Drei Wochen nach dem Brand in pakistanischer KiK-Fabrik: Proteste wegen ausbleibender Entschädigung angekündigt
ID: 735811
Menschenrechtsorganisation medico international mitteilte, haben die
Betroffenen des verheerenden Fabrikbrandes von Karatschi noch immer
keine Entschädigung erhalten.
"Der Textildiscounter KiK hat gleich nach dem Brand Aufklärung und
Entschädigung zugesichert", erklärt Dr. Thomas Seibert,
Südasienreferent von medico international. "Die Erklärung wurde
kommentarlos von der Website entfernt. Bei der Gewerkschaft NTUF und
dem Bündnis der Opfer und Hinterbliebenen hat sich KiK bisher nicht
gemeldet. Wir unterstützen unsere Partner in ihrem Versuch, die
Hintergründe des Brandes aufzuklären, zu denen auch die
unerträglichen Arbeitsbedingungen gehören: Ausdehnung der Arbeitszeit
auf bis zu 12 Stunden täglich, Entlohnung unterhalb der gesetzlichen
Vorschriften, Nichtaushändigung der Einstellungsverträge, mit denen
allein Ansprüche auf Krankenversicherung und Rente geltend gemacht
werden können - auch die Ansprüche auf Entschädigung."
"Bisher wurde kein Versprechen eingelöst", beklagte Nasir Mansoor,
medico-Partner und Gewerkschafter von der National Trade Unions
Federation (NTUF), auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in Karatschi: "Weder wurden den
Hinterbliebenen die versprochenen Entschädigungen ausbezahlt, noch
gibt es Hilfe für diejenigen, die das Inferno überlebten, seither
aber ohne jedes Einkommen sind."
Die Verantwortlichen des KiK-Zulieferes Ali Enterprises sind
mittlerweile nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß. Sie
waren zunächst festgenommen worden, da deren Fabrik wegen
verschlossener Notausgänge, vergitterter Fenster und versperrter
Treppenhäuser für über 250 Menschen zur Todesfalle wurde.
Protestaktionen, die ein Bündnis von Gewerkschaften und
Menschenrechtsorganisationen am vergangenen Wochenende angemeldet
hatte, wurden untersagt. Die Gewerkschaft NTUF und ein breites
zivilgesellschaftliches Bündnis haben für den kommenden Samstag eine
neue Demonstration angemeldet. Darüber hinaus ruft das Bündnis zu
einer Gedenkkundgebung für die Opfer auf, die am Samstag, dem 20.
Oktober vor der Ruine der Todesfabrik stattfinden soll.
Pressekontakt:
Für Nachfragen und Interviewwünsche:
Dr. Thomas Seibert, medico-Südasienreferent: Tel. 0160/97557350 oder
seibert@medico.de
Mehr Informationen: www.medico.de/projekte/pakistan/
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.10.2012 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 735811
Anzahl Zeichen: 2699
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt/Main
Kategorie:
Handel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 243 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Drei Wochen nach dem Brand in pakistanischer KiK-Fabrik: Proteste wegen ausbleibender Entschädigung angekündigt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medico international (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Zustände im neuen Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos sind auch vier Monate nach dem Brand in Moria desaströs. In der letzten Nacht hat ein Sturm erneut für katastrophale Zustände im Camp gesorgt, Teile des Lagers sind überschwemmt, Zelte sind durchnässt und waren zeitweise eingestürzt
Weihnachtsgrüße von Lesbos: Flüchtlinge schreiben offenen Brief an Europa ...
Selbstorganisierte Flüchtlingsgruppen aus dem neuen Lager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos haben sich in einem Weihnachtsbrief an Europas Bürger und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Sie beklagen die anhaltend katastrophalen Zustände im neuen Lager, das nach dem
Tag der Menschenrechte: Europa wird für Flüchtlinge zum Kontinent der Menschenrechtsverletzungen ...
Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international hat anlässlich des Tags der Menschenrechte am morgigen 10. Dezember Europas Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. "Menschenrechtsverletzungen sind entgegen der Rhetorik europäischer Regierungen nicht bloß ein Problem
Weitere Mitteilungen von medico international
Ernennung von Alexander Collot d'Escury zum Vorstandsvorsitzenden von Desso ...
Am 1. Oktober 2012 hat Alexander Collot d'Escury seine neue Position als Vorstandsvorsitzender der Desso Holding BV ('Desso'), dem europäischen Teppich- und Kunstrasenhersteller, eingenommen. Er übernimmt die Funktion von Stef Kranendijk, der Vorsitzender das Aufsichtsrates
Einmaliges Angebot: Neues Sondermodell SKODA Superb Exclusive (BILD) ...
- SKODA Flaggschiff mit exklusiver und umfassender Ausstattung - Höchste Ersparnis bei einem SKODA Sondermodell: bis zu 2.505 Euro Preisvorteil - SKODA Superb Exclusive ab sofort bestellbar Der Name verrät es bereits: Das neue Sondermodell SKODA Superb Exclusive ist besonders
Monopoly setzt das iPad aufs Spiel (BILD) ...
Pünktlich zu der weltweit größten Spielemesse, den Internationalen Spieltagen SPIEL '12 in Essen, gibt die Spielwarenindustrie mit neuen Versionen von Spieleklassikern wie Monopoly oder Spiel des Lebens einen Ausblick in die Zukunft des Brettspiels. So präsentiert Hasbro jetzt als ers
Produkt-Konfigurator ? so geht perfekter Kundenservice heute ...
Eine Verpackungsfirma im fränkischen Lauf geht noch einen Schritt weiter. Dort kann der Kunde sogar sein ganz individuelles Produkt selbst konfigurieren. Wer wünscht sich das nicht ? in einen Laden oder online gehen und im wahrsten Sinne des Wortes ein einmaliges Produkt kaufen? Nämlich genau das




