Deutsches Institut für Menschenrechte fordert verbesserten Schutz der Menschenrechte Älterer / Internationaler Tag der älteren Menschen (1. Oktober)
ID: 732512
Menschen erneuert das Deutsche Institut für Menschenrechte seine
Forderung, den Menschenrechtsschutz der Älteren zu verbessern. "Es
sollte speziell auf Ältere zugeschnittene Rechte und
Rechtsdurchsetzungsmöglichkeiten geben", erklärt Beate Rudolf,
Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Ältere
Menschen würden vielfach aufgrund ihres Alters diskriminiert und in
ihrer Autonomie, speziell in der Pflege, eingeschränkt. Auch
Altersarmut sei ein Phänomen, mit dem sich die Bundesregierung
verstärkt befassen müsse. "Es gibt bisher keine
menschenrechtsbasierten altersgerechten Konzepte", so Rudolf. Nur die
Verstärkung des menschenrechtlichen Schutzes speziell für ältere
Menschen sichere dieser vielfältigen Gruppe ihre Rechte.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert die
Bundesregierung zudem auf, sich verstärkt im internationalen Kontext,
speziell in der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu den
Menschenrechten Älterer, zu engagieren und sich fördernd
einzubringen. "Eine eigene Menschenrechtskonvention zum Schutz
älterer Menschen wäre das stärkste völkerrechtliche Instrument, um
Verletzungen und Gefährdungsrisiken zu verhindern", erklärt Claudia
Mahler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für
Menschenrechte. "Es ist wichtig, dass die Themen der UN-Arbeitsgruppe
von Parlament, Bundesregierung und der Zivilgesellschaft aufgegriffen
und debattiert werden." Der Deutsche Bundestag könne beispielsweise
bei Diskussionen, etwa zur Altersarmut, zur Diskriminierung aufgrund
des Alters, zum Schutz der Rechte Älterer in der Pflege, stärker
menschenrechtliche Grundlagen berücksichtigen.
Publikation:
Claudia Mahler: Die Menschenrechte Älterer stärken. "aktuell"
04/2012, Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin
http://ots.de/lQDiv
Interview:
Claudia Mahler (20.08.2012) "Ein selbstbestimmtes und würdevolles
Leben für ältere Menschen sollte selbstverständlich sein"
http://ots.de/oulmj
Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 -14, Mobil: 0160 966 500 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de
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Datum: 30.09.2012 - 10:14 Uhr
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