Neue OZ: Kommentar zu Personalien / Schavan / Doktorarbeit
ID: 742512
Bundesbildungsministerin Schavan blieb nichts anderes übrig, als
in die Offensive zu gehen. Ihr langes Schweigen, wohl dazu gedacht,
die Plagiatsvorwürfe als nicht erwähnenswert abzutun, wird ihr
schaden. Nun will sie retten, was noch zu retten ist.
Reichlich angekratzt ist ihr Ruf jetzt schon, die integer wirkende
Christdemokratin ist gezeichnet. Schavan ist eine leise Politikerin,
die ihre Errungenschaften, etwa den Hochschulpakt oder ein höheres
Budget für Bildung und Forschung, nicht an die große Glocke hängt.
Das wirkt bescheiden, ihre Genügsamkeit schadet der Sache nicht. Ihre
Ignoranz, nachdem erste Plagiatsvorwürfe laut wurden, wird ihr aber
noch lange anhängen. Welche Rolle aber spielt der Düsseldorfer
Gutachter? Details über das belastende Ergebnis herauszugeben, bevor
die Beschuldigte angehört oder auch nur informiert wurde, ist nicht
nur formal eine Entgleisung. So etwas darf seriösen Wissenschaftlern
nicht passieren.
Ein Plagiat natürlich auch nicht. Sollte Schavan die Vorwürfe
nicht entkräften können, ist sie als oberste Bildungsbeauftragte
nicht mehr zu halten. Es wäre eine Blamage sondergleichen, an deren
Tragweite sie einen eigenen Anteil hat, indem sie Plagiator
Karl-Theodor zu Guttenberg einst scharf verurteilte. An Fairness
fehlt es in dieser Schlacht. Plagiate sind ein Betrug an Lesern und
wissenschaftlichen Mitbewerbern. Aber zu schnell zu verurteilen kann
Existenzen zerstören.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.10.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 742512
Anzahl Zeichen: 1772
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 241 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Personalien / Schavan / Doktorarbeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Wahlen / SPD / Innenpolitik ...
Ein Glanzlicht Kein Zweifel: Mit Boris Pistorius hat SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil ein Glanzlicht in seinem Schattenkabinett installiert. Der Osnabrücker Oberbürgermeister ist ein gestandener Kommunalpolitiker, der das extrem wichtige Innenressort aus jahrelanger Tätigkeit bis in den le
Neue OZ: Kommentar zu Syrien / Konflikte ...
Die Zeit läuft ab Ob die Sanktionen gegen Syrien dessen Präsidenten Baschar al-Assad beeindrucken werden, ist ungewiss. Das Druck- und Strafinstrument der Sanktion wirkt, wenn überhaupt, nur auf lange Sicht. Gegen den Iran wird es seit Längerem angewendet und entfaltet tatsächlich langsam
Neue OZ: Kommentar zuÖkostrom-Umlage ...
Armutszeugnis Ganz schön happig: Die Ökostrom-Umlage steigt um 47 Prozent. Die Forderungen nach Korrekturen sind völlig verständlich. Und doch trägt die Aufregung auch paradoxe Züge. Denn andere Kostensteigerungen etwa bei Mieten und Heizöl schlagen für den einzelnen Haushalt viel stä
Neue OZ: Kommentar zu Menschenrechte / Asyl / Bundesregierung ...
Nicht nur an Symptomen herumdoktern Als das Bundesverfassungsgericht im Juli entschied, die Leistungen für Asylbewerber zu erhöhen, hat es richtig gehandelt. Menschen, die ihre Heimat aufgrund von Unterdrückung verlassen mussten, ermöglicht Deutschland damit ein menschenwürdiges, sicheres




