Demografischer Wandel: Unternehmen setzen auf Betriebliches Gesundheitsmanagement
Nachfrage nach TAW-Seminaren zur Gesundheitsprävention steigt - demografischer Wandel erschwert Nachwuchsrekrutierung
"Es ist wichtig, Führungskräfte frühzeitig für den demografischen Wandel zu sensibilisieren, da bereits heute weitaus mehr Beschäftigte bis zu ihrem 65. Lebensjahr arbeiten als noch vor einigen Jahren", sagt Anne Ullenbaum von der Akademie für Personalmanagement und Unternehmensentwicklung (afpu) der TAW. Dabei rücken nicht nur ältere Beschäftige in den Fokus. Das größte Problem des demografischen Wandels ist die Rekrutierung von Nachwuchskräften. Das hat auch die ThyssenKrupp Nirosta GmbH erkannt. "Der demografische Wandel wirkt sich bei uns zwar noch nicht negativ aus, viele Mitarbeiter werden aber in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Dementsprechend gilt unser Augenmerk dem Fachkräftenachwuchs", sagt Sandra Runkel, Personalteam ThyssenKrupp Nirosta GmbH.
Jeder zweite Betrieb zeigt Interesse
Junge Menschen legen heute bei der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz immer häufiger Wert auf ein angenehmes Arbeitsklima und eine gute Gesundheitsprävention. Die TAW hat diesen Trend erkannt und entsprechende Seminare für Unternehmen entwickelt. So befasst sich zum Beispiel das Seminar "Betriebliches Gesundheitsmanagement" sowohl mit dem demografischen Wandel als auch mit dem Thema Gesundheitsförderung. Und auch die Seminare "Effiziente Instrumente für die Personalarbeit in Zeiten des demografischen Wandels", "Burn-out frühzeitig erkennen" sowie "Work-Life-Balance" werden immer häufiger von Unternehmen gebucht. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat die TAW ihr Seminarangebot im Bereich Gesundheitsmanagement aktuell noch einmal erweitert. Dass das Interesse am Themenbereich Gesundheitsförderung steigt, weiß auch Christian Krause, der für die TAW als Referent und Trainer tätig ist: "Jeder zweite Betrieb, mit dem wir sprechen, hat sich zumindest schon einmal Gedanken darüber gemacht."
Psychischen Erkrankungen vorbeugen
Ob ein Unternehmen in Sachen Gesundheitsförderung überhaupt Weiterbildungsbedarf hat, lässt sich nicht ausschließlich aus dem Krankenstand ableiten. "Um zu erkennen, wo es hakt, sind vor allem Mitarbeiterbefragungen, Krankenkassenauswertungen, Gespräche mit Vorgesetzten sowie speziell organisierte Gesundheitstage auf Unternehmensseite hilfreich", so Christian Krause. Dabei unterscheiden sich die Bedürfnisse jüngerer und älterer Mitarbeiter grundlegend voneinander: "Junge Menschen sind oftmals mutiger, wenn es um die Prävention psychischer Erkrankungen geht als ältere. Themen wie Work-Life-Balance, Burnout-Prophylaxe oder auch Sport spielen für sie eine entscheidende Rolle. Ältere Mitarbeiter sehen Gesundheitsförderung dagegen als Privatangelegenheit an", erklärt er.
TAW-Seminar kam gut an
Wenn es um präventive Gesundheitsmaßnahmen geht, sind vor allem große Unternehmen gut aufgestellt. "Wir bieten sehr viel an und richten den Blick auf alle Mitarbeiter, denn wir sind davon überzeugt, dass Gesundheitsförderung allen guttut. Das fängt bei Maßnahmen für unsere Auszubildenden an und geht bis hin zu Angeboten für unsere älteren Mitarbeiter", sagt Sandra Runkel, ThyssenKrupp Nirosta GmbH. Dazu zählen Präventivangebote wie Rückenkurse und Ernährungsberatungen ebenso wie Vorsorge-Screenings. Um sich weiterzubilden, hatte zuletzt ein sechsköpfiges ThyssenKrupp-Team im Januar 2012 am TAW-Seminar "Gesprächsführung im Betrieblichen Eingliederungsmanagement" teilgenommen. "Das Seminar war sehr praxisnah und kam gut an. Vieles konnten wir sofort in die Praxis umsetzen", resümiert Runkel.
Weitere Informationen unter www.taw.de. Das Gesamtprogramm der TAW für das 2. Halbjahr 2012 steht unter http://www.taw.de/aktuell/aktuelle-informationen/gesamtprogramm/ zum Download zur Verfügung.
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Datum: 24.09.2012 - 14:10 Uhr
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