Neue OZ: Kommentar zu Rohstoffimporte
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Es gab eine Zeit, in der hat sich niemand darüber Gedanken
gemacht, dass die Ressourcen einmal knapp werden könnten. Viel zu
lange hat sich die deutsche Industrie nur auf ihre Kernkompetenz
konzentriert: die Weiterverarbeitung von Rohstoffen. Sie hat das Land
zum Exportweltmeister gemacht. Der harte Wettbewerb um die
Materialien kam für viele überraschend. Diese fatale Fehleinschätzung
rächt sich nun.
Deutschland ist einer der weltweit größten Rohstoffverbraucher,
hat aber kaum Anteil an ihrer Gewinnung. Wirtschaftlich wäre es eine
Erleichterung, würden zumindest die wenigen Quellen besser genutzt,
die es in der rohstoffarmen Bundesrepublik gibt. Die Industrie wäre
dem Markt nicht mehr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Auf
gesellschaftlicher Seite formiert sich indes verständlicher
Widerstand gegen die umstrittene Fracking-Methode zur
Erdgas-Gewinnung. Zu risikoreich scheint sie wegen ihrer ungeklärten
Nebenwirkungen.
Eine Quelle aber könnten die erfindungsfreudigen Deutschen Erfolg
versprechend anzapfen: den Müll. Und zwar durch das Erforschen der
Techniken zum Recyceln Seltener Erden. Denn den Löwenanteil der
begehrten Elemente bunkert China und diktiert damit die Preise.
Bislang ist die Wiedergewinnung aus gebrauchten Teilen sträflich
vernachlässigt worden. Dabei locken hier Milliardeneinsparungen.
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Datum: 01.10.2012 - 22:00 Uhr
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