Lausitzer Rundschau: Spaltungsvorschlag Bundesfamilienministerin Schröder plant eine "Großel

Lausitzer Rundschau: Spaltungsvorschlag

Bundesfamilienministerin Schröder plant eine "Großelternzeit"

ID: 731385
(ots) - Wieder einmal packt Bundesfamilienministerin
Kristina Schröder ein Thema an, das auf den ersten Blick am Puls der
Zeit fühlt, und das Begehrlichkeiten weckt. Welche Oma, welcher Opa
würde sich nicht noch viel intensiver mit den Enkelkindern
beschäftigen? Nicht nur am Morgen einspringen, wenn die Eltern vor
der Kita-Öffnung zur Arbeit müssen. Nicht nur überhastet nach dem
Dienst noch eine Runde auf dem Spielplatz drehen, um die Kleinen dann
bettfertig an die Eltern zu übergeben. Ganz sicher: Das ist der
Mehrzahl der Großeltern viel zu wenig. Sie würden gern mehr Zeit
dafür haben, die Enkel - wie einst die eigenen Kinder - zu betreuen,
sie heranwachsen zu sehen. Auch, um zur Entlastung in der jungen
Familie beizutragen. Denn immer öfter fragen sich heute die "Alten",
wie sie all das mit Job und Familie früher hinbekommen haben. An der
jungen Mutter Kristina Schröder scheinen diese Sehnsüchte nicht
vorbeizugehen. Der millionenfach praktizierten Elternzeit eine
"Großelternzeit" folgen zu lassen, dafür müsste die CDU-Politikerin
eigentlich breite Zustimmung erhalten. Doch beim genaueren Hinsehen
taugt der Gesetzesvorschlag nicht das Papier, auf dem er geschrieben
ist. Denn während Schröders "Großelternzeit" wie bei den Eltern bis
auf drei Jahre ausgedehnt werden kann, ein Kündigungsschutz und die
Rückkehr an den Arbeitsplatz garantiert sein sollen, sind hier weder
Lohnersatz noch Beihilfen vorgesehen. Das ist gelinde gesagt eine
politische Frechheit. Der Ministerin wird angst und bange, weil der
zugesagte Anspruch auf einen Kitaplatz für Eltern, die das möchten,
im kommenden Jahr nicht zu realisieren sein wird. Und weil schon
dafür zu wenig Geld bereitgestanden hat, sollen Großeltern nun die
Kastanien aus dem Feuer holen. Nicht, dass die Liebe zu den Enkeln
nicht so weit ginge. Aber zumindest im Osten können sich Oma und Opa


dies schlichtweg nicht leisten. Schröders Idee trägt nicht zum
Miteinander, sondern zur Spaltung der Generationen bei.



Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Badische Neueste Nachrichten: Selbstdarsteller Rheinische Post: Familienbund der Katholiken: Betreuungsgeld vorerst stoppen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.09.2012 - 22:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 731385
Anzahl Zeichen: 2344

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Cottbus



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 483 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Spaltungsvorschlag

Bundesfamilienministerin Schröder plant eine "Großelternzeit"
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Eine Regel zu viel - zur 2G-plus-Praxis in der Gastronomie ...
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die

Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet

Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü


Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau


Schwäbische Zeitung: Endlagern, nicht vertagen - Kommentar ...
Die Versuchung in der Politik ist groß, lieber auf Themen zu schielen, die keine Proteste nach sich ziehen. Der Weg des geringsten Widerstands mag anziehend sein. Politik aber muss gestalten, auch wenn es weh tut. Die Suche nach einem geeigneten Endlager für hochradioaktiven Müll hätte vor J

Schwäbische Zeitung: Kein Platz für Schröder - Kommentar ...
Mehr Zeit für die Eltern, weil die Großeltern staatlich bezahlt einspringen? So nett die Idee klingt und so real - es wird nicht viele Menschen betreffen: Denn es geht nur um Großeltern, die a) noch berufstätig sind und b) nicht unter die bereits heute geltenden Ausnahmeregeln fallen, die sc

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Helmut Kohl ...
Nicht mit einem Wort hat Helmut Schmidt (93) am vergangenen Samstag in Münster Helmut Kohl (82) erwähnt, als der SPD-Altkanzler über das Zustandekommen der deutschen Einheit auf dem Höhepunkt der Regierungszeit seines Nachfolgers sprach. Das war unfair von Schmidt, den laut Umfragen beliebte

Mitteldeutsche Zeitung: zu BMW und Leiharbeit ...
Kunden sind auch wegen des guten Images bereit, einige tausend Euro mehr für die weiß-blaue Marke auszugeben als bei anderen Herstellern. Dass BMW diese Autos massenhaft mit Leiharbeitern herstellt, passte da nicht ins Bild. Der Lack drohte, Kratzer zu bekommen. Dies erkannten die Auto-Manag


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z