Wir sind umgezogen / WWF gewinnt Fotopreis für Nashorn-Umsiedlung per Helikopter (BILD)

Wir sind umgezogen /
WWF gewinnt Fotopreis für Nashorn-Umsiedlung per Helikopter (BILD)

ID: 737133
(ots) -
- Video von der Umsiedlung unter www.youtu.be/T7MP-P7ic5M (Footage
auf Anfrage)
- Webseite PR-Bild-Award 2012: www.pr-bild-award.de

Die Beine himmelwärts an einem Seil baumelnd, die Augen verbunden,
und das Ganze mehrere hundert Meter über dem Erdboden. So sieht es
aus, wenn Nashörner umziehen. Mithilfe eines Hubschraubers
organisierte der WWF im November 2011 die Umsiedlung für 19 vom
Aussterben bedrohte Spitzmaulnashörner in ein neues Schutzgebiet in
Südafrika, um die bedrohten Tiere vor Wilderern zu retten. Für ein
Foto, das während der Aktion entstand, sind die Umweltschützer nun
von news aktuell mit dem PR-Bild-Award 2012 in der Kategorie NGO-Foto
ausgezeichnet worden.

Laut WWF wurde die spektakuläre Technik per Helikopter gewählt, um
die Rhinozerosse so kurz wie möglich der für sie gefährlichen Narkose
auszusetzen. Außerdem sei ein Flug die sanftere Methode, als sie
stundenlang über holprige Pisten zu transportieren. Der Umzug
erfolgte nach Angaben der Umweltschützer aufgrund der sich in den
letzten Jahren zuspitzenden Wilderei-Krise. Hintergrund ist die
steigende illegale Nachfrage auf dem asiatischen Markt nach dem Horn
der Tiere. Vor allem in der aufstrebenden vietnamesischen Elite gilt
das Nashorn als Wundermittel gegen eine ganze Reihe von Krankheiten,
obwohl die Substanz laut Experten keinerlei Wirkung besitzt. Die
Folgen: Innerhalb des vergangenen Jahres wurden allein in Südafrika
448 Nashörner illegal getötet und damit so viele wie seit Jahrzehnten
nicht mehr. Unter den Opfern sind auch immer wieder
Spitzmaulnashörner, deren Bestand der WWF auf nur noch 3.700
Individuen schätzt.

Der illegale Wildtierhandel gehört inzwischen zu den fünf
ertragreichsten Sparten der internationalen Kriminalität und fällt
damit in eine Kategorie wie Warenfälschung, Waffen-, Drogen- und


Menschenhandel. Schätzungen zufolge verdienen internationale
Syndikate jedes Jahr bis zu zehn Milliarden US-Dollar am Raubbau an
der Natur.



Pressekontakt:
Immo Fischer
Pressestelle WWF
Telefon: 030 / 311 777 427
E-Mail: immo.fischer@wwf.de

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Datum: 08.10.2012 - 12:00 Uhr
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