Ein harter Einschnitt für das"Kinderland Baden-Württemberg"
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Finanzpolitische Winkelzüge zwischen Bund und Land werden auf Rücken der sozial Schwachen ausgetragen
Besonders ärgerlich ist für die beiden Diözesan-Caritasverbände Freiburg und Rottenburg-Stuttgart, dass dieses "bewährte Instrument" letztlich einem "unwürdigen Gezerre" um finanzielle Vorteile zwischen der Bundes- und Landespolitik zum Opfer fällt. Die Streichung wird damit begründet, dass das neue Landeserziehungsgeld, das ab Oktober gelten sollte, nach den Plänen des Bundesarbeitsministeriums auf das Einkommen der Familien mit Hartz-IV angerechnet werden sollte. Es sei nicht nachvollziehbar, so Tripp und Appel, dass "finanzpolitische Winkelzüge" zwischen Bund und Land auf dem Rücken der sozial Schwachen ausgetragen werden. Das Taktieren der Bundesregierung liege, so die beiden Caritasdirektoren, auf einer Linie mit dem 2010 vom Bundeskabinett beschlossenen Sparpaket, bei dem bereits das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger gestrichen wurde.
Die im Koalitionsvertrag getroffenen Zusagen sieht die Caritas im Land nicht erfüllt: Hier formulierte die grün-rote Landesregierung das Vorhaben, dem sozialen Auseinanderklaffen in der Gesellschaft entgegenzuwirken und sich im Bund für eine bessere finanzielle Absicherung der Kinder einzusetzen. Das formulierte Ziel, soziale Teilhabe zu ermöglichen, werde weit verfehlt. Die Landesregierung müsse nun erklären, wie sie in der Zukunft die gesellschaftliche Teilhabe mit Blick auf die künftigen Alleinerziehenden und Familien unterhalb der Einkommensgrenze umsetzen wolle, so die beiden Caritasdirektoren.
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Datum: 01.10.2012 - 16:15 Uhr
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