K-EINBRUCH: Prävention durch Aufklärung

K-EINBRUCH: Prävention durch Aufklärung

ID: 747013

K-EINBRUCH: Prävention durch Aufklärung



(pressrelations) -
Gemeinsame Pressemitteilung der Ständigen Konferenz der In-nenminister und -senatoren der Länder, des Bundesministeriums des Innern und der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Polizei und Kooperationspartner aus der Wirtschaft starten bun-desweite Öffentlichkeitskampagne zum Einbruchschutz und rufen den "Tag des Einbruchschutzes" ins Leben

Nach jahrelangem Rückgang steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2009 wieder an und lag im Jahr 2011 laut Polizeilicher Kriminalstatistik bei fast 133.000 Fällen, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durch Einbrüche verursachten Schäden betragen jährlich rund 600 Millionen Euro. Daher ist das Thema Einbruchschutz in diesem und im nächsten Jahr ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit der Polizeilichen Kriminalpräventi-on. Ziel ist es, die Bevölkerung noch intensiver als bisher für eine wirksame Einbruchsprävention zu sensibilisieren. Zusammen mit Kooperationspartnern aus der Versicherungswirtschaft, den Industrieverbänden und Errichterfirmen startet die Polizei jetzt die bundesweite Öffentlichkeitskampagne K-EINBRUCH. Die Schirmherrschaft hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich übernommen. Kristina Vogel, Olympiasiegerin im Teamsprint Bahnradfahren ist Botschafterin der Kampagne.

Ein Einbruch kann das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen: Nicht nur der materielle Schaden, sondern häufig auch dauerhafte psychische Belastungen sind die Folgen für die Opfer. Denn die Täter dringen in die Privatsphäre ein, wühlen in den persönlichsten Sachen und stehlen womöglich Gegenstände, an denen Lebenserinnerungen hängen. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Ole Schröder erklärt hierzu "Bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität sind viele Akteure gefragt: In erster Linie die Polizeien der Länder, in deren Verantwortung die Kriminalitätsbekämpfung grundsätzlich steht. Ich begrüße daher, dass einige Länder die Bekämpfung von Einbruchdiebstählen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen.



Auch der Bund wird seinen Beitrag leisten - etwa durch die erstmalige Erstel-lung eines umfassenden Lagebildes, das die Grundlage für etwaige bundesweite Bekämpfungsstrategien bilden kann. Ein wichtiger Baustein beim Kampf gegen Wohnungseinbruch ist zudem eine sinnvolle Prävention durch die Bürgerinnen und Bürger, etwa durch verbesserten Einbruchschutz oder Wachsamkeit in der Nachbarschaft."

Wenngleich die Polizei bundesweit bereits umfangreiche Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen trifft und zahlreiche Medien wie beispielsweise Bro-schüren zu Einbruchschutz herausgibt, zeigen die gestiegenen Zahlen, dass zusätzlich noch ein anderer Weg gegangen werden muss, damit die Informationen besser bei der Bevölkerung ankommen. "Wir haben uns deshalb für eine bundesweite Öffentlichkeitskampagne mit großer Reichweite entschieden, die von vielen Partnern aus der Wirtschaft mitgetragen wird", so Uwe Schünemann, stellvertretender Vorsitzender der Innenministerkonferenz und Innenminister von Niedersachsen. "Denn gerade durch die Teilnahme vieler Partner mit möglichst vielen Aktivitäten und Veröffentlichungen werden die Kampagneninhalte multipliziert und so optimal bekannt gemacht."

Als Stichtag für den Beginn der Initiative haben die Partner den "Tag des Einbruchschutzes" ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit" findet dieser jährlich am Tag der Zeitumstellung statt, wenn die mitteleuropäische Sommerzeit endet - also erstmals am 28. Oktober 2012. Die dadurch gewonnene zusätzliche Stunde sollen die Bürger nutzen, sich über Einbruchschutz zu informieren und darüber nachzudenken, die Sicherheitsempfehlungen in ihrem Alltag umzusetzen. Der Tag des Einbruchschutzes soll zu einer festen Größe im jährlichen Veranstaltungskalender - auch bei der Polizei - werden, damit das Thema immer wieder ins Gedächtnis gerufen wird. Deutschlandweit bieten viele Polizeidienststellen und Kooperationspartner Veranstaltungen rund um den Tag des Einbruchschutzes an, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger zum Thema informieren können.

Kern der Kampagne ist der neue Internetauftritt www.k-einbruch.de. Er bietet produktneutrale Informationen der Polizei zum Einbruchschutz, ein "interaktives Haus" mit Tipps, wie man sein Zuhause sichert sowie einen umfangreichen Pressebereich und Verlinkungen auf die Kooperationspartner. Das Motiv der Initiative ist ein von Einbrechern heimgesuchtes Zimmer, bei dem die Terrassentür offensteht, mit dem aufgesprühten "Hinweis" "Tür war gekippt!". "Das Motiv belegt die polizeiliche Erfahrung, dass Einbrecher häufig Gelegenheitstäter sind. Der Hinweis ?Tür war gekippt!? ist dabei ein eindeutiger Fingerzeit auf das leichtsinnige Verhalten sorgloser Bürgerinnen und Bürger", sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. "Damit wollen wir erreichen, dass sich jeder seiner Eigenverantwortung bewusst wird und sich mit dem Thema Einbruchschutz befasst." Das Logo der Kampagne, angelehnt an ein Polizeisiegel, steht allen Kooperationspartnern zur Verfügung. Außerdem wurden Plakate, Postkarten, Aufkleber, Fülleranzeigen und Linkbanner pro-duziert, die ebenfalls alle Partner nutzen können. Zudem machen Großflächenplakate in den Großstädten Deutschlands auf die Aktion aufmerksam.

Darüber hinaus wirbt noch ein weiteres bekanntes Gesicht für die Kampagne: Kristina Vogel, Olympiasiegerin im Teamsprint Bahnradfahren und Polizistin bei der Bundespolizei, ist Botschafterin von K-EINBRUCH. "Für die Opfer sind die psychischen Folgen eines Einbruchs häufig deutlich schlimmer als der materielle Schaden. Sie fühlen sich nicht mehr sicher, können kaum noch schlafen und haben Angst", so Kristina Vogel. Hier ihre wichtigsten Tipps, die Sie auch als Videobotschaft auf www.k-einbruch.deabrufen können:

Wenn Sie Ihr Haus verlassen - auch nur für kurze Zeit - schließen Sie unbedingt Ihre Haustüre ab!
Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
Achten Sie auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrund-stück.
Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.

Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention
Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Beteiligte Kooperationspartner an K-EINBRUCH
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), DAI-TEM, ABUS August Bremicker Söhne KG, ERGO Versicherung AG, VdS Schadenverhütung GmbH, Bundesverband der Hersteller- und Errichterfir-men von Sicherheitssystemen e.V. (BHE), Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. - Fachverband Sicherheit, Fachverband Schloss + Beschlagindustrie e. V., Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüssel Fachgeschäfte e. V. (interkey), Initiative "Nicht bei mir!", European Security Systems Association (ESSA) e.V.

Diese Pressemitteilung gibt es im Internet unter
www.bmi.bund.de
www.k-einbruch.de/presse


Pressekontakt:
PROGRAMM POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION der Länder und des Bundes (ProPK)

ZENTRALE GESCHÄFTSSTELLE
c/o Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Taubenheimstraße 85
70372 Stuttgart
Telefon (0711) 54 01-20 62 × Fax (0711) 2 26 80 00
E-Mail presse@polizei-beratung.de
Internet www.polizei-beratung.de

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drucken  als PDF  Praxisgebühr: Eine Fehlentscheidung steht auf der Kippe! Detlev Schlobach neuer Prokurist bei BERA
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 22.10.2012 - 15:00 Uhr
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