Patientenrechtegesetz - AOK als Vorbild: Krankenkassen sollen aktiv bei Aufklärung von Behandlungsfehlern unterstützen
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Ganz zufrieden mit den Inhalten des Patientenrechtegesetzes zeigt sich Graalmann aber nicht: "Nach wie vor bleiben Patienten benachteiligt, wenn es um den Beweis eines Be-handlungsfehlers und seiner gesundheitlichen Folgen geht. Sie bleiben alleinig in der Bringschuld." Hier fordert die AOK eine Beweislasterleichterung, um mehr Chancengleichheit zu erreichen. "Patienten sind keine Mediziner. Ärzte müssen deshalb stärker in die Pflicht genommen werden und ihren Teil zur Aufklärung eines Behandlungsfehlers beitragen", betont Graalmann. Darüber hinaus setze sich die AOK zusammen mit Ärzten, Krankenhäusern und Patientenverbänden weiter für eine Intensivierung der Aktivitäten zur Fehlervermeidung ein - etwa im Aktionsbündnis Patientensicherheit.
Graalmann begrüßt, dass Versicherte künftig schriftlich über die Kosten Individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) informiert werden sollen. Er sieht aber Nachbesserungsbedarf: "Wir müssen Patienten stärker vor rein wirtschaftlichen Interessen Dritter schützen. Daher sollte neben den Kosten auch über den in der Regel fehlenden medizinischen Nutzennachweis aufgeklärt werden", fordert Graalmann.
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Datum: 22.10.2012 - 11:45 Uhr
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