Accenture-Studie "Mobile Web Watch 2012": Jeder zweite Internetnutzer geht mit dem Smartphone online
ID: 737990
- Mobiles Internet ist mittlerweile ein Massenmarkt in Deutschland
- Chancen für Geschäftsmodelle rund um Cloud-Services, mobiles
Bezahlen und "Augmented Reality"
- Hohe Investitionen in IT und Netzwerke erforderlich
Fünf Jahre sind seit dem Verkauf des ersten iPhones vergangen. In
Deutschland gehen heute hochgerechnet mehr als 30 Millionen Menschen
mobil ins Internet. 2011 waren es noch rund 14 Millionen. Diese
Entwicklung zeigt die repräsentativen Studie "Mobile Web Watch 2012"
des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters
Accenture.
Danach sind 50 Prozent der befragten Internetnutzer mit einem
Smartphone im Netz unterwegs (2011: 28 Prozent), 17 Prozent mit einem
Tablet (2011: 3 Prozent). Der Zuwachs beim Surfen mit Mobiltelefonen
ist der höchste seit dem Jahr 2008, in dem die Erhebung erstmals
durchgeführt worden war.
"Mittlerweile ist ein riesiger Markt für mobile Services und Apps
rund um die Mobilfunkkunden entstanden", sagt Studienleiter Prof. Dr.
Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications, Media,
Technology bei Accenture. "Davon könnten die
Telekommunikationsunternehmen noch stärker profitieren, indem sie
ihren Kunden zum Beispiel Leistungen wie Cloud-Services und mobiles
Bezahlen anbieten."
Mobile Cloud-Dienste und "Augmented Reality" fassen Fuß
Bei Cloud-Diensten können User zum Beispiel ihre Daten mit
verschiedenen Geräten abrufen, bearbeiten und speichern. 34 Prozent
der mobilen Surfer in Deutschland verwenden solche Angebote bereits
heute oder in Kürze. Elf Prozent bezahlen bereits mit Smartphone oder
Tablet. Ebenfalls elf Prozent nutzen so genannte "Augmented
Reality"-Angebote. Diese Dienste blenden beispielsweise virtuelle
Zusatzinformationen in Bildern und Videos realer Dinge und Umgebungen
ein.
Das wichtigste Kriterium für Kunden ist die Netzqualität
Qualität, Abdeckung und Geschwindigkeit des Netzes sind laut der
Befragten ausschlaggebend dafür, mit welchem Mobilfunkanbieter sie
überhaupt einen Vertrag abschließen. Kosten für das mobile Surfen
sind erst das vierte Entscheidungskriterium. Für Zusatzdienste oder
höhere Netzleistungen würden 86 Prozent der Befragten sogar extra
zahlen, die Hälfte davon bis zu zehn Euro pro Monat.
"In Deutschland verbreiten sich mobile Zahlungsangebote und
Cloud-Services langsamer als im Ausland, weil es hier größere
Sicherheitsbedenken gibt", sagt Nikolaus Mohr. "Für Unternehmen ist
das durchaus eine Chance: Wer für Mobile Payment alltagstaugliche,
sichere Lösungen entwickelt, kann sich auf diesem Marktplatz der
Zukunft etablieren."
Betriebssystem ist wichtiger Faktor bei Gerätewahl
Zwei Drittel der Befragten in Deutschland bezeichnen das
Betriebssystem eines Smartphones und Tablets als "wichtigen Faktor"
bei der Gerätewahl (65 Prozent). Davon bevorzugen 46 Prozent Android,
26 Prozent iOS (Apple) und 20 Prozent Microsoft Windows.
"Die meisten User entscheiden sich für ein mobiles Ökosystem, das
aus Betriebssystem, Geräten und Diensten besteht", sagt Nikolaus
Mohr. "Darin ist in der Regel alles mit jedem kompatibel, der
Anwender muss sich nicht mit unterschiedlichen Oberflächen und
Standards herumschlagen. Ihn dort wieder herauszulocken, ist sehr
schwierig. "
Sicherheitsbedenken - eine mögliche Wachstumsbremse
Der Erhebung zufolge haben 74 Prozent der User Sicherheitsbedenken
beim mobilen Surfen. Von denen, die sich für mobile Cloud-Angebote
interessieren, sind es 82 Prozent. "Die Provider müssen weitgehende
Datensicherheit im mobilen Web garantieren können, um Kunden zu
gewinnen, vor allem für ihre neuen Dienste", sagt Nikolaus Mohr.
Unumgänglich sind weitere Investitionen in Netze und Technologie
"Die Wünsche der Kunden nach Netzqualität, neuen Diensten und
Datensicherheit fordern von den Anbietern weiter hohe Investitionen",
sagt Nikolaus Mohr. "Wer an IT- und Telekommunikationsinfrastruktur
spart, wird es schwer haben, mit den schnellen Entwicklungs-Zyklen im
Cloud-Zeitalter Schritt zu halten."
Über die Untersuchung:
Für die repräsentative Untersuchung "Mobile Web Watch 2012: Mobile
Internet - Spawning new Growth Opportunities in the Convergence Era"
befragte das Marktforschungsinstitut GfK 1.615 Internetnutzer ab 14
Jahren in Deutschland nach Vorgaben und im Auftrag von Accenture. Die
Untersuchung wird seit 2008 jährlich durchgeführt. Erstmals nahmen
dieses Jahr weitere 12 Länder mit insgesamt 17.225 Internetnutzern an
der Umfrage teil, darunter Brasilien, Finnland, Frankreich,
Großbritannien, Irland, Italien, Mexiko, Österreich, Russland,
Südafrika, die Schweiz und Spanien.
Die konsolidierten Ergebnisse aller Länder finden Sie unter
folgendem Link: http://ots.de/XayuI
Über Accenture:
Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit 257.000 Mitarbeitern,
die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Als Partner für große
Business-Transformationen bringt das Unternehmen umfassende
Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und
Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen
der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche
Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein. Accenture erwirtschaftete im
vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2012) einen Nettoumsatz von
27,9 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse lautet www.accenture.de.
Pressekontakt:
Jens R. Derksen
Accenture Dienstleistungen GmbH
Telefon +49 6173 94-61393
Mobil: +175-57 61393
E-Mail: jens.derksen@accenture.com
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Datum: 09.10.2012 - 11:03 Uhr
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