Erwartungen der Energieintensiven Industrien an dritten Energiegipfel / "Wir brauchen einen Energiepakt für Deutschland"
ID: 753885
haben eine schnelle und parteienübergreifende Gesetzesinitiative zur
Reform des EEG gefordert. EID-Sprecher und Hauptgeschäftsführer der
WirtschaftsVereinigung Metalle, Martin Kneer, sagte: "Wir brauchen
einen nationalen Energiepakt, in dem alle Akteure aus Politik,
Wirtschaft, und Gesellschaft in einer konzertierten Aktion handeln.
Sonst explodieren die Energiepreise für Bürger und Industrie."
EID-Sprecher und Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands
Baustoffe, Steine und Erden, Michael Basten, wies darauf hin, dass
die deutsche Industrie die zweithöchsten Strompreise in Europa zahle
und dadurch schon heute einen erheblichen Wettbewerbsnachteil habe.
Er erklärte: "Wir unterstützen die Energiewende, aber sie muss
richtig gemacht werden. Die Politik sollte die immer weiter
steigenden Systemkosten des EEG begrenzen. Für die Industrie sind
Energiepreise eine entscheidende Standortfrage."
Die beiden EID-Sprecher betonten auch die Notwendigkeit der
bestehenden Entlastungsregelungen als Ausgleich bestehender
internationaler Wettbewerbsverzerrungen: Energieintensive Unternehmen
lieferten notwendige Werkstoffe für die Energieinfrastruktur, wofür
sie viel Energie einsetzen müssen. Daher sei jederzeit verfügbarer
und bezahlbarer Strom erforderlich. Allein in den energieintensiven
Industrien hingen in Deutschland 830.000 Arbeitsplätze direkt von
wettbewerbsfähigen Energiepreisen ab. Deshalb müsse die Politik auch
an den Entlastungen für energieintensive Unternehmen festhalten:
"Unsere Unternehmen arbeiten intensiv für den Erhalt von
Arbeitsplätzen. Die Entlastungen sichern dabei unsere Stellung im
europäischen und globalen Wettbewerb ab. Sie sind ein nötiger
Ausgleich für die Wettbewerbsverzerrungen, die wir durch staatliche
Zusatzbelastungen bei den Energie- und Stromkosten haben,"
unterstrichen Kneer und Basten.
Basten und Kneer erklärten zudem, die Industrie mit ihren intakten
Wertschöpfungsketten habe Deutschland durch die Krise gebracht. Die
energieintensive Industrie bilde das Rückgrat der Volkswirtschaft:
"Die Konkurrenz im Ausland schläft nicht. Sie wartet nur darauf, die
Märkte der heimischen Unternehmen zu besetzen. Das müssen wir
verhindern", sagten die EID-Sprecher abschließend.
Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) beschäftigen
rund 830.000 Mitarbeiter - oder 14 Prozent der Beschäftigten des
Verarbeitenden Gewerbes. Jeder Arbeitsplatz in der energieintensiven
Grundstoffproduktion sichert etwa zwei Arbeitsplätze in anderen
Industriezweigen und im Dienstleistungssektor.
Pressekontakt:
WirtschaftsVereinigung Metalle
Dirk Langolf
Kommunikation und Projektmanagement
Wallstraße 58/59
D-10179 Berlin
Fon: +49 (30) 726207-111
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Datum: 01.11.2012 - 09:43 Uhr
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