Lausitzer Rundschau: Solidarität und Anstrengung
Zu den Protesten in Südeuropa
ID: 763280
Solidarität und Anstrengung, das Bundeskanzlerin Angela Merkel gerade
von den europäischen Krisenländern gefordert hat? Die Sichtweise
darauf ist sehr unterschiedlich. Global betrachtet ist Merkels
Position völlig richtig, dass diese Länder schnell leistungsfähiger
werden müssen. Dass sie weniger auf Geldausgeben und -verteilen
setzen sollten, sondern mehr auf Geldverdienen. Sonst sind alle
Rettungsmilliarden verpulvert. Es gibt aber auch eine andere Ebene,
die zumindest nach Verständnis für den Aufruhr ruft, der sich am
Mittwoch in den Streiks in Spanien, Italien und Portugal zeigte. Die
individuelle. Wenn 50 Prozent der jungen Menschen keinen Job kriegen,
wenn die Alten wehrlos hinnehmen müssen, dass ihre Renten
zusammengestrichen werden, wenn niemand sein Leben mehr planen kann,
dann sind Wut und Verzweiflung nicht weit. Zumal, auch das hätte
Angela Merkel zum Thema Solidarität und Anstrengung sagen können, in
den betroffenen Ländern längst nicht alle Steuern zahlen und längst
nicht alle von der Krise erfasst sind. Nämlich nicht die Reichen.
Deutschland, Angela Merkel persönlich, hat eine gehörige Portion
Mitverantwortung für den Reformdruck, der derzeit auf den
Krisenstaaten lastet - und damit auch für die individuellen Folgen.
Vor zehn Jahren noch waren wir der kranke Mann Europas. Damals
protestierten hierzulande die Menschen gegen die Veränderungen der
Agenda 2010. Wir sollten daher heute etwas demütiger und mitfühlender
mit den zornigen Südeuropäern sein. Und vielleicht ab und an außer
Reformen auch eine gerechtere Verteilung der Lasten fordern.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.11.2012 - 20:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 763280
Anzahl Zeichen: 1952
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 226 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Solidarität und Anstrengung
Zu den Protesten in Südeuropa"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Chinas KP ...
Im Osten nichts Neues. Der 18. Kongress der Kommunistischen Partei Chinas ist nach einer Woche exakt so zu Ende gegangen, wie von vornherein geplant. Staats- und Regierungschef Hu Jintao machte gestern den Weg frei für den seit Jahren als Nachfolger aufgebauten Xi Jinping - klingt unspektakulär
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Frauenquote ...
Die Frauenquote sollte ein klares Signal der EU in Richtung der Mitgliedsländer werden. Übrig geblieben ist lediglich ein kleiner Fingerzeig. Dabei ist die Botschaft wichtig: In Unternehmen müssen mehr Frauen in Führungspositionen arbeiten. Doch der Vorschlag von Justizkommissarin Viviane Red
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Gerichtsurteil zu Krankmeldungen ...
Kritik an Gerichtsurteilen wird in Deutschland nicht gern gesehen. In diesem Fall ist sie aber angebracht. Dass Chefs ihren Arbeitnehmern vorschreiben können, dass sie schon am ersten Krankheitstag ein Attest vorlegen müssen, ist ebenso brüskierend wie wirklichkeitsfremd. Das kennt jeder: An
BERLINER MORGENPOST: Ein guter Tag für Europa / Leitartikel von Judith Luig ...
"Geschafft" verbreitete EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Mittwochmorgen in gleich 20 Sprachen über Twitter. Bis 2020 müssen zwei von fünf Aufsichtsratsposten börsennotierter Unternehmen weiblich besetzt sein, legte die EU-Kommission nach langen Diskussionen am Mittwoch fest.




