Nordrhein-Westfalen wird heute noch in über 80 Prozent der Kneipen und Bars geraucht. Auch bei Brauchtums- und Festveranstaltungen wie dem Kölner Karneval oder bei Schützenfesten wird in den Veranstaltungshallen geraucht - selbst in Anwesenheit von Kindern. "Ermöglicht wird das durch die vielen Ausnahmen und Schlupflöcher, die das derzeit geltende Landesgesetz zulässt. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, endlich zu handeln", so Nettekoven weiter. Angesichts der auch in Nordrhein-Westfalen geäußerten Befürchtung, dass gesetzgeberische Maßnahmen zu einem Kneipensterben führen könnten, verwies Nettekoven auf eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums: Diese ergab, dass es in Bayern nach Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie nicht zu Umsatzeinbußen in der Gastronomie gekommen ist.



Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, wies auf die gesundheitlichen Folgen des Passivrauchens hin: "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Raucherkneipen müssen ihre tägliche Arbeit in einer giftigen Atmosphäre verrichten, wie sie an keinem anderen Arbeitsplatz toleriert würde. Passivrauchen kann zu chronischen, schweren Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems sowie zu Krebserkrankungen mit Todesfolge beitragen."

"Wir konnten kürzlich in einer Studie zeigen, dass Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie zum Rückgang von Herzinfarkten und ihren Vorstufen führen", sagte Professor Dr. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Mitglied des AKTIONSBÜNDNISSES NICHTRAUCHEN (ABNR). Auch weltweite Studien belegen diesen Trend. "Wir appellieren daher an die Verantwortlichen in NRW, ein konsequentes Nichtraucherschutzgesetz wie in Bayern einzuführen. Denn nur so kann die Gesundheit der Bevölkerung effektiv geschützt werden", so Gohlke weiter.

Ein Drittel aller Krebserkrankungen ist allein auf den Tabakkonsum zurückzuführen. 110.000 Menschen sterben jährlich hierzulande an den Folgen des Rauchens. Hinzu kommen 3.300 Nichtraucher, die dem Passivrauchen ausgesetzt waren. Ärzte und Gesundheitsorganisationen appellieren an die Abgeordneten von Nordrhein-Westfalen, dem Gesetzentwurf der Landesregierung ohne Änderungen zuzustimmen und so das bevölkerungsreichste Bundesland vom Schlusslicht zum Vorreiter bei der Prävention des Passivrauchens in der Gastronomie zu machen. "Ein ?Gesundheitsland NRW? gibt es nur mit einem konsequenten Nichtraucherschutz", so Rudolf Henke.


Hintergrund-Information: AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN

Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (ABNR) ist ein Zusammenschluss namhafter nichtstaatlicher Organisationen des Gesundheitswesens in Deutschland. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Maßnahmen zur Tabakkontrolle auf politischer Ebene anzuregen, zu fördern und zu begleiten. Folgende Organisationen bilden das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN: Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Lungenstiftung und Deutsche Herzstiftung.


Herausgeber:
Deutsche Krebshilfe e. V.
Buschstr. 32
53113 Bonn
Internet: www.krebshilfe.de
E-Mail: deutsche@krebshilfe.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Ã–DP fordert Ministerin Aigner auf sich für einen EU-Importstopp von genetisch veränderten Mais einzusetzen Wahlen in Belarus eine Farce
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 24.09.2012 - 13:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 727948
Anzahl Zeichen: 5300

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 261 mal aufgerufen.

Strategisches Investitionsmanagement in der bayerischen Landwirtschaft: Effizienz durch Gebrauchtmaschinen ...
Die Herausforderungen der modernen Agrarwirtschaft in Bayern Die moderne Agrarwirtschaft steht heute vor komplexen Herausforderungen. Volatile Erzeugerpreise, steigende Betriebsmittelkosten und strenge regulatorische Auflagen erfordern eine effiziente Betriebsführung. Besonders in Bayern, wo tradi

Die NIS-2-Umsetzung als strategische Chance: Ein Leitfaden für deutsche Unternehmen ...
Die Frist rückt unaufhaltsam näher: Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Network and Information Security Directive, kurz NIS-2, in nationales Recht umsetzen. Diese Richtlinie stellt eine signifikante Verschärfung der Cybersicherheitsanforderungen für eine breite Palette v

Pressemitteilungen im B2B-Marketing: Wie Unternehmen gleichzeitig Reichweite wie Glaubwürdigkeit aufbauen ...
Manchmal wird über Pressemitteilungen gesagt, sie seien ein Relikt aus der Zeit, als Faxgeräte zum Büroalltag zählten. Falsch, sie leben! Gerade im B2B-Bereich erleben sie eine Renaissance, weil sie etwas leisten, was bezahlte Werbung nur schwer imitieren kann: glaubwürdige Sichtbarkeit. Wenn e

WESTERWELLE-Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau ...
Berlin. Das FDP-Präsidiumsmitglied Bundesaußenminister DR. GUIDO WESTERWELLE schrieb gemeinsam mit dem tunesischen Außenminister RAFIK BEN ABDESSALEM für die "Frankfurter Rundschau" (Montag-Ausgabe) den folgenden Gastbeitrag: Mit Freiheit verantwortungsvoll umgehen "Die Bi

NIEBEL-Interview für die "Stuttgarter Zeitung ...
Berlin. Das FDP-Präsidiumsmitglied Bundesentwicklungsminister DIRK NIEBEL gab der "Stuttgarter Zeitung" (Montag-Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellten Joachim Dorfs, Christian Gottschalk und Rainer Pörtner: Frage: Herr Niebel, das Mohammed-Video hat weltweit Proteste

NIEBEL-Interview für "Bild ...
Berlin. Das FDP-Präsidiumsmitglied Bundesentwicklungsminister DIRK NIEBEL gab "Bild" (Montag-Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellten Hanno Kautz und Ralf Schuler: Frage: Herr Niebel, schon wieder Gewalt in der arabischen Welt. Können wir unsere Hoffnung aus dem arabisc

12. Wärmepumpen Fachtagung NRW am 25.10.2012 in Haan ...
Architekten, Ingenieure und die Wohnungswirtschaft treffen sich zur zwölften Fachtagung des Wärmepumpen-Marktplatzes der EnergieAgentur.NRW am Donnerstag, den 25.10.2012 in der Alten Pumpstation in Haan. Sie diente von 1878 an für mehr als 100 Jahre als Zwischenstation der Trinkwasserbeförderu

Wahlen in Belarus eine Farce ...
Zum Wahlverlauf und Wahlausgang in Belarus erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler und Vorsitzender des Gesprächskreises GUS der SPD-Bundestagsfraktion Franz Thönnes: Der Wahlausgang in Belarus hat zum wiederholten Mal den undemokratischen Charakter


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z